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Thema: News aus Paraguay (Gelesen 5605 mal)
AlterGermane
Gast
Re: News aus Paraguay
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Antwort #21 am:
September 05, 2006, 03:57:32 »
Lieber Freund Apolda, finde es nicht so gut, Nachrichten im Vollauszug von anderen Seiten zu klauen und voll ohne Quellenangabe zu ver?ffentlichen.
Ein ehrlicher Mensch macht sich einen Auszug, d. h. er zitiert und verweisst auf den Rechteinhaber.
Gr?sse Alter Germane
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apolda01
Gast
Re: News aus Paraguay
«
Antwort #20 am:
September 04, 2006, 11:37:38 »
Nationale Nachrichten
Montag, 04/09/2006
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Yguaz?: In der Zone von Alto Parana sind am letzten Freitagabend drei Lastkraftwagen, die mit Elektroger?ten beladen waren, ?berfallen worden. Der Vorfall ereignete sich auf der Ruta 7, etwa 10 Kilometer hinter einer Polizeikontrolle. Die drei Lastwagenfahrer hielten an einer vorget?uschten Polizeibarriere, an der sie dann von etwa 20 Personen ?berfallen wurden. Die T?ter hatten sich dabei als Polizisten verkleidet und waren mit Gewehren groben Kalibers bewaffnet. Dies ist bereits der vierte Raub?berfall in der Zone von Alto Parana innerhalb von 8 Tagen. Die Lastkraftwagen geh?ren der Firma Import-Export Discovery, die durch den ?berfall etwa 300 tausend Dollar einb?ssen musste. (abc)
Filadelfia: Die letzte Gruppe wildlebender Ayoreos im Chaco f?hlt sich von dem zunehmenden Landverbrauch durch die Estancien bedroht. Die betreffende Gruppe, die sich in der Zone von Campo Norte im Nordwesten von Teniente Montan?a aufh?lt, befindet sich in einer schwierigen Lage. Wie Verwalter der Viehstationen in dem Gebiet gegen?ber ABC Color berichteten, k?nnte beobachtet werden, dass die Einheimischen nicht mehr w?ssten, wohin sie noch gehen sollten, da sich die Buschfl?chen allm?hlich verringern. Die einheimische Vereinigung der Ayoreos in Paraguay, UNAP vertritt die Meinung, dass man diese wildlebenden Ayoreos im Busch lassen sollte und darauf warten sollte, dass sie von sich aus in die Zivilisation kommen. Laut den F?hrern der UNAP, gebe es heute viele alte Leute in den Ayoreo Siedlungen, die es bereuen den Busch verlassen zu haben, weil sie gehofft hatten in der Zivilisation eine besseres Leben zu finden.
Asuncion: Paraguayische Gesch?ftsleute nehmen an einer Messe in Japan teil. Eine Gruppe nationaler Unternehmer bereitet sich f?r eine Ausstellung in Tokio vor, an der sich ebenfalls Unternehmer aus Bolivien und Uruguay beteiligen. Die betreffende Expo findet im November diesen Jahres statt. Paraguay, Bolivien und Uruguay sind die einzigen eingeladenen L?nder die ihre Exportprodukte und ihre Tourismussektor auf dieser Messe pr?sentieren d?rfen. Im vergangenen Jahr exportierte Paraguay Waren im Wert von mehr als 18 Millionen Dollar nach Japan. Zu den ausgefahrenen Produkten geh?rten unter anderem Sesam, Pilze, Yerba Mate, organischer Zucker, ?l, Naturkohle und Kleidungsst?cke. Japanischen Experten zufolge k?nnte Paraguay seine Exportliste jedoch um viele andere Produkte wie Maiz, Parquet, Fr?chte, Stevia und Leder erweitern.
Asuncion: Paraguay investiert j?hrlich 5 Millionen Dollar um die Aftosakrankheit an der Grenze zu Brasilien zu kontrollieren. Wie der Leiter der Senacsa, Hugo Corrrales gegen?ber der Presse bekanntgab, wolle man nun erreichen, dass die "Interamerikanische Gruppe zum Kampf gegen die Aftosa" einen Teil dieser Unkosten ?bernehme. Corrales sprach dabei von etwa 10 bis 15 Prozent der gesamten Summe. Wenn die interamerikanische Gruppe den Kampf gegen die Maul und Klauenseuche wirklich unterst?tzen wolle, dann erwarte Paraguay auch eine finanzielle Mithilfe, so Corrales.
