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Der Hausbau
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Autor
Thema: Der Hausbau (Gelesen 1528 mal)
EalaFreya
Gast
Re: Der Hausbau
«
Antwort #4 am:
September 09, 2007, 04:04:09 »
Zitat
das waere aber schade, wenn Du nicht nach PY gehen wuerdest.
Alles, was ich bisher von PY gesehen habe, beweist mir, dass meine Entscheidung richtig war.
Es gibt in Paraguay sehr viele nette und hilfsbereite Menschen. Unter Deutschen, genau wie unter Paraguayern.
Hi Don,
finde ich selbst auch.
Es gibt aber immer wieder Zwischenfälle die ein Umdenken erforderlich machen.
Das Du deinen Entschluss nicht bereut hast, kann ich sehr gut nachvollziehen.
Weist du, das Geschwafel mancher Mitmenschen interessiert mich überhaupt nicht, gehe eigentlich immer meinen Weg geradeaus, eben wie es sich für einen richtigen Ostfriesen gehört.
Natürlich überwiegt dort in PY auch die angenehme Bevölkerungsschicht, dessen bin ich mir sicher.
Zitat
Also erstmal, wenn ich baue, wird wohl der Architekt, Bauleiter oder Vorarbeiter fuer die Leuete zustaendig sein. Dann werde ich bestimmt nicht ueber den Mindestlohn bezahlen (sofern ich ueberhaupt fuer die Lohnzahlung verantwortlich bin).
Na, erstell mal selbst ein LV und lass daraufhin einen Festpreis machen, sollte jeder fähige Architekt oder Bauunternehmer machen können.
Damit hast du schon mal die Spreu vom Weizen getrennt.
Lass die Finger davon, eigene Leute für dein Bauvorhaben einzustellen, bringt meist nur Ärger.
Kannst doch den Firmen auch die Leute nicht einfach so ausspannen.
Wie sollen die denn Ihre Aufträge erledigen?
Horst
Gespeichert
Don Holiday
Gast
Re: Der Hausbau
«
Antwort #3 am:
September 09, 2007, 08:35:35 »
Zitat von: Eala Freya am September 09, 2007, 06:12:37
Ob es nun mit meiner geplanten Auswanderung nach PY klappt, bezweifele ich im Moment.
Hallo Horst,
das waere aber schade, wenn Du nicht nach PY gehen wuerdest.
Alles, was ich bisher von PY gesehen habe, beweist mir, dass meine Entscheidung richtig war.
Es gibt in Paraguay sehr viele nette und hilfsbereite Menschen. Unter Deutschen, genau wie unter Paraguayern.
Aber PY ist ein Dorf. Viel Getratsche. Viel Gequatsche. Irgendwo durfte ich lesen,
Ich
haette Arbeiter von anderen abgeworben.
Ich?
Also erstmal, wenn ich baue, wird wohl der Architekt, Bauleiter oder Vorarbeiter fuer die Leuete zustaendig sein. Dann werde ich bestimmt nicht ueber den Mindestlohn bezahlen (sofern ich ueberhaupt fuer die Lohnzahlung verantwortlich bin).
Sollte ein Arbeiter lieber fuer mich arbeiten wollen, dann kann das nur daran liegen, dass entweder
- der derzeitige Boss ein Ekel ist oder
- der derzeitige Boss zu schlecht bezahlt.
Wenn es etwas ueber meinen Hausbau zu berichten gibt, werden es die User hier als erste erfahren.
Don
Gespeichert
EalaFreya
Gast
Re: Der Hausbau
«
Antwort #2 am:
September 09, 2007, 06:12:37 »
Hallo Don,
irgendwo habe ich doch gelesen, Dein eigener Hausbau ist gestartet.
Wie sieht denn der Fortschritt mittlerweile aus?
Interessiert mich ganz gewaltig, vielleicht kann ich den einen oder anderen Tipp aus der Ferne dazu abgeben, würde mich freuen wenn ich ein bisschen helfen könnte.
Falls Du es nicht öffentlich möchtest, gerne auch per PN oder mail.
Ob es nun mit meiner geplanten Auswanderung nach PY klappt, bezweifele ich im Moment.
Aber, somit könnte wenigstens etwas von mir dort ankommen, wenn auch nur eine Hilfestellung aus der Ferne.
Gruss
Horst
Gespeichert
Don Holiday
Gast
Re: Der Hausbau
«
Antwort #1 am:
Mai 22, 2007, 09:52:08 »
Hier mal ein Bericht eines Bauherrn aus dem Dezember 2002.
Er plante (aehnlich wie ich) lange sein Haus und wollte alles ganz genau wissen.
