News: News: PARAGUAYSERVICE
http://www.pylogic.com/ - http://www.paraguayservice.com/     mail@pylogic.com  SKYPE: paraguay57 
Tel.: +595 21 944076  Handy: +595 991 204037   CHAT: http://pylogic.com/chat/phpMyChat.php3
Hausbau-Immobilien-Dokumente-Verzollung-Umzug-Firmengründung-Buchhaltung-Steuerzahlung-Rechtshilfe-Webdesign-Import-export

NEU: Ab sofort ist die Rechtsanwaltskanzlei Hasengruber & Vera in Villa Elisa in Betrieb - Tel.: +595 21 944076  Handy: +595 991 204037
 
Seiten: 1 2 3 4 [5]   Nach unten
  Drucken  
Autor Thema: Venezuela>Bolivien>Nicaragua> Equador(¿übernimmt "die Linke" ganzLateinamerika?)  (Gelesen 3152 mal)
Don Holiday
Gast
« Antwort #14 am: Dezember 05, 2006, 09:37:50 »


....und kann ökonomische Logik schnell aushebeln....Und da ist mir die US-Politik allemal sicherer als das "Europäische Geeiere" à la Airbus oder EON/Endesa....oder eben die "zahnlose" EZB.


Hallo Paraguay2es,

da sehe ich den Pferdefuss unserer Zukunft.

Die Eropaeer kommen nicht auf einen gemeinsamen Weg. Die Einzelregierungen laufen zu weit auseinander. Haetten wir eine Stimme, einen Plan, eine Meinung, dann waere mir auch nicht sooo bange, da der Euro dann - nach ein paar kleineren Schwierigkeiten - die Rolle einer Leitwaehrung uebernehmen koennte. Da ist ja - wir Du so richtig schreibst - auch noch die kontinuierliche Politik gefragt.

Du argumetierst genauso, wie ein Fluggast, der auf dem Weg nach Florida 2000 neben mir sass. Der Dollar war damals 1,13 Euro wert und er sah den Euro auf bald 60 Dollar-Cent. Ausserdem wird der stabile Aktienkurs in Verbindung mit der starken Wirtschaft dafuer sorgen, dass die Kurse (fuer den Dollar) in den Himmel wachsen.
Nun, diese erst fuenf sechs Jahre alte Erfahrung hat mir recht gegeben. Ich sagte ihm einen Absturz der Aktien (war damals nicht von mir, sondern Titelgeschichte des Spiegel) und den weiteren Verfall des Dollar auf ein historisches Tief voraus (das war von mir).
Die Aktien trafen zu, der Dollar hat sein historisches Tief noch nicht erreicht. - Aber das kommt noch.

Ich denke immer an den "Goldkrieg" Ende der sechziger, da hat EIN kleines Land - Frankreich - den Golddollar zerstoert.

Was wuerde passieren, wenn der Iran Oel nur noch gegen eine andere Waehrung verkaufte? Wenn China die Haelfte seiner Dollars gegen Euro/Yen tauschte? Wenn Saudi-Arabien Gold statt Dollar fuer sein Oel verlangt?

Derzeit halten die Chinesen die Fuesse still, die Saudi-Prinzen werden durch amerikanische Waffen an der Macht gehalten. Aber wenn der Irak ein Gottesstaat wird, Saudi-Arabien auch? Zwei natuerliche Feinde der Amis?
Wenn die Amis aus dem Irak abziehen, waeren NUR die Mullahs in der Lage einen Buergerkrieg zu beenden.

Mich hatte stutzig gemacht, dass die Amis nicht mehr die Groesse des Geldvolumens bekannt geben. Damit faengt eigentlich alles an!

Aber genug schwarzgemalt - mir wird schon Angst und Bange, wenn ich an die Folgen denke.
Eigentlich bin ich ja Optimist, andererseits denke ich auch logisch.

Ich will ja mein kleines privates Glueck und das grosse, ganze interessiert mich dabei nur, wenn es mich betrifft. Und bei einer solchen Riesensache betrifft es uns leider alle.

Don
Gespeichert
Paraguay2es
Gast
« Antwort #13 am: Dezember 05, 2006, 08:58:53 »

Apolda,guten Tag!
Ich teile das Wasser-Szenario....es gibt schon jetzt überall in der Welt Auseinandersetzungen ums Wasser.
Selbst in Spanien gibt es enorme konstutionelle Auseinandersetzungen darüber....mit der Folge
dass es sein kann , dass man die grossen Massen-Produzenten von Gemüse im Südosten irgendwann
trocken laufen lässt.Eitelkeiten ohne Ende in wasserreichen Gebieten provozieren Verzerrungen und Neid ohne Ende.Bestechung und Korruption regiert auch hierbei.
Langfristige Modelle bedeuten IMMER Einschränkungen .....was auch gut ist.... erzeugen aber eben
Überschüsse in wasserreichen Gebieten.
Ob Paraguay LANGFRISTIG so viel überschuss haben wird , hängt neben der Anden-Entwicklung auch von politischen Willensbildungen ab.Ich halte die Chancen aber für nicht schlecht.
 Grin
Man entwickele ein Projekt einer paraguayischen Wasser-Pipeline durch Investition von Kommanditisten
das Wasser in bestimmte Gebiete Argentiniens oder gar Chile liefert....und rufe mich an....!Ich wäre dabei!! Cool
Gruss!
Gespeichert
Paraguay2es
Gast
« Antwort #12 am: Dezember 05, 2006, 08:43:50 »



Guten Tag,Don H.,

mir hat das zitierte Dollar-Szenario -und die daraus resultierenden weltwirtschaftlichen Konsequenzen in einem Forum wie diesem Freude bereitet!Ich bin selbst Wirtschaftswissenschaftler mit Schwerpunkt "Finanzen"....und benutze gerne allgemein zugängliche "Meinungen" als Kontraindikatoren für
Prognosen.Denn Eines ist doch klar:wenn -wie Sie schreiben-ALLE Banker dieser Welt von einem "Dollar-Crash" ausgingen,dann gäbe es ja keinen "Markt" mehr....und da täglich Devisen v. 3000 Mrd. Dollar gehandelt werden umso mehr.....denn dann hätte JEDER dedr das wirklich denkt "längst seine Schäfchen in Euro,Gold,Yuan oder Guaranie {;>) .
Bitte gehen Sie davon aus,dass nirgends so manipulativ gehandelt wird wie an den Devisenmärkten.Schon ein "Husten" von Herrn Poulsen oder Herrn Bernanke erzeugt Grippe-Anfälle in der ganzen Welt.
Nein-in der Tat ist es so,dass ich nur noch darauf warte,dass meine Friseuse oder die Bild-Zeitung oder die spanischen Fussballzeitungen von den Chancen im Devisenhandel gegen den Dollar sprechen,um deutlich
meine Dollar-Prognosen f.2007 / 2008 zu erhöhen.Denn DANN haben wir für den Euro eine "Hausfrauen Rally.
Der Dollar -Wert....das gilt für ALLE Papierwährungen.....ist immer nur ein RELATIVER Wert zu anderen Währungen.Es gibt KEINEN Wert f.irgendein "Papier"....es sei denn es ist-wie noch 3-5 Währungen-goldgedeckt.Ist also die Situation in USA....oder in anderen Dollar-afinen Ländern....SO VIEL schlechter als in z. B. Europa....mit seinen ganzen verdeckten Verbindlichkeiten (Pensionen,Renten,Sozialleistungen,Konvergenzzahlungen etc)....in einem Umfeld sich dramatisch verschlechternder Demografie-Daten?Sicherlich nicht.Langfristig KANN Europa nur gegen Asien oder USA verlieren.Meine Analyse sieht -nach wie vor-für den Dollar relativ zum Euro langfristig deutlich anders aus:
(der Einfachheit halber habe ich einen Kommentar den ich gestern schrieb - leider in Englisch....aber das ist sicher kein Problem...hier hinein kopiert).Wenn Länder in Europa DIESE volkswirtschaftlichen Daten hätten wie die USA....so mancher würde sich die Hände lecken.....:

"Other than political perceptions, the fundamentals on the dollar continue to point to strengthening. The 2006 Federal budget deficit came in smaller than the CBO expected at a bit below 2% of GDP. Tax revenues continue to surge and should continue in 2007 possibly leading to a Federal budget deficit being pretty close to zero.

This is leading to a now sharply inverted yield curve as the supply of Treasury debt is not keeping up with demand for it. Gold and commodities had been falling through 2006 but that reversed in November (again, I think more for political risks than economic risks to the dollar).

I think by late 2007, there will be more deflationary pressure than inflationary. So I would still bet in the direction of a strengthening dollar"

Klar-das POLITISCHE Risiko für die letzte "Welt-Polizei" ist enorm gross....und kann ökonomische Logik schnell aushebeln.Wenn z. B. China sich entschliessen sollte,seine Reserven in Euro auf über 20% zu bringen,oder Iran sich entschliesst Öl nur noch in dem neuen Gold-Dinar zu faktorieren....oder Saudi Arabien "kippt"....dann "all bets are off".Kurzzeitig ist der Devisenhandel dann eine "voting-machine"....langfristig aber bleibt die RELATIVITÄT der Währungswerte.Und da ist mir die US-Politik allemal sicherer als das "Europäische Geeiere" à la Airbus oder EON/Endesa....oder eben die "zahnlose" EZB.

Gruss!

Gespeichert
Apolda01
Gast
« Antwort #11 am: Dezember 05, 2006, 03:08:15 »

Hans sagt:

"Wasserknappheit...

Natürlich kann man es schwerlich speichern.

Ob es sich die Länder leisten wollen, es zu importieren? Warum nicht das Wasser vor der Tür mit effizienten Anlagen aufbereiten, im Land verteilen und sich unabhängiger machen?

Bisher liest man wenig zu den Planspielen der Wissenschaftler, wie denn das als knapp prognostizierte Wasser beschafft bzw erzeugt werden kann.

Sicher ist, es wird genug Wasser da sein. Zu klären ist: Macht man es vor Ort brauchbar oder holt man es sich via Pipeline aus Ländern, in denen es im Überfluss vorhanden ist?

Ich halte es für eine interessannte Fragestellung, ob sich die Länder, nach der Abhängigkeit von Oel und Gas wieder leisten wollen, sich dann dem Wohlwollen der Wasserbesitzer anzuvertrauen? Wieder Stress, dann mit der W(asser)pec? Glaube ich nicht!"

>>>Das Problem mit der Wasserentsalzung ist der ausserordentlich hohe Energieverbrauch der dazu notwendig ist.....ein gewisser Anakronismus:wir verbrauchen Recourcen....und um das wieder aufzufangen....verbrauchen wir wiederum begrenzte Recourcen.Grosse Offshore-Windparks können in einigen Ländern der Welt die zur Entsalzung notwendige Energie einmal erbringen.In bevorzugten Ländern auch Offshore-Solar-Zellen Parks.
Es verbleibt jedoch ein gigantisch grosser-mit diesen Mitteln-nicht zu kompensierender Wasserbedarf.
Es wird deshalb durchaus vorstellbar sein,dass es grosse Pipelines gibt,die diese Gebiete z. B. ex Paraguay
mit Wasser versorgen.Allerdings kostet die Pumpleistung erneut Energie.....evtl. durch Solar-Hub-Stationen lösbar.Ähnlich wie bei an der Börse gelisteten Amerik.Ölpipelines wird es auch f. dieses Geschäft eine ausreichende Anzahl v. investitionswilligen Anlegern geben.

Zu Don H´s Zukunfts-Amageddon: unter diesem Szenario würde ich an Ihrer Stelle lieber nicht nach PY gehen.....es ist ein sehr "junges" Land,in dem die Gesellschaft Menschen braucht,die NACH VORNE schauen.
Zu viele Blicke zurück lähmen diesen Prozess.
Gruss


Hallo Paraguay2es,

Wasserknappheit ist kein Problem der Zukunft, dafür wurden schon
in der Vergangenheit Kriege geführt. Schauen wir derzeit mal Richtung
Israel, da dreht sich doch fast alles nur um den Zugang zum Wasser.

Natürlich gibt es genug Süßwasser, das ist aber ungleich verteilt. Die
wenigen Länder, die über Wasserreserven verfügen, können doch
jeden Preis verlangen, so wie heute mit dem Öl.

Mit einer Pipeline andere Länder zu versorgen ist möglich, aber der
Kunde muss das auch wieder bezahlen und ist vom Geberland abhängig,
eine Machtverteilung oder Krieg ist vorprogrammiert.
Und wenn ein kleines Land über Wasserreserven verfügt, Beispiel Paraguay, dann kommt der große Nachbar und nimmt sich das was er braucht!

Als alternative gibt es natürlich die Entsalzung, du hast das Problem
Energie bereits angesprochen und schon haben wir das nächste Problem,
die ist bei dem heutigen Stand der Technik um flächendeckend zu nutzen,
auch begrenzt. Solartechnik funktioniert in sehr heißen Gebieten nicht
störungsfrei, Windenergie schafft es auch nicht. Atomstrom ist zu gefährlich,
Beispiele gibt es genug.

Schauen wir mal Richtung Afrika, dort herrscht fast immer Wassermangel.
Die können sich keine Entsalzung, teure Energien oder Pipelines leisten.
Um zu überleben müssen die Auswandern oder Kriege führen, eine andere
Möglichkeit gibt es nicht.

