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Autor Thema: Investoren  (Gelesen 1187 mal)
oli
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« Antwort #8 am: April 27, 2007, 09:39:18 »

Hallo Santiago

Das Wort “Neoliberalismus” geht mir auf die Nerven, und zwar deswegen, weil es  voellig irrefuehrend ist. Die Ameriakaner betreiben KEINE liberale Aussenhandelspolitik. Die Privatisierungen, die in Suedamerika fehlgeschlagen sind, waren KEINE echten Privatisierungen sondern Monopolbildungen zu Gunsten des einen oder des anderen Multis. Eigentlich wurde in Suedamerika noch NIE eine liberale Wirtschaftspolitik betrieben, sondern immer Merkantilismus zum Nutzen weniger aus politschen Gruenden privilegierter.

Die Folgerung “Freihandel ist schlecht” oder “Privatwirtschaft ist schlecht” ist daher voellig falsch und wird die Laneder, die diesen Weg einschlagen um Jahrzehnte zurueckwerfen. Stell Dir mal vor, suedamerinaische Politiker kontrollieren die Wirtschaft… Oh Grauss…

Das Wort “Neo-liberalismus” ist wunderbar geeignet, Leute zu vereinen, die nicht wissen, wofuer sie sind, aber wogegen sie sind. Ich bin KEIN Fan der verfehlten Wirtschaftspolitik des letzten Jahrzehnts, und damit kein “Neo-liberaler” (wohl aber ein liberaler). Das bedeutet aber noch lange nicht, dass ich den Herren Chavez, Castro oder Morales Beifall klatsche, weil sie kraftvolle Reden gegen irgendetwas halten, was sie mit Absicht falsch titulieren. Und zwar aus dem einfachen Grund, weil sie sich der Wirtschaft ihres Landes bemaechtigen wollen.

Dies war schon immer die Methodik machthungriger Extremisten- immer “Anti” nie “Pro”. Leider finden sie immer Leute die Ihnen nachlaufen.

Gruss
Oli.
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santiago
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« Antwort #7 am: April 26, 2007, 04:49:46 »



Hallo Espatopy,

im Prinzip teile ich Deine Meinung, aber ich ahne (und Du vielleicht auch), dass das in S.A. Utopie bleibt.
Machthungrige Politiker, die sich von JEDEM kaufen lassen, auch von Auslaendern, um gegen die Interessen des eigenen Landes zu arbeiten - wenn es $$$$ noetig ist, lassen das alles scheitern. Wo der WIRKLICH Interessierte sitzt, wissen wir alle. Und der denkt nur ans sich....  Da werden auch mal an Wahlergebnissen gedreht, wenn es noetig ist.

Ich bin im Prinzip auch kein "Sozi-Mexicaner" Wie viele andere Leute denken wir hier nationalistisch. Aber es ist halt so, dass die Linksregierungen hier den Spiess umgedreht haben. Links heisst vor allem National. Und aus diesem Grund kann man heute auch ein breites Spektrum der verschiedenen Gesellschafts Schichten darin finden.


Aber nie mit verstaatlichender Erpressung-das hemmt jegliche
Investition...und wird am Ende diese Länder völlig/noch mehr
verarmen lassen.

Nur so geht´s!


Klar, der neoliberale Weg, so gehts auch. Bisher ging das doch auch ganz gut. Banken wurden verkauft, Monopole gestaerkt, Loehne quasi eingefroren, Arme werden immer mehr u. aermer, im Gegenzug die Reichen immer reicher. ("Unser" Carlos Slim, ist jetzt schon der zweit Reichste auf Gottes Erden). Der Hunger nach auslaendischen Investors ist so gross in MX, dass die Politiker z.B. den grossen Walmarts, etc.  fuer 10 Jahre die (ohnehin hier teurigen) Energiekosten subventionieren, damit diese langsam aber SICHER die traditionelle mexicanische "Konkurrenz" kaputt machen koennen. Ich wuerde sowas Terrorismus gegen das eigene Volk nennen. Und Calderon weiss das, versucht jetzt mit Augenwischereien (Fronatler Angriff gegen die Drogenkartelle) abzulenken. Niemand nimmt ihm das ab. Und Calderon wird langsam aber sicher seine Kriege an ALLEN Fronten verlieren.