Das schrieb er dann auf seiner Webseite nieder. Von der Planung bis zum Einzug. Als alles fertig war hat er dann seine Webseite geschlossen. Zum Glueck hatte ich schon ein paar Kopien gemacht.
Einen Link zur Webseite kann ich nicht geben, weil sie nicht mehr existiert.
Die Umlaute bitte ich zu entschuldigen, sind einfach nicht da.
Die atmenden W�nde (Dezember 2002)
Es gibt sehr, sehr viele Firmen die eigenen H�user als sogenannte "atmende" H�user preisen. Es gibt ebenfalls nicht weniger Materialhersteller, die das eigene Wandmaterial genauso verkaufen, ohne auf die Frage n�her anzugehen, was denn das alles bedeuten soll. Dadurch entstehen viele dieser sch�nen Bauweihnachtsm�rchen...
Es ist aber schon erstaunlich, wie unsicher diese sogenannten Bauexperten werden, wenn Ihnen eine unschuldige Frage gestellt wird: Womit atmen denn die W�nde in den H�usern? Sie schwitzen, err�ten, kratzen den Kopf, husten, blicken zur Seite...
Die Indianer w�rden stolz antworten, dass der Manitu durch den Wigwam bl�st. Was sollte aber der arme Maurermeister sagen? Auf den Manitu darf er sich nicht berufen, schlie�lich m�chte der Bauherr keinen Wigwam, sondern ein solides gebaute Haus. Ein Massivhaus eben. Auch ein Iglu, obwohl massiv, w�rde hier nicht helfen, wenigstens nicht im Sommer. Soll er behaupten, dass sein Kalksandstein oder die Ziegel so l�chrig sind, dass die Luft ohne Widerstand durchstr�mt? Dann w�rde der Bauherr anfangen auch ihn genauso l�chrig zu machen. Berufen kann er sich auf die neue Energieeinsparverordnung, die ab dem 1.2.2002 verbindlich ein dichtes Bauen vorschreibt. Mehr noch, die Dichtheit des Hauses muss gepr�ft werden. Dies passt zwar nicht immer dem Bauunternehmer, kostet doch diese Untersuchung ein paar Euro extra und die L�cher in den W�nden zu stopfen ist auch nicht gratis. Leider ist er jetzt gezwungen einen Test durchzuf�hren und die Dichtheit nachzuweisen.
Resigniert versucht also der Maurer zu denken. Womit kann die Wand denn atmen? Er ruft den Vorarbeiter zu Hilfe, erkl�rt ihm das Problem und beide fangen an zu �berlegen. Nach einiger Zeit ist auch der Architekt herbeigerufen worden und alle drei bem�hen sich jetzt diese Aufgabe zu l�sen. Der Bauleiter ist auch schon da und auch der Verk�ufer, der das Haus als ein gesund atmendes Haus verkauft hat. Ale denken, es muss schlie�lich eine L�sung hier. Bis der Chef kommt...
Der Gesch�ftsf�hrer ist sauer, schlie�lich soll er hier f�hren und sich keinen Katzenjammer anh�ren. Er denkt eine Minute nach und ruft den Heinz. Sie �berlegen eine Weile und... nach einem Tag kann die Wand atmen. Siehe da, eine Lunge, nein zwei Lungen f�hren frohes Leben auf der Wand. Der Heinz, er ist unser bester Malermeister!
Lieber Leser, Denkst Du so etwas kann nur der Firma Super-Billig-Bau Goh (
http://www.super-billig-bau.de
) passieren? Sicher? Dann schlagen wir vor, wenn Dir ein Maurer oder vielleicht auch ein Architekt �ber atmende W�nde erz�hlt, frag ihn leichtgl�ubig: Womit atmen die denn? Und solltest Du mit den sch�nen Lungen auf der Wand nicht zufrieden sein, vielleicht bekommen Sie dann gratis eine L�ftungsanlage dazu?
Gespeichert
Don Holiday
Gast
Der Hausbau
«
am:
Mai 22, 2007, 04:20:34 »
Demnaechst werde ich mit Herbert einen Notar in ASU suchen und wenn das Grundstueck vermessen und die Verhaeltnisse geklaert sind, wird Vertrag gemacht. Und dann gehts los.
Seit laengerem stehe ich in Kontakt mit einigen Leuten, die bereits gebaut haben, dabei sind oder es planen. Da ich mich nicht mit der ueblichen "Waerme schnell rein, schnell raus" Bauweise zufrieden gebe, wird intensiv gefragt, geforscht und diskutiert.
Drei Mails aus den letzten Tagen:
Wie ich erfahren musste, hat es in der letzten Zeit sehr viel geregnet. Der Boden ist feucht feucht.