Hier noch ein interessanter Artikel: http://www.bpb.de/publikationen/1HXEGQ,2,0,Klimawandel_%96_eine_weltweite_Gef%E4hrdung.html

Jetzt aber genug mit der Schwarzmalerei, meistens kommt es anders
als man denkt.

Gruss

Apolda01



Gespeichert
santiago
Hero Member
*****
Offline Offline

Beiträge: 1636



WWW
« Antwort #10 am: Dezember 04, 2006, 07:25:32 »

....nicht zu vergessen:Mexico.Die Wahlen in Venezuela sind "gelaufen".....und ich würde es begrüssen,
wenn wir uns wieder von dem "Schmuddel-Forum" verabschieden würden....
und das uns Alle betreffende Phänomen der "Links-Rucks" in
Lateinamerika beleuchten würden!



Leider nicht so einfach, wie es aussieht. Hier in MX konnte zwar letzten Freitag der Rechtsaussen Calderon als Praesident (unter grossem Pfeif Konzert u. Schlaegereien zwischen Abgeordneten) im Parlament vereidigt werden aber ob er 100% regierungsfaehig sein wird, steht noch in den Sternen.

Hier in LA haben sich die "physischen Gesetze" verdreht. Diejenigen Regierungen, die man als Rechtsaussen betrachten kann, sind Globalisten, pro-USA u. Anti Nationalisten geworden. Und die Linke, die in den 60igern die Internationale sangen, stehen heute ergriffen unter der nationalen Fahne und schmettern die Nationalhymne.

Weltweit exisitiert das Ungetuem "Globalisation" Die Europaer machen nichts dagegen, wie es aussieht, die asiatischen Pazific Staaten duerften auch schon resegniert haben mit Ausnahme Chinas u. ueber die wenigen Staaten, die sich dagegen wehren u. ihre eigene Identitaet bewahren wollen, schwebt das Schwert des militaerischen Saebelrasselns wie es dem Iran oder Nordkorea gerade passiert.

In LA wurde im letzten Jahrhundert eine wirtschaftliche u. politische Elite herangezuechtet, die ihre nationalen Resourcen skrupellos verkaufen, im Tausch gegen sehr grossen persoenlichem Reichtum, aus USA mit zusaetzlichen Waffen ausgeruestet um das Volk, wenn es dazu noetig ist einfach zu vernichten. Das ist natuerlich der letzte Schritt, vorher haelt man dem Volk verschiedene Knochen hin, um sie beim Existenzminimum bei Laune zu halten.

Wirklich, bleibt nur zu hoffen, dass die "Voelker" in LA von politischen Fuehrern aufgeweckt werden, wie in diesem thread bereits kommentiert, koennte PY z.B. in naher Zukunft bald eine fuehrende Rolle als Land mit grossen Wasser Reserven spielen. Und diese "naturale resources" fuer oder von wem sind die? Fuer PY und seinem Volk, dass endlich mal das Land was haette, seinen natuerlichen Reichtum in klingende Muenzen umzuwandeln, damit die Infrastruktur des Landes, das Erziehungs u. Gesundheitswesen auf Vordermann gebracht werden kann, die Lebensqualitaet der Bewohner steigen koennte, oder nur die alte Story: Ein paar Reiche werden noch reicher, die Besitzer der PY resourcen ist ein internationales Konsortium, wahrscheinlich mit der Bush family u. die Leute in PY bleiben so arm wie immer.

Der Umsturz dieses Systems ist schon lange faellig, warten wir auf die ECHTEN Patrioten. Wie sagte doch der Mexicaner Emiliano Zapata: Lieber aufrecht sterben, als auf Knien zu leben.

Gruss
Santiago

Gespeichert

EIN GANZ NEUER FOTOBLOG UEBER JALISCO, MEXICO.

http://lmk-photography.blogspot.com/
Don Holiday
Gast
« Antwort #9 am: Dezember 04, 2006, 06:00:28 »

Hallo Paraguay2es,

mein "Zukunfts-Armageddon" - ich haetts nicht schoener formulieren koennen.

Aber was wird passieren? Der Dollar wird in absehbarer Zukunft seine derzeitige Rolle aufgeben MUESSEN. Die Amis, ja fast die ganze Welt will das verhindern. Aber die asiatischen Staaten sammeln hunderte Milliarden Dollar in ihren Tresoren, oder sind es schon tausende?
USA ist mit (bekannten) 7.000 Milliarden Dollar verschuldet. Wieviel Dollar sind ausserdem noch in Bank- und Privattresoren? Wieviele Aktien von amerikanischen Firmen sind in Europa oder Asien oder Arabien? Dubai macht es vor, die legen ihre Dollar jetzt in Steine an. Nur wer will in ein paar Jahren dahin?

Die Baenker und Normalos auf der ganzen Welt begreifen langsam, dass die USA NIEMALS ihre Schulden zurueckzahlen und ihre Dollar einloesen koennen. Viel Staaten haben langsam ihren Dollarbestand verringert. Den haben amerikanische Freundesstaaten aufgekauft. Sogar das arme PY hat seinen Beitrag geleistet.

Aber irgendwann ist Schluss. Die USA finden dann nicht mehr genug Geldgeber um ihr Leben auf der Uberholspur weiter zu geniessen.
Was dann passiert, koennen Dir Wirtschaftswissenschaftler besser als ich erklaeren.

Mich hat nur stark beruehrt, dass ein Wirtschafts-Nobelpreis-Traeger in einem Interview vor kurzem sagte, dass ALLE Wirtschafter und Baenker, die er kennt, von einem Dollarcrash ausgehen. Einige reden schon "bald".

Was passiert dann? Ein "Armageddon"?

Was passiert denn, wenn die Grundlage des gesammten Handels auf der Welt wegbricht? Ich hoere auch von keiner Seite beschwichtigende Worte. Im Gegenteil, das ganze Thema wird von offizieller Seite tot geschwiegen. Wahrscheinlich ist fuer alle Evantualitaeten alles vorbereitet, das klappt dann so toll. wie derzeit im Irak. Die "Spezialisten" haben alles richtig gemacht.

Oli! Was sagst Du?

Don

Was das "Nach Vorne schauen" angeht, ich moechte in PY das Leben geniessen. Nichts aufbauen (ausser ein paar Haeuser) keine Fabrik, keinen Export von pyischen Artikeln, von der Warte aus bin ich vielleicht der falsche. Da sollten die Jungen ran! Aber die wollen ja Geld verdienen und koennen gar nicht investieren.
Von meinem mitgebrachten Geld koennen wenigstens ein paar pyische Familien ihren Lebensunterhalt bestreiten - jedenfalls so lange bis der Crash kommt, dann muessen wir weiter sehen.
Gespeichert
Paraguay2es
Gast
« Antwort #8 am: Dezember 04, 2006, 04:19:15 »

Hans sagt:

"Wasserknappheit...

Natürlich kann man es schwerlich speichern.

Ob es sich die Länder leisten wollen, es zu importieren?  Warum nicht das Wasser vor der Tür mit effizienten Anlagen aufbereiten, im Land verteilen und sich unabhängiger machen?

Bisher liest man wenig zu den Planspielen der Wissenschaftler, wie denn das als knapp prognostizierte Wasser beschafft bzw erzeugt werden kann.

Sicher ist, es wird genug Wasser da sein. Zu klären ist: Macht man es vor Ort brauchbar oder holt man es sich via Pipeline aus Ländern, in denen es im Überfluss vorhanden ist?

Ich halte es für eine interessannte Fragestellung, ob sich die Länder, nach der Abhängigkeit von Oel und Gas wieder leisten wollen, sich dann dem Wohlwollen der Wasserbesitzer anzuvertrauen? Wieder Stress, dann mit der W(asser)pec? Glaube ich nicht!"

>>>Das Problem mit der Wasserentsalzung ist der ausserordentlich hohe Energieverbrauch der dazu notwendig ist.....ein gewisser Anakronismus:wir verbrauchen Recourcen....und um das wieder aufzufangen....verbrauchen wir wiederum begrenzte Recourcen.Grosse Offshore-Windparks können in einigen Ländern der Welt die zur Entsalzung notwendige Energie einmal erbringen.In bevorzugten Ländern auch Offshore-Solar-Zellen Parks.
Es verbleibt jedoch ein gigantisch grosser-mit diesen Mitteln-nicht zu kompensierender Wasserbedarf.
Es wird deshalb durchaus vorstellbar sein,dass es grosse Pipelines gibt,die diese Gebiete z. B. ex Paraguay
mit Wasser versorgen.Allerdings kostet die Pumpleistung erneut Energie.....evtl. durch Solar-Hub-Stationen lösbar.Ähnlich wie bei an der Börse gelisteten Amerik.Ölpipelines wird es auch f. dieses Geschäft eine ausreichende Anzahl v. investitionswilligen Anlegern geben.