Trotzdem, was wir brauchen sind Alternativen zu ALLEM bisher dagewesenen.

Gruss
Ludwig
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Espatopy
Gast
« Antwort #6 am: April 26, 2007, 02:55:31 »

Santiago,statt Tomaten.......also aus meiner Sicht bitte nicht
auch noch in Mexico ein Sozi-Populist....die Achse
Chavez (Öl),Mexico(Öl) und Bolivien (Gas) würde die gesamte
Region "erwürgen"/"erpressen" mit Energie-Preisen "vom Mond".

Schon jetzt ist in Paraguay der Benzinpreis f.die meisten Bewohner
unerträglich hoch.

Statt Volks-Populismus zu betreiben und hegemonistisches
Regionalstreben braucht Lateinamerika offene Märkte.
Das tut am Anfang weh-ist aber langfristig der einzige Weg
um gegen Asien zu bestehen.

Hier die Rohstoffe,dort die verlängerte Werkbank...und in
USA und Europa das know how.
Arbeitsteilung nach marktwirtschaftlichen Gesichtspunkten-
mit fairer Aufteilung der Profite.
Aber nie mit verstaatlichender Erpressung-das hemmt jegliche
Investition...und wird am Ende diese Länder völlig/noch mehr
verarmen lassen.

Nur so geht´s!

Deine Tomaten werden deshalb nur die sehr kurzfristig denkenden
werfen....und leider....davon gibt´s z.Zt.in Paraguay schon viel
zuviele.

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Konstrukteur
Gast
« Antwort #5 am: April 26, 2007, 02:06:22 »

Hallo Santiago,

die lateinamerikanischen Staaten sind eigentlich theoretisch viel mächtiger als die USA, es fehlt letztendlich nur die Einigkeit. Die ist aber nach meiner Auffassung nicht über links zu gewinnen, eine „FDP“ der „Latino/a“ muss her, der richtige Weg ist die goldene Mitte!
Vom Potential gesehen können die lateinamerikanischen Staaten wirtschaftlich gesehen Wunder bewirken, der einziger negative Aspekt ist vielleicht manchmal die örtliche Mentalität und der Egoismus.

Gruss

@Espatopy

Da sind wir doch einer Meinung

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santiago
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« Antwort #4 am: April 26, 2007, 12:46:47 »



Aber das Thema ist doch die ungleiche Behandlung innerhalb der Mercosurstaaten!
Bei gleichberechtigter Verfahrensweise innerhalb der Gemeinschaftsstaaten würde es Paraguay wirtschaftlich viel besser gehen ....

Hallo Konstrukteur,

in dieser Beziehung wird noch einiges in Zukunft auf Euch zukommen. Nachdem naemlich USA gemerkt hat, dass der Freihandelsvertrag mit Mexico einwandfrei funktioniert (hauptsaechlich fuer USA, die ihren Schrott jetzt ohne Handelsbarrieren nach MX verkaufen koennen, umgekehrt nicht so, weil die Amis ihre Importe lieber aus Asien beziehen),  denken die Amerikaner jetzt an eine "riesige Freihandelszone", die ganz S.A. mit einbezieht. Und da die Amis wissen, dass sie bei einigen suedamerikanischen Staaten nicht gerade mit ihren Ideen auf offenen Ohren stossen, spannen sie Mexico u. Felipe Calderon als Sprachrohr u. fleissiger Promotor dafuer ein.

Da kannst Du wiedermal sehen, WIE WICHTIG es fuer die Gringos war, dass hier bei der letzten Praesidentenwahl der linkspopulistische Kandidat Lopez Obrador NICHT gewinnen durfte. Der hatte naemlich auch so seine Idee ueber einen suedamerikanischen Voelkerbund - aber ganz anders als Calderon (und Washington). Lopez Obrador, dachte an eine grosse Freihandelszone der S.A Staaten, wo man sich bilateral u. mit Respekt gegenseitig helfen kann, zum Wohle der Bevoelkerung der einzelnen Staaten, nicht nur zum Wohle ein paar Multis.

Und momentan hier promoviert Calderon fast jeden Tag "seine Version" von der riesigen Freihandelszone, ganz auf Washington hoerig.

Falls Calderon mal nach PY kommen sollte, empfaengt ihn bitte mit faulen Tomaten, am besten noch mit Plakaten, wo ganz gross "Wahlbetrueger" u. "Huendchen von Washington" , wie es Chavez so schoen formulierte drauf steht.

Ludwig
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Espatopy
Gast
« Antwort #3 am: April 26, 2007, 08:21:03 »

Klar - aber wer in den "populistischen" Nachbarstaaten hätte daran
auch nur den Hauch an Interesse?!
Kann sich niemand leisten....!
Stell`Dir ´mal ein Fussballspiel zwischen Paraguay und Argentinien vor...
in dessen Vorbereitungsphase der argentinische Trainer den
jew.Massenblättern verkündet:"wir sollten fair sein.....und gegen
Paraguay unentschieden spielen.....weil die sonst nicht zur
Weltmeisterschaft nach Südafrika fahren können..." .

Es dauerte keine 30 Minuten ....und der wäre gelyncht!

Theoretisch ja.......(Radio Eriwan.....)
Herzl.Gruss!
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Konstrukteur
Gast
« Antwort #2 am: April 26, 2007, 06:59:16 »

Hallo Espatopy,

das mag so stimmen, aber die Verträge wurden unter Stroessner „ausgehandelt“, wer weiß schon genau was er und seine Familie dafür bekommen haben?! Ein Staatsmann verkauft normalerweise nicht sein eigenes Volk!

Natürlich sieht Brasilien, Paraguay als eigene  Provinz an. Aber dennoch ist Paraguay ein unabhängiger (mehr oder weniger) Staat mit eigener, wenn auch nicht immer rosiger Geschichte. Bei Geld denkt jeder an sich.

Aber das Thema ist doch die ungleiche Behandlung innerhalb der Mercosurstaaten!
Bei gleichberechtigter Verfahrensweise innerhalb der Gemeinschaftsstaaten würde es Paraguay wirtschaftlich viel besser gehen, oder?

Gruss




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Espatopy
Gast
« Antwort #1 am: April 26, 2007, 06:24:47 »

Konstrukteur,egal mit wem Du in Brasilien über Paraguay redest......fast jeder
betrachtet Paraguay als eine kleine,abtrünnige weitere
Provinz Brasiliens...der man einfach nur ein wenig
die Daumenschrauben anlegen müsse.....damit man seine
Ziele erreichen könne.
Unter diesem Szenario erscheint mir  die Nachverhandlung der
Verträge von Itaipu als Kasperletheater !
Herzl.Gruss!
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Konstrukteur
Gast
« am: April 26, 2007, 03:38:57 »

Folgender Artikel erschien in der „ABC“ bzw. deren Übersetzung - von Radio ZP30.

Zitat
Asuncion: Handels-Schranken schrecken Investoren ab. - Ausländische Unternehmer zögern mit Investitionen in Paraguay. Ursache sind die Handels-Schranken, die Paraguay von den übrigen Mercosur-Ländern auferlegt werden. Laut dem taiwanesischen Botschafter, David Hu, behindern insbesondere Argentinien und Brasilien den freien Warenverkehr in Südamerika. Hu ist gestern mit Industrie- und Handelsminister José María Ibáñez zu Gesprächen zusammengetroffen. Zusammen mit einer Gruppe von Unternehmern haben sie über Investitionen im Bereich der Bio-Treibstoff-Herstellung gesprochen. Paraguay biete laut Hu gute Vorraussetzungen für ausländische Unternehmer. Es seien genügend Energie, Wasser und Arbeitskräfte vorhanden. Die meisten Unternehmer würden aber vor den hohen Import-Zöllen der Nachbarländer zurückschrecken. (abc)


Ist doch sehr interessant, dass man doch nicht nur der PY Regierung Vorwürfe bezüglich fehlender Investoren machen kann! Vielmehr versuchen die Nachbarstaaten dieses zu unterbinden und schneiden sich die größten Stücke ab, für Paraguay bleiben dann nur die Krümel übrig. Nach meiner bescheidenen Meinung hat der Mercosurverbund für Paraguay mehr negative Auswirkungen als positive.




 

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