Die Wahrheit über Michael Altevogt und seine Baufirma Paraconstruccion
Michael habe ich bei meinem Erkundungstrip vor zwei Jahren kennen gelernt, als ich jeweils 10 Tage in Paraguay und Uruguay verbracht hatte. Er hatte zu diesem Zeitpunkt über Bettina Müller die Cedula (Aufenthaltsgenehmigung) beantragt. Er war zusammen mit drei anderen Freunden nach Paraguay geflogen und hat sich entschieden, hier zu bleiben. Weshalb sie aus Deutschland auswandern wollten und weshalb sie, anders als wir, keinen aufgelösten Hausstand mit ins Land bringen wollten, wurde damals sehr ausweichend beantwortet. Beruflich sagten sie, sie würden Programme und Netzwerke über das Internet entwickeln, damit ihre eigene Firma sowie Webhosting betreiben und das könnten sie von hier aus auch. Das Geld aus Deutschland über diesen Verdienst würde ja weiter kommen, das Leben in Paraguay wäre angenehmer, die Kosten niedriger.
Als ich die beiden kennen lernte im Pueblo del Sol waren die anderen drei Freunde bereits wieder nach Deutschland zurückgeflogen. Mike und Michael Altevogt interessierten sich für ein Haus, welches Walter Kopcinski hier über seine homepage:
www.paraguay-immobilien.info vermakelte. Ein Haus in Luque, welches qualitativ ein wenig hochwertiger als die einheimischen Häuser war und von der Aufteilung einem Leben der beiden in einer Wohngemeinschaft entgegen kam.
Mike,einer seiner Freunde, war von den beiden eher der introvertierte, zurückgezogene. Vor allem, als aus Deutschland eine Freundin von ihm zu Besuch kam und die beiden die Tage und Nächte eher zu zweit unter der Bettdecke verbrachten.
Mike hatte dann Schwierigkeiten, seinen finanziellen Beitrag (9000 Euro) zum Hauskauf zu zahlen. Das versprochene Geld aus Deutschland kam nicht. Michael streckte es für ihn vor. Er hatte nach seinen Angaben einen Betrag in Höhe von über 20.000 Dollar aus Deutschland mitgebracht. Ich vermute, dass dieses Geld aus dem Verkauf seiner sämtlichen Habe (Auto, Motorrad und Wohnungseinrichtung) in Deutschland kam.
Wieder in Deutschland zurück blieb ich mit Michael über email und das Chatprogramm icq in Verbindung. Wir schrieben uns und chatteten regelmäßig. Ich lernte Melanie kennen und lieben. Wir zogen zusammen und planten von da an unsere gemeinsame Auswanderung nach Südamerika.
Im Chat erzählte Michael mir, dass er und Mike sich nicht mehr verstanden haben, Mike zum Säufer geworden sei und er selbst schon nach wenigen Wochen aus dem gemeinsamen Hause wieder ins Pueblo gezogen sei. Das dortige Haus (Eigentümer der Fernsehmoderator Hugo Chavez) sei aber in den hiesigen Wintermonaten feucht und klamm gewesen, Schimmel hätte sich breit gemacht. Das Verhältnis zu seiner Hausangestellten war dann soweit gediehen, dass er ganz einfach zu ihr gezogen ist.
Walter kommentierte, von mir in einer Mail befragt die Situation kurz und knapp: Mike ist zum Säufer geworden und hat seinen Vater nachgeholt. Michael lebt nun in ärmlichen Verhältnissen bei seiner empleada.