Asuncion: Oviedoanh?nger wollen durch einen Hungerstreik die Freilassung ihres F?hrers erreichen. Die gesundheitliche Lage der f?nf Streikenden, die der Unace Partei angeh?ren, wird kritisch. Der Hungerstreik hat am vergangenen Donnerstag vor dem Justizgeb?ude in Asuncion begonnen. Die Streikenden, die die Freilassung von Lino Oviedo verlangen, nehmen seit Tagen keine Fl?ssigkeit und kein Essen zu sich. Am Samstag sollten die f?nf Mitglieder der Unace zum Krankenhaus gebracht werden. Dies lehnten sie jedoch kategorisch ab. Wie die Teilnehmer des Streiks gegen?ber ABC Color sagten, w?ren sie dazu bereit, ihr Leben f?r die Gerechtigkeit und die Freilassung ihres F?hrers zu geben.
Asuncion: Die Opposition will ihre Haltung gegen?ber Staatspr?sident Duarte Frutos versch?rfen. Die drastischen Ma?nahmen wurden gestern w?hrend einer Sitzung in der Privatresidenz von Senator Miguel Carrizosa von Patria Querida beschlossen. Die Entscheidung beinhaltet unter anderem die Blockade s?mtlicher Gesetzesentw?rfe der Regierung im Senat. Dadurch seien laut Carrizosa Entscheidungen ?ber Bef?rderungen in den Streitkr?ften und der National-Polizei, die Zustimmung zu Auslands-Krediten sowie die Entsendung von Diplomaten und anderer Regierungsfunktion?ren betroffen. Die Ma?nahmen w?rden so lange aufrecht erhalten, bis Duarte Frutos von seinem Vorhaben, die Verfassung abzu?ndern, abr?ckt. Hauptgrund f?r die drastische Reaktion der Opposition ist die Beharrlichkeit mit der Duarte Frutos eine Verfassungs?nderung zu seiner Wiederwahl erzwingen will. (abc, lanacion)
Pedro Juan Caballero: Am vergangenen Wochenende sind der AntidrogenpolizeiSENAD in der Grenzstadt Pedro Juan Caballero zwei Drogenh?ndler ins Netz gegangen. Es handelt sich dabei um "Jos? Clyver Vilanova Cavalcante und um Jonathan Gim?nez Grance, Neffe des bekannten Drogenbosses, Jarvis Gim?nez Pavao. Beide gelten als Mitglieder der Bande von Fernandinho Beira Mar. Sie wurden in einem Hotel der Grenzstadt festgenommen und gestern unter starken Sicherheitsvorkehrungen auf die Dienststelle der SENAD, in Asuncion gebracht. Von dort aus sollen sie in k?rze nach Brasilien ausgeliefert werden. Die Festnahme der beiden Drogenh?ndler best?tigt den Verdacht der SENAD, da? das Drogenkartell aus Sao Paulo in Paraguay t?tig ist. Es wird vor allem f?r den illegalen Drogen- und Waffenhandel zwischen Paraguay und Brasilien verantwortlich gemacht. Gegen beide M?nner liegt ein internationaler Haftbefehl vor. (lanacion)
Pedro Juan Caballero: In der Hauptstadt des Departamentes Amambay wurde gestern ein gro?es Waffen-Arsenal entdeckt. Bei der Operation der Antidrogen-Polizei SENAD im Stadtteil General D?az fanden die Beamten ?ber 400 Handfeuerwaffen, an die 200 Gewehre sowie mehr als 8-tausend Schuss Munition. Dies ist der gr??te Waffenfund in der letzter Zeit. Die Waffen und Munition waren in schwarze Plastikt?ten verpackt und in einer 5 Meter tiefen Grube vergraben. Auf dem Waffenversteck wurde zur Tarnung eine Duschkabine errichtet. Es wird vermutet, da? die Waffen f?r Brasilien bestimmt waren. Es wird vermutet, dass sie an das Drogenkartell Primer Comando Capital, PCC in Sao Paulo gehen sollten. Die PCC ist eine kriminelle Vereinigung, die den illegalen Drogen- und Waffenhandel vom brasilianischen Bundesstaat Sao Paulo aus kontrolliert. Die Eigent?merinn des Grundst?ckes auf dem sich der Fundort befindet wurde festgenommen. Bei einem ihrer Verwandten sind bereits am 11. August eine gro?e Anzahl illegaler Waffen gefunden wurden. Er wird beschuldigt, der Hauptlieferant des Drogenkartells PCC zu sein. Laut Angaben des ermittelnden Staatsanwaltes Sixto Mart?n wird der Wert des Waffenfundes auf eine Million 200 tausend Dollar gesch?tzt.
Asuncion: Der Internationalen W?hