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Autor Thema: Warum soll es in PY keine Samariter geben?  (Gelesen 459 mal)
endless
Gast
« Antwort #5 am: April 15, 2007, 06:44:13 »

So mancher behauptet daß es in PY keine Samariter gibt. Der Meinung bin ich nicht.
Der Meinung bin ich auch nicht !

Zitat
Nehmn wir mal den Stadtmusikant. Er schreibt täglich ins seinm Blog um die Einwanderer gartis zu informieren. Viele die ihn besucht haben ist er schon mit Rat und Tat behilflich gewesen. Er verlangt nichts für seine Samaritatätigkeit. Selbstlos opfert er sich für die Infosuchenden auf. Darum zählt auch sein Blog zu den beliebtesten Infoquellen für PY.
Das ist doch mal objektiv beurteilt.

Zitat
Offensichtlich ist er ein sehr hilfsbereiter Mensch und vielleicht ist ihm auch etwas langweilig.

Einem hilfsbereiten, interessierten Menschen wird nicht langweilig, sondern er nutzt seine Zeit und Energie kreativ und sozial.
Wenn daraus eine Hilfe für die Mitmenschen entsteht, erfährt man ganz selbstverständlich Anerkennung und Respekt.

Zitat
Da er seine Rente und auch noch ein anderes Einkommen bezieht, kann er es sich leisten den Samariter zu spielen.
Hier bin ich ganz sicher, das der Samariter nicht gespielt wird, sondern aus dem Carakter des Menschen heraus agiert und das kann man bekanntlich auch auch tun, wenn man nur noch ein einziges Hemd hat.

Zitat
Ich bin sicher daß es auch noch mehr solcher Samariter in PY gibt. Man muß sie nur richtig erkennen.
Man kann sie daran erkennen, dass sie sich nicht als Samariter bezeichnen würden.

Gruss, endless
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Konstrukteur
Gast
« Antwort #4 am: April 15, 2007, 05:49:27 »

Land und Hunger in Paraguay        
 
 
42 Prozent der Bevölkerung Paraguays lebt im ländlichen Raum. Nach Daten der EPH (2005) leben 36,6 Prozent der ländlichen Bevölkerung unter der Armutsgrenze. 14 Prozent der Gesamtbevölkerung sind unternährt (FAO 2004).

Hauptgründe dafür sind die hohe Arbeitslosigkeit in den Städten und die Landlosigkeit der Kleinbauern auf dem Lande. Den hungernden Kleinbauern und Landarbeitern steht eine kleine Schicht von Großgrundbesitzern gegenüber. Viele haben das Land aus Spekulationsgründen gekauft und lassen es brach liegen. Dazu gehören auch Deutsche. Weiterhin gibt es einen starken Druck auf das Land durch brasilianische Großgrundbesitzer, die in Paraguay Soya in großem Stil anbauen wollen. Für die Landbevölkerung (einschließlich der Indianer) ist die einzige Möglichkeit, sich zu ernähren, der Zugang zu Land. Nach dem letzten nationalen Landzensus besitzt einerseits 1 Prozent der Eigentümer 77 Prozent des Landes. Andererseits müssen 40 Prozent der Landwirte mit nur 1 Prozent des Landes auskommen. 351 Eigentümer halten gar insgesamt 9,7 Millionen ha, also über 27600 ha im Durchschnitt pro Eigentümer.

Paraguay kann damit die höchste Landkonzentration in Amerika aufweisen - noch vor Brasilien.
Die Inter-Amerikanische Menschenrechts-Kommission der Organisation der amerikanischen Staaten (OAS) hat wiederholt auf zu Landlosigkeit und Menschenrechten in Paraguay Stellung genommen: "Die Kommission hält es für unmöglich, die Durchsetzung der Menschenrechte in Paraguay zu behandeln, ohne das Problem des Landbesitzes zu berücksichtigen vor dem Hintergrund der gegenwärtigen und zukünftigen Gewalt" (Bericht an die Vollversammlung 1990).

In ihrem Jahresbericht 2001 empfiehlt die Menschenrechtskommission "Schritte für eine gerechte Landverteilung" - d.h. eine umverteilende Land- und Agrarreform. Auch der Internationale Pakt über die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte, verlangt in art.11.2. eine Reform der Agrarsysteme mit dem Ziel, das Recht auf Nahrung durchzusetzen. Die Agrarreform in Paraguay kommt jedoch nur langsam voran. Hungernde Landlose versuchen brachliegendes Land zu bestellen, auch wenn es ihnen (noch) nicht gehört. Die Lobby der Landbesitzer ist jedoch stark. Deshalb kommt es zu gewaltsamen Vertreibungen der Landlosen durch die Polizei. Oft trifft die staatliche (oder private) Gewalt auch Indianer, die auf ihr angestammtes Land zurückwollen, um sich dort zu ernähren.
 
Frauen tragen oft die Hauptlast dieser Unterdrückung. Meist sind sie es, die versuchen, ihre Familien vor dem Hunger zu schützen - mit einem winzigen Flecken Land und ohne Geld - immer unter der Drohung der Vertreibung, weil sie keinen Landtitel haben.

Quelle: http://www.fian.de/fian/index.php?option=content&task=view&id=481&Itemid=385
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tomtom
Gast
« Antwort #3 am: April 15, 2007, 03:50:09 »

Zitat
[So mancher behauptet daß es in PY keine Samariter gibt. Der Meinung bin ich nicht./quote]

da muss ich mich dir anschliessen, es gibt auch hier in PY genügend hilfsbereite Menschen, auch deutsche.
Dies konnte ich in meiner Anfangszeit hier, bis jetzt immer wieder feststellen.

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aisa
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« Antwort #2 am: April 14, 2007, 11:35:14 »

Ich bin auch gegen die Weizenlieferungen in Afrika wie es voe langer Zeit üblich war.

Die beste Hilfe ist, den Menschen zu helfen wie sie sich selber helfen können.

Auch die Samariter in PY sollen sich darauf beschränken.

HH
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« Antwort #1 am: April 14, 2007, 11:31:39 »

Hallo Herbert,

in Paraguay gibt es „gute Samariter“, einige sind hier im Forum angemeldet.  Den Blog von Stadtmusikant/Strandvogt halte auch ich für sehr empfehlenswert, zeigt er doch alle Bereiche des täglichen Lebens!

Aber….mit Hilfe geben und Hilfe verlangen ist immer so eine Sache. Hier mal (fast) passend zum Thema ein aktueller Beitrag, der zumindest mich nachdenklich gemacht hat.

Gedanken zur Zeit Hilfe-Mentalität

Muss der Staat für die Menschen sorgen – von der Wiege bis zur Bahre? Was fortwährende Hilfe bei den Menschen anrichtet, dafür ist die Dritte Welt ein abschreckendes Beispiel……………….

Quelle: http://www.newsclick.de/index.jsp/menuid/472071/artid/6630634

Gruss
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aisa
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« am: April 14, 2007, 11:10:15 »

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