Michael stellte die Situation im Chat anders dar: er würde sowieso lieber unter Einheimischen leben, das Verhältnis zu Zuni und ihrer Familie öffne ihm mit ihren hervorragenden Kontakten zu Behörden etc. Türe und Tore zu einer glänzenden beruflichen Zukunft als Bauunternehmer hier in Paraguay. Sein komplettes Werkzeug im Werte von geschätzt 70.000 Euro hätte er übrigens bei einem Kumpel in Deutschland untergebracht, der diese Klamotten dann verkauft habe und durchgebrannt sei. Dank seiner Kontakte zu einer einschlägigen Motorradgang sei es aber nur eine Frage der Zeit, bis er mit ihm abgerechnet habe. Das gleiche war mit einem anderen Kumpel in Berlin, der ihm Geld schuldete (ich glaub, es waren ca. 30.000 Euro), auch dieses Geld wurde entsprechend eingetrieben, die Internetfirma dieses Kumpels zu seinen Gunsten liquidiert. Ob dies alles so stimmte und womit er ansonsten seinen Lebensunterhalt hier bestritt, blieb mir weiterhin unklar. Ich muss aber bis heute sagen, dass Michael immer für alles eine glaubwürdige Erklärung hat, Informationen, die man anderweitig bekommt, werfen jedoch ein anderes Licht auf die Situation. Heute glaube ich fast, dass Michael einen Teil seines Lebensunterhaltes durch Geschäfte einer dubiosen Internetfirma, für die er immer wieder (auch Mike?) Strohmänner fand und durch die Rückzahlung der Raten für den Hauskauf von Mike sich über Wasser gehalten hat. Kleinere Aufträge und Reparaturen an Computern für deutsche Auswanderer haben sicherlich auch noch die eine oder andere Mark in die Kasse gespült.
Auf dem Papier und im Internet hat er dann hier in Paraguay eine Baufirma gegründet.
www.paraconstruccion.com Er gibt an, gelernter Heizungs- und Sanitärbauer zu sein und ausserdem nach einer weiteren Ausbildung auch Dachdeckermeister. In Deutschland ist vom Heizungs- und Sanitärbauer nichts bekannt, die Meisterschule zum Dachdecker hat er nach meinen Recherchen erfolglos abgebrochen.
Fotos auch vom Bau seines Büros (Stand vor einem dreiviertel Jahr und bis heute stehen unverändert nur die groben Außenmauern….) sind übrigens zu sehen unter
www.paraconstruccion.com/michaelMit dieser Firma war und ist er nach eigenen Angaben bis heute erfolgreich, die Mühen des Anfanges hätten sich gelohnt. Er sei zunehmend mit Arbeiten ausgebucht und hätte auch kaum noch Zeit, sein eigenes Büro fertig zu bauen. Aber mein Gott, was soll er ja auch machen, wenn er sich vor Aufträgen kaum noch retten kann. Das auf seiner Homepage unter Referenzen abgebildete Haus in Aregua habe er auch mal so eben fertig gestellt, mir davon erstmal nichts erzählt, weil er mich damit überraschen wollte. War ne Menge Arbeit und da es ja sein erstes und damit Vorzeigeobjekt war, sei auch nicht soviel hängen geblieben. Tatsächlich haben meine Informationen, die ich mittlerweile – misstrauisch geworden – eingeholt habe (nachdem wir hier im November 2006 in Paraguay angekommen waren, hat sich zwischen Michaels Lebensgefährtin Zuni und meiner Frau eine recht gute Freundschaft entwickelt, die meisten Hintergrundinformationen hier stammen von ihr selbst, ergänzt durch weitere Recherchen. Es stimmte mich schon sehr merkwürdig, dass Zuni selbst uns vor Michael warnte, ihn als jähzornigen Lügner und Betrüger bezeichnet und uns eindringlich davor warnte mit ihm Geschäfte zu machen oder ihm Geld anzuvertrauen….), ergeben, dass Michael bei diesem Haus einige Handlangerarbeiten durchgeführt hat (Anmischen von Zement, Transportarbeiten von Material etc.). Die Fotos dann bei Ausführung dieser Handlangerarbeiten entstanden. Tatsächlich besteht sein „Maschinenpark“ aus einem kleinen Zementmischer und einem Stampfer zur Verdichtung des Bodens, den ich ihm selbst aus Luxemburg besorgt und bei einem Bekannten in den Container mit rein gepackt habe. Da es ja hier angeblich (meine Erfahrungen sind andere, habe ich ihm doch selbst nach 3 Wochen hier im Land ein Geschäft mit einem umfangreichen Angebot von elektrischen Werkzeugen und Handmaschinen zeigen können, über den er sehr erstaunt war…) ja keine richtigen Werkzeuge, die qualitativ an seine Ansprüche heran kommen, gibt, ist er schon stolz darauf, wenn er sich selbst mit einem Satz von Schraubendrehern beschenken kann. Das Geld dafür zwackt er vom Haushaltsgeld ab. Naja.
Für eine Mauer von 11 Meter Länge und 2 Meter Höhe hat er bis heute mit Hilfe seiner beiden Arbeiter tatsächlich 10 Tage benötigt. Ich frage mich, wie lange der Bau meines eigenen Hauses, den ich ihm anfangs tatsächlich anvertrauen wollte (ich hoffe nur, dass dieser Artikel auch dazu beiträgt, anderen Neuankömmlingen und Unbedarften zur Vorsicht zu raten) dann gedauert hätte. Die Arbeiten an dieser Mauer gehen aber auch deshalb so schleppend voran, weil er selbst kaum noch das Geld für das Material hat, die normalen Anzahlungen des „Bauherren“ in Höhe von ca. 50% des Bauvorhabens sind anderweitig ausgegeben worden. Sein Kleinlaster, den er mit 10% angezahlt hat und seitdem auf Raten abstottert, steht defekt hinter dem Grundstück seiner Schwiegereltern in spe, weil er die nötige Reparatur der Lichtmaschine, (die er auch dadurch ruiniert hat, dass erforderliche Wartungsarbeiten nicht durchgeführt wurden) nicht bezahlen kann. Von einem anderen ahnungslosen Deutschen hat er sich ein Kfz geliehen, um überhaupt noch zur Arbeit zu gelangen. Das Geld für Benzin und die Mautstelle leiht er sich bei Freunden zusammen, seine Arbeiter haben seit einer Woche keinen Lohn erhalten. Ich habe arge Befürchtungen, in welchem Zustand das geliehene Auto bei Rückgabe an den Besitzer sein wird. Soweit zu dieser aktuellen Baustelle.
Bei einem Hausbau dürfte die fehlerhafte Kalkulation zum Abbruch des Bauvorhabens von seiner Seite führen und zum Verlust des angezahlten Geldes durch den Bauherren.
Ich bin verdammt froh, dass ich selbst dieses rechtzeitig erkannt habe und mir sowieso viel, viel Zeit lasse beim Kauf eines Grundstückes, als auch bei der Auswahl eines Bauunternehmens für den Bau eines Hauses, welches nicht beim ersten Gewittersturm in Mitleidenschaft gerät, sondern bis zum Auszug unserer noch nicht geborenen Kinder halten sollte.
Soweit ein Exkurs zur „Baufirma“ von Michael.
Bereits ein dreiviertel Jahr vor unserem Flug hier nach Paraguay hatte mir Michael von seinem neuen Auto, einem Ford F 1000 (spricht sich hier: Effe Mill aus) erzählt. Schwarz lackiert, rot lackierte Flammen an den Seiten etc. Nachdem er nun damit seine eigene „geile Karre“ endlich hatte, wurden ihm von anderer Seite noch mehrere andere F 1000 angeboten.
Der Ford F 1000 ist hier ein häufig gefahrenes Fahrzeug, die nötigen Ersatzteile bei Verschleiß und Reparaturen sind tatsächlich schnell und relativ günstig zu bekommen.
Fotos seines eigenen Autos erhielt ich nicht, da angeblich seine eigene Kamera gerade defekt war. Jedenfalls schlug mir Michael vor, einige der ihm angebotenen Autos zu besichtigen und für mich – nachdem er den Kaufpreis noch einmal kräftig drücken wollte…. – zu erwerben. Dieses Auto würde er dann im verbleibenden dreiviertel Jahr technisch und optisch in einen einwandfreien Zustand versetzen. Für Kauf und diese Arbeiten veranschlagte er 2500 Euro, die ich ihm prompt auf das Konto eines gemeinsamen Bekannten überwies. Ein eigenes Konto in Deutschland besitzt Michael nicht mehr, weil seine Bank ihm dieses, obwohl entsprechendes Guthaben – auch für die Kontoführungsgebühren – natürlich vorhanden gewesen sein sollte. Das Guthaben hätte diese Bank „einfach eingesackt“ und er hätte ja aus Paraguay keine Möglichkeiten gehabt, mal eben hinzufliegen um dieses zu verhindern oder das Guthaben auszahlen zu lassen…. (ich sag da jetzt nix mehr zu…).
Hier in Paraguay angekommen, stellte sich uns der Sachstand, unser Auto betreffend aus seiner Sicht wie folgt dar:
das Auto stehe, technisch eigentlich einwandfrei – naja, er hat noch ein paar kleine Macken… - seit 3 Monaten beim Lackierer, der damit in den nächsten ein, zwei Tagen fertig werden würde. Ansonsten würde man ihm einen Rechtsanwalt auf den Hals schicken, das Geld – bis auf die Anzahlung in Höhe von insgesamt 75% der Gesamtsumme – nicht mehr zahlen.
Zum mit dem Lackierer vereinbarten Termin für die Fertigstellung fuhr ich mit Michael zur Werkstatt. Tatsächlich stand das Auto unbearbeitet und in einem insgesamt beklagenswerten Zustand unter einem Mangobaum. Ich war, gelinde gesagt: schockiert.
Keine, aber auch gar keine Arbeiten, waren ausgeführt worden. Der Kaufpreis war nun doch, auch durch Gebühren beim Kauf, die unvorhersehbar waren, höher geworden, ich musste nochmals 400 Dollar nachschiessen. Für hiesige Verhältnisse sei das Auto jedoch schon in einem Zustand, der das Fahren ermögliche. Nunja.
Das Lenkrad hatte eine dreiviertel Umdrehung Spiel, der Kabelbaum mit der gesamten Elektrik war defekt, Bremsbeläge praktisch nicht mehr vorhanden. Ladefläche mit erheblichen Rostlöchern, Schweissarbeiten an tragenden Teilen waren erforderlich. Die Türen schlossen nicht, alle Stossdämpfer mussten erneuert werden, die Kurbelwelle ist nach 40 km gebrochen. Der Kühler leckte aus ca. 40 Löchern, sämtliche Schläuche und Zuleitungen waren porös, der Tank war undicht. Kupplung defekt. Tür- und Fensterdichtungen? Batterien leider beide defekt. Hatte Michael natürlich wegen der fehlenden Elektrik nicht erkannt. Ja ne, is klar. Neue Räder und Reifen waren aber eh nötig.
Das Bild, welches ich mir mittlerweile – dank einiger Gespräche mit Deutschstämmigen, die Michael und das Auto ja nun auch kennen – machen kann, stellt das letzte dreiviertel Jahr und den Kauf des Autos wie folgt dar:
Michael hatte sich das betreffende Fahrzeug für sich selbst gekauft. Der Kaufvertrag, den ich dann im nachhinein hier bei der Notarin unterschrieb wies einen Kaufpreis von ca. 800 Euro aus. Nach ca. einem Monat ist ihm hier wieder das Geld ausgegangen und er war wohl froh, dass er mir die Karre andrehen konnte. Meine Überweisung sicherte ihm seine Existenz hier für ca. ein halbes Jahr und die nötigen Reparaturen, die dafür erforderlich waren, damit er mit dem Auto seine kleinen Bauvorhaben und seine Spritztouren durchführen konnten, wurden fröhlich mir in Rechnung gestellt bzw. von der Überweisung bezahlt und auf den Kaufpreis draufgerechnet. Das Auto wurde systematisch weiter durch mangelnde Pflege und nicht durchführte Wartungsarbeiten weiter ruiniert. Ob die Reifen und Batterien verkauft wurden und gegen alte, verbrauchte und defekte getauscht wurden, ist jedoch nur eine Vermutung meinerseits, die mir nicht bestätigt werden konnte. Ich will da schon fair sein. Das Auto wurde eine Woche vor unserer Ankunft dem Lackierer übergeben.
Da Michael ja nun selbst kein Auto mehr hatte, war es ihm gerade recht, dass eine andere Auswanderin aus Deutschland, die mit ihren 10 Katzen nicht nach Paraguay per Flugzeug fliegen konnte und daher am Flughafen in Buenos Aires von Michael abgeholt werden sollte, ihm einen entsprechenden Vorschuss zur Anzahlung für einen anderen Kleinlaster gezahlt hatte. Zugute halten muss ich ihm in jedem Falle, dass er sowohl sie als auch uns vom Flugplatz tatsächlich abgeholt hat. Bei ihr wohl, weil er davon ausgegangen ist, dass sie ihn wohl mit der Renovierung ihres gemieteten Hauses beauftragen würde, bei uns wohl, weil wir ihm Hoffnung auf den Bau unseres Hauses gemacht hatten und bei weiteren Bauvorhaben Melanie als Tischlermeisterin ihn mit qualitativ hochwertigen Türen und Fenstern versorgt hätte.
Dieser Kleinlaster wurde mit dem Geld angezahlt und wird seitdem auf Raten abgestottert (siehe oben).
Wir leben zur Zeit in einem Haus, welches ursprünglich ein Bekannter von Michael, Markus Rummler, angemietet hatte. Markus hat eine Weile für Michaels dubiose Internetgeschäfte als Strohmann fungiert.
Wie sind Diese Geschäfte im einzelnen abgelaufen? Ich habe mir diverse, mittlerweile teilweise geschlossene Internetseiten von ihm angesehen. Betreiber all dieser Seiten war bzw. ist die Firma Xeratec mit Sitz natürlich in Paraguay. Die mir bekannten Seiten waren bzw. sind:
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www.testfahrergesucht.com-
www.werdmodell.com-
www.alkoholberatung.com-
www.lebenserwartung.com-
www.xeratec.comHierbei werden die Besucher der Webseiten dazu aufgefordert sich registrieren zu lassen und einen wie auch immer gearteten Fragebogen auszufüllen. Es werden Gewinne versprochen, lukrative Modellverträge werden in Aussicht oder Selbsttests angeboten. Ganz simpel und ohne erkennbares Niveau. Das Ganze sieht aus wie eine kostenlose Seite. Der Teufel steckt im Detail, bzw. im Kleingedruckten der AGB’s, die man natürlich akzeptiert. Mein Gott, wie oft habe ich selbst bei solchen unscheinbaren Seiten früher die AGB’s akzeptiert. Jedenfalls verpflichtet man sich in diesen zur Zahlung einer Summe zwischen 48 und 198 Euro allein für die Registrierung, natürlich ohne Verpflichtung seitens der Betreiberfirma zu einer entsprechenden Gegenleistung. Es werden bei der Registrierung Name, Adresse und email-Adresse gespeichert. Wie sonst sollte man denn auch die versprochenen lukrativen Gewinne oder Werbeverträge erhalten? Die Rechnung bekommt man per email mit der Zahlungsaufforderung. Im aktuellen Fall auf ein Konto mit dem Namen von Markus. Wenn man das Ganze als schlechten Scherz abtut, bekommt man Post eines Inkassounternehmens / Rechtsanwaltes – Briefköpfe sind ja so einfach selbst zu gestalten…. (plus Gebühren des betreibenden Inkassounternehmens) mit der Androhung weiterer Kosten. Der eine oder andere zahlt da sicher, um sich weitere Kosten und Unannehmlichkeiten wie angedrohte negative Schufa-Einträge zu ersparen.
Leider wurde das Forum für Computerbetrügereien
www.computerbetrug.de wegen Schwierigkeiten der Betreiber geschlossen. Dort habe ich diese Seiten mit entsprechenden Kommentaren und Warnungen entdeckt.
Markus Rummler ist wegen finanzieller Schwierigkeiten wieder zurück nach Deutschland geflogen und hatte in den letzten Tagen kein Geld mehr, nur noch sein Rückflugticket nach Deutschland. In einem Chat, den wir zwischenzeitlich hatten, hat er mir im Wesentlichen die beschriebene Methode bestätigt. Gegen Markus sind, vor allem jedoch wegen Wirtschaftskriminalität VOR dem Mitbetreiben dieser Webseiten diverse Betrugsverfahren in Deutschland anhängig und er weiß im Moment selbst nicht, wie es weiter gehen sollte. Das geringe Entgeld von 200 Euro pro Monat für die Zurverfügungstellung seines Namens und seines Kontos scheinen ihm leid zu tun.
Wir selbst möchten mit Michael Altevogt nichts mehr zu tun haben und werden in den nächsten Tagen dieses Haus in seiner Nähe verlassen und uns eine andere Unterkunft suchen.
Michaels Mutter hat mir gegenüber im Chat bestätigt, dass aus ihrer Sicht Michael vor zwei Jahren aus Deutschland wegen solcher Schwierigkeiten wohl Hals über Kopf geflohen sei. Genaueres wisse sie jedoch auch nicht. Sie habe immer wieder versucht, ihm zu helfen auch mit finanziellen Mitteln aber nun könne sie einfach nicht mehr. Ich habe leider ihre schlimmsten Befürchtungen bestätigen müssen. Vor allem fürchtet sie seinen Jähzorn, aber er sei ja nun auch weit weg. Zu ihrem anderen Sohn hat sie gar keinen Kontakt mehr, darum hänge sie immer noch an ihm und hoffe, gelegentlich von ihm doch noch zu hören und dass er irgendwie die Kurve doch noch bekäme, obwohl sie nicht mehr so recht daran glaube.
Ashnar