In PY wird viel mit der roten Erde gearbeitet. Diese zieht zwar nicht die Feuchtigkeit an, wie mal einer schrieb, aber sie speichert sie hervorragend.
Die Arbeiter benutzen diese Erde zum Mischen mit Zement. Da ja an jeder Ecke gespart wir, kann man sich leicht vorstellen, das Fundament aus zu wenig Zement und roter Erde steht monatelang im Feuchten und ist komplett durchfeuchtet.
Jetzt nur eine halbherzige Feuchtigkeitssperre von unten und man hat die Probleme ein Leben lang.
Ergebnis: Nicht am Sand sparen. NUR den Bausand verwenden!
Die Feuchtigkeitssperre unter dem GANZEN Haus!
Die Feuchtigkeit ist aber auch im Haus, wenn man sich nach unten abgesichert hat.
Hallo XXX,
habe nochmal ueber die Bauweise nachgedacht.
Dass Waende "atmen" ist eine Sage. Das hat irgendein Plastikgegner mal erfunden und es wird nur nachgebetet.
Stell Dir mal vor, Du bist in einem Raum ohne Fenster, aber mit 50cm "biologischen" Mauern. Nach einiger Zeit erstickst Du, je nach qm des Raumes schneller oder langsamer. Die Mauern "atmen" nicht. Der Luftdurchgang ist winzig.
Aber was sie machen: Sie werden Feuchtigkeit aufnehmen und/oder abgeben. Von unten kann die Wand gerne bis in ein Meter hoch feucht werden und diese Feuchtigkeit dann nach innen (auch nach aussen) abgeben. Deshalb Feuchtigkeitssperre unten.
Gestern abend hatten wir ohne Regen 97% Luftfeuchtigkeit aussen. Innen 67%.
Das ist hier ganz normal. Die Luftfeuchtigkeit ist hier FAST immer sehr hoch. Was soll denn die Wand jetzt machen? Soll sie die Feuchtigkeit reinholen?
50cm Aussenwaende? Der meiste Teil der Hitze im Sommer kommt durch das Dach rein. Der meiste Teil der Heizung im Winter entweicht durch das Dach. Also muss das Dach einen Meter dick sein?
Das Eregebnis ist ganz einfach: Feuchtigkeitssperre unten, oben und alle Mauern! Gleichzeitig mit Isolierung. Dazu eine Klimaanlage mit "entfeucht"-Einstellung.
Wir haben unsere erste Stromrechnung bezahlt. Es war sehr warm und das Haus hat so gut wie keine Isolierung. Dazu war Besuch aus Deutschland da. Meist lief die Klima im Wohnzimmer, nachts zwei Klima in zwei Schlafzimmern, manchmal alle drei.
18 Euro der erste Monat! Ich hatte mit 100 gerechnet.
Ich bin gerne bereit das Styropor gegen ein "biologisches" Material einzutauschen - wenn Du eins findest.
Wenn Du ein Haus mit biologischen Baumaterialien bauen willst, nur zu. Nur werden auch 50cm dicke Mauern nicht verhindern, dass Hitze oder Feuchtigkeit rein kommen. Es dauert nur lange aber dann speichern die Mauern die Hitze auch eine lange Zeit.
XXX
Und dann war da noch
Nachtrag:
Gerade zeigt die Wetterstation an: Innen 73%, aussen 98% - es regnet nicht! Die Buchseiten rollen sich, das Auto sieht aus, als ist es gerade gewaschen, das Bett ist klamm. Kleidung von Leuten, die hier jahrelang leben, riecht vermodert. Die merken das schon gar nicht mehr.
Da hilft nur eine Entfeuchtungsanlage und eine Feuchtigkeitssperre in der Wand und im Dach, dass nichts nach kommt. Oder hast Du eine andere Idee?
Das biologische Bauen mag im Klima von Mitteleuropa oder in trockenen Mittelmeerstaaten sinnvoll sein, aber wenn Du ein trockenes und wohltemperiertes Haus HIER haben willst, musst Du umdenken.
Sind hier nicht irgenwelche Fachleute, die in PY sich Haeuser gebaut haben, die die Lebensqualitaet auf das Niveau von Florida heben?
Meldet Euch! Schreibt Eure Erfahrungen! Meinetwegen auch die von Jappy, der zum Thema Klimaanlage im Auto mir schrieb: "Wenns richtig heiss ist UND regnet und ich nicht mit runter gelassenen Scheiben fahren kann und die Frontscheibe beschlaegt, dann lasse ich das Auto zu Hause und fahre nicht weg."
Ich weiss, Jappy, ein Naturbursche schlaeft auch bei 38 Grad innen und 90% Luftfeuchte gut - aber ich bin eben kein Naturbursche!
Don
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