Zu Don H´s Zukunfts-Amageddon: unter diesem Szenario würde ich an Ihrer Stelle lieber nicht nach PY gehen.....es ist ein sehr "junges" Land,in dem die Gesellschaft Menschen braucht,die NACH VORNE schauen.
Zu viele Blicke zurück lähmen diesen Prozess.
Gruss
Gespeichert
Don Holiday
Gast
« Antwort #7 am: Dezember 04, 2006, 12:05:45 »

Hey Leute,

ich kenne derzeit leider keinen Politiker mit soviel Weitsicht, wie sie zB Herbert Wehner und Franz-Josef Strauss (und ein wenig auch Helmut Schmidt) hatten.

Ein Politiker dieser Qualitaet koennte uns die Zukunft aufzeigen und die Menschen koennten sich in irgendeiner Art darauf vorbereiten. Nur - jetzt haben wir nur noch Machtpolitiker, die - sollten sie ueberhaupt irgendeine Intelligenz besitzen - diese nur fuer ihre eigene Machterhaltung einsetzen.

Ich befuerchte, dass in den naechsten - sagen wir - zwanzig Jahren ein grosser Bumms passiert, der die Welt total umkrempeln wird. Der Dollar wird durch die Handlungen der USA zerstoert werden und mit ihm die Basis der gesammten Weltwirtschaft. Die Folgen der einzelnen Laender kann ich nur in Nuancen einschaetzen. Die grossen Exporteure China. Japan und Deutschland werden am meisten bluten. Die Wirtschaft Chinas bricht total zusammen, der Fall Deutschlands kann vielleicht von der EU etwas gebremst werden, Japan kapselt sich ab und spielt nur noch mit sich selbst.

Suedamerika duerfte sowieso so instabil sein, dass man sich dort ALLES vorstellen kann. Von der Revolution ueber den Kommunismus bis zur Militaer-Diktatur.

PY hat den grossen Vorteil, so fruchtbar zu sein, dass groessere Hungersnoete ausbleiben koennen. Dadurch ist der Zwang zur Revolution niedriger, als in manch anderen Staaten.

Aber viel liegt an der politischen Fuehrung. Vielleicht wird alles umgekrempelt. Es ist ja ein riesiges leeres Land.

Zum Abschluss: In dieser Situation - die garantiert kommt - koennte man in D RELATIV sicher sein. Die Bevoelkerung hoert auf die Obrigkeit, Polizei und Justiz funktionieren, es koennte glimpflich abgehen. Glimpflich heisst, ohne Revolution, ohne viele Tote, ohne grosse Hungersnoete.

In Py wuerd ich mich aber dann aehnlich sicher fuehlen. Die begrenzte Anarchie kann mit genuegend Waffen und Organisation in unserem direktem Umkreis in Schach gehalten werden.

Don
Gespeichert
hansw
Gast
« Antwort #6 am: Dezember 04, 2006, 12:03:46 »

Hallo Hansw,

vom Linksdruck zum Wasser, warum nicht.

Die Klimaerwärmung führt Prognosen zufolge dazu, dass die Schneeschmelze immer früher eintritt und ein Großteil des Wassers auf Grund fehlender Speichermöglichkeiten ungenutzt ins Meer abfließt. Die Sommermonate
werden noch heißer und der Wasserverbrauch steigt bei steigender Weltbevölkerung!
 
In verschiedenen Studien über die Klimaerwärmung wird meistens das Problem Wassernknappheit
mit angeführt. Das was knapp ist, kostet auch viel Geld!

Gruss

Apolda01


Wasserknappheit...

Natürlich kann man es schwerlich speichern.

Ob es sich die Länder leisten wollen, es zu importieren?  Warum nicht das Wasser vor der Tür mit effizienten Anlagen aufbereiten, im Land verteilen und sich unabhängiger machen?

Bisher liest man wenig zu den Planspielen der Wissenschaftler, wie denn das als knapp prognostizierte Wasser beschafft bzw erzeugt werden kann.

Sicher ist, es wird genug Wasser da sein. Zu klären ist: Macht man es vor Ort brauchbar oder holt man es sich via Pipeline aus Ländern, in denen es im Überfluss vorhanden ist?

Ich halte es für eine interessannte Fragestellung, ob sich die Länder, nach der Abhängigkeit von Oel und Gas wieder leisten wollen, sich dann dem Wohlwollen der Wasserbesitzer anzuvertrauen? Wieder Stress, dann mit der W(asser)pec? Glaube ich nicht.

Hans
Gespeichert
Apolda01
Gast
« Antwort #5 am: Dezember 04, 2006, 11:48:57 »

Hallo Hansw,

vom Linksdruck zum Wasser, warum nicht. 

Die Klimaerwärmung führt Prognosen zufolge dazu, dass die Schneeschmelze immer früher eintritt und ein Großteil des Wassers auf Grund fehlender Speichermöglichkeiten ungenutzt ins Meer abfließt. Die Sommermonate
werden noch heißer und der Wasserverbrauch steigt bei steigender Weltbevölkerung!
 
In verschiedenen Studien über die Klimaerwärmung wird meistens das Problem Wassernknappheit
mit angeführt. Das was knapp ist, kostet auch viel Geld!

Gruss

Apolda01
Gespeichert
hansw
Gast
« Antwort #4 am: Dezember 04, 2006, 11:27:38 »

Ich kann mir durchaus vorstellen, dass nach dem zu erwartenden Linksruck in diesen Ländern eine grössere Investitions- und Rechtssicherheit bestehen wird als heute. Dann haben die Länder den von vielen erwarteten Enteignungs- bzw Umverteilungsprozess hinter sich. Wie auch immer der ausgehen mag, dann ist erst einmal (mehr)  Ruhe.

Auch glaube ich, dass es sich heute kein Land mehr wirklich leisten kann, Investoren pauschal und in grossem Umfang zu enteignen. Die Umverteilungen werde also eher innerhalb der eigenen Schichten statt finden. Vielleicht führt es sogar zu mehr sozialer Ruhe? Eine wütende Bevölkerung auf den Strassen schafft definitiv keine stabilen Arbeitsbedingungen.

Ob Amerika mit seiner Kanonenbootpolitik auch in den kommenden Dekaden ein stabiler Pfeiler für die Weltwirtschaft bzw. Südamerika bleibt, ist zmindest fraglich. Noch ein paar Präsidenten wie den Letzten, und die Isolation der USA wird wachsen. Aber ich meine ja irgendwo im Web eine Immoanzeige zur Vakanz seiner Wohung gelesen zu haben. Also ist der bald Geschichte.

Die Interessenlagen Amerikas ändern sich schnell. Siehe Irak: Jahre lang wurde Saddam von den USA gestützt, weil es ihren Interessen diente. Und nun? Das wird vielen ein mahnendes Beispiel sein.

Es ist auch müssig darüber zu philosophieren, was wir Europäer von den Veränderungen in SA halten. Sie werden kommen, dass zeichnet sich eindeutig ab.

Letztendlich geht es um die Lebensqualität der Menschen, die dort leben. Und bis die sich bessert, wird viel Blutzoll bezahlt werden müssen.  Das macht mir mehr Sorge, als der Besitz der herrschenden Oberschicht. 

Ob Wasser wirklich in Zukunft zu flüssigem Gold wird? In Europa haben sich ja gerade einige grosse Multis von diesem Geschäftszweig getrennt, wenn ich das richtig gelesen habe. Die durch die klimatischen Bedingungen erzeugte Schmelze der Eisschichten führt ja auch in Zukunft zu einem MEHR an Wasser. Die Technik zur effizienten und massenhaften Aufbereitung desselben wird eher ein Zukunftsfaktor sein als der Besitz desselben.


Grüsse vom Hans,
Gespeichert
Apolda01
Gast
« Antwort #3 am: Dezember 04, 2006, 10:42:37 »

Chile hat mit Sicherheit eins der stabilsten Systeme, Paraguay
ist momentan Lichtjahre davon entfernt!

Wenn es eine klare Zuteilung oder Listen für Enteignungen geben
würde, dann hätte jeder Investor etwas in der Hand und weiß
wie viel ihm zusteht ohne der Gefahr ausgesetzt zu sein, enteignet
zu werden.
 
Ich sehe das Problem nicht nur bei der staatlichen Enteignung,
sondern auch bei den Landbesetzungen durch landlose Bauern.
Die bekommt man nicht so schnell von seinem Land, nicht selten
endet so etwas in einer wilden Schiesserei.

Würde man das Land aber gerecht auf die Bevölkerung aufteilen,
dann gäbe es diese Probleme nicht mehr so stark. Es gäbe mehr
Arbeit und dadurch mehr Kaufkraft, das sich wiederum in Steuerzahlungen
widerspiegelt und dadurch kann der Staat wiederum mehr in Sozialsysteme
investieren. Geht man so radikal durch die verschiedenen Branchen, dann
könnte man einiges spürbar zum positiven verändern und somit auch die
Korruption eindämmen.

Gruss

Apolda01
 
Gespeichert
Paraguay2es
Gast
« Antwort #2 am: Dezember 04, 2006, 10:22:59 »

"Ich gehöre zwar nicht zur  „intellektuellen Elite“ Grin

>>>>Also wer denn dann?Huh!!!

Wasser:ja die ANALYSE und auch die vermeinlichen Beweggründe v. Sen. Bush sind richtig.
Habe im Hinblick auf "Enteignungen" aber ganz andere Modelle der "Anreicherung" von¨
armen Bevölkerungsschichten vor Augen.....in Chile ist das doch auch alles gelungen!
Das chilenische Pensionssystem halte ich z. B. für das Modernste der Welt!

Enteignungen würden Leute wie mich und andere - weit potentere-Investoren von PY
abschrecken....und genau das Gegenteil erzeugen.
Bei Bolivien steht die Prüfung noch aus.....ich vermute,denen geht es in 5 Jahren schlechter als jetzt!
Gruss!
Gespeichert
Apolda01
Gast
« Antwort #1 am: Dezember 04, 2006, 09:36:20 »

Ich gehöre zwar nicht zur  „intellektuellen Elite“, gebe aber trotzdem gerne
meinen Senf dazu ab.

In so verarmten Ländern wie Süd- und Mittelamerika, wo der weniger
Reichtum nur unter eine Handvoll Leute aufgeteilt wird, ist der
Linksdruck doch nur verständlich.
Eine Mittelschicht so wie wir sie hier (noch) kennen, gibt es fast nicht.

Die breite Masse von Armen Menschen möchte auch leben, der Großteil
lebt unterhalb des Existenzminimums!
Ich kann die Menschen schon verstehen und toleriere auch einen gewissen grad an
„Zwangsenteignungen“! Warum muss ein Großgrundbesitzer zig tausend Hektar
 Land über Jahre brach liegen lassen? Das kann man besser auf die Bevölkerung aufteilen. Jeder soll soviel Land haben, wie er auch bewirtschaften und nutzen kann.
Generell sollte man je nach Wirtschaftbetrieb und Privatperson eine Hektarzahl nennen, die dann auch nicht mehr enteignet werden kann, dass schafft Rechtssicherheit.

Über das Wasser habe ich irgendwo mal einen interessanten Bericht gelesen,
das in den nächsten 20 Jahren Süßwasser knapp wird und ähnliche Preise
wie Öl erzielen soll. Wenn das stimmen sollte, dann wird Paraguay irgendwann
mal eins der reichsten Länder der Erde  Cheesy   Ein Grund warum der amerikanische
Präsident Land in Paraguay erworben hat?!


Apolda01




Gespeichert
Paraguay2es
Gast
« am: Dezember 04, 2006, 08:26:43 »

....nicht zu vergessen:Mexico.Die Wahlen in Venezuela sind "gelaufen".....und ich würde es begrüssen,
wenn wir uns wieder von dem "Schmuddel-Forum" verabschieden würden....
und das uns Alle betreffende Phänomen der "Links-Rucks" in
Lateinamerika beleuchten würden!

Mein Eindruck:solange Rohstoffe in DIESEM Ausmass von China/Indien nachgefragt werden (und das kann lange dauern.....ich will von "Peak-Oil" garnicht reden....sondern nur "normales"Wachstum)....
werden alle Länder,die über ein starkes Gefälle zwischen Arm und Reich verfügen , latent
empfänglich für Links-Populismus bleiben.
Danach wird sich das alte Muster wieder zeigen.....die USA werden als Hort der Stabilität
empfunden werden.
Gleichzeitig:der Dollar wird zu einer gewissen Stärke zurückfinden.....und die in Dollar-denominierten
Rohstoffe werden auch dann Lateinamerika helfen,die Sozialsysteme zu verbessern.

Paraguay hat Reichtum im Bereich Wasser....dafür gibt es keinen - bisher jedenfalls-internationalen Markt.

Trotzdem:mich macht dieser Links-Ruck auch in Bezug auf Paraguay etwas nervös.

Es fehlt natürlich die Geschlossenheit "der Armen"....die man in Venezuela oder Bolivien vorfindet.....trotzdem:die Boden-und Eigentumsrechte sind zumindest gefährdet!

das Feuer lodert in der Nähe der Sprengstoff-Lager n.m.M. .

Was denkt die "intelektuelle Elite "hier?!

Gruss!
Gespeichert
Seiten: 1 2 3 4 [5]   Nach oben
  Drucken  
 
Gehe zu: