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Paraguay2es
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« am: Oktober 10, 2006, 07:25:48 » |
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Wenig Gep?ck, aber Visionen im Kopf
Friedhelm Angersbach Sen. machte ?87 das Hotel "Westfalenhaus" auf, sein Sohn (l.) das "Porta Westfalica". (Bild: Moritz F?rster)
Ascuncio?n/Paraguay. Der ehemalige B?nener Friedhelm Angersbach wanderte ebenso wie sein Sohn nach Paraguay aus. Mittlerweile sind beide erfolgreiche Hotelunternehmer in der Hauptstadt des Landes.
Von Moritz F?rster Seit 22 Jahren wohnt Friedhelm Angersbach jetzt schon in Paraguay. Als er in den 80er Jahren auswanderte, fing er bei Null an. Heute ist er Besitzer des Hotels "Westfalenhaus". Sein Sohn Friedhelm Angersbach Junior bet?tigt sich ebenfalls im Tourismus und gr?ndete das "Porta Westfalica".
1982 fragte ein Bekannter Friedhelm Angersbach, ob er nicht Heizungen in Chile verkaufen wolle. Angersbach ?berlegte nicht zweimal. Reisen, das war schon immer seine Leidenschaft. Als Jugendlicher trampte er nach England, Spanien und runter nach Afrika. Chile, da lie? er sich nicht zweimal bitten.
Und er verkaufte tats?chlich Heizungen in Chile, doch als neuen Wohnort w?hlte er Paraguay. Auf dem Hinweg nach Chile musste er eine Woche in Ascunci?n verweilen, der Hauptstadt Paraguays.
Doch statt genervt auf die Wartezeit zu reagieren, sagten ihm Land und Leute auf Anhieb zu. "Die Leute sind hier einfach viel menschlicher als in Europa."
Friedhelm Angersbach verkaufte seine Heizungen in Chile, reiste zur?ck nach Deutschland, packte 1984 seine Koffer und wanderte endg?ltig nach S?damerika aus. Zusammen mit seiner Frau Gabriele hatte er damals nicht viel im Gep?ck, daf?r einige Visionen im Kopf.
Zun?chst versuchte der fr?here B?nener, Sanit?ranlagen zu verkaufen, dann Heizungen. "Das klappte aber nicht. Unsere Produkte waren f?r den paraguayischen Markt viel zu teuer."
Also machte er 1987 das Hotel "Westfalenhaus" auf. "Und ich hatte von Anfang an Gl?ck", erinnert sich Angersbach heute. Zuerst kamen viele ?sterreicher, dann die Gesch?ftsleute. Friedhelm Angersbach hatte anfangs acht Zimmer, im Laufe der Zeit erweiterte er auf 15 Zimmer, irgendwann waren es 30, und heute sind es 50.
Das Hotel "Westfalenhaus" ist inzwischen eine der angesagtesten Adressen in ganz Paraguay. Es kommen Gesch?ftsleute aus der ganzen Welt. Deutsche, Japaner, US-Amerikaner, S?damerikaner. "Ich wollte immer eine multikulturelle Atmosph?re schaffen", erkl?rt der Hotelunternehmer. Das ist ihm anscheinend gelungen, wobei das Hotel nicht umsonst "Westfalenhaus" hei?t. Hier gibt es ein westf?lisches Wappen, dort eine Fahne. Es entsteht eine harmonische Mischung aus Heimaterinnerung und Internationalit?t.
Mittlerweile hat sich ein zweiter Angersbach im paraguayischen Hotelgewerbe einen Namen gemacht: Friedhelm Junior brach in den 90er Jahren mit Motorrad auf, um auf Weltreise zu gehen. Sein erstes Ziel: Paraguay. Viel weiter ist er dann auch nie gekommen. "Das Motorrad steht noch heute in der Garage", schmunzelt er.
Zuerst organisierte Friedhelm Junior Touristenfahrten in Paraguay, dann verkaufte er Motorr?der. Irgendwann sagte er sich dann: Was der Alte kann, das kann ich auch...
Wenig sp?ter, Ende der 90er Jahre, er?ffnete er dann das "Porta Westfalica". Im Gegensatz zum "Westfalenhaus" bietet dieses vor allem Besuchern Unterkunft, die l?nger im Land bleiben wollen. "Ich vermiete meine Apartments in erster Linie an ausl?ndische Ingenieure, die meisten bleiben ungef?hr ein Jahr." Die Konkurrenz zum Vater bleibt also eher klein. Gepr?gt ist ihre Beziehung eher von Harmonie. Mal gibt es ein gemeinsames Fr?hst?ck, mal einen kleinen Familien-Ausflug.
Friedhelm Senior hat in Paraguay noch zwei weitere Kinder bekommen. Friederike (19) und Bo (22) f?hlen sich wohl in S?damerika. In B?nen sind sie alle zwei Jahre, doch ihre Heimat ist Ascunci?n.
Das gleiche gilt auch f?r Friedhelm junior. Der sagt ?ber sich selbst: "Ich bin paraguayischer als Maniok (traditionelles Gem?se der Paraguayer, d.R.)!"
06.10.2006
M?pkenbrot fehlt sehr
F. Angersbach ist erfolgreicher Hotelunternehmer in Paraguay. (Bild: F?rster)
HINTERGRUND
· Die Familie Friedhelm Angersbach ist in Paraguay heimisch geworden. Der 40-j?hrige Friedhelm Junior hat mittlerweile eine uruguayische Frau und ist bereits selbst Familienvater. Und so sind die Angersbachs rundum gl?cklich in der Ferne.
· W?hrend Friedhelm Junior nur alle ein bis zwei Jahre zur Weihnachtszeit in die Heimat zur?ckkehrt, ist der Vater zumindest zweimal im Jahr in B?nen. Auf was er sich dort freut? "Auf M?pkenbrot, das Einzige, was mir in Paraguay wirklich fehlt." (MoF?)
06.10.2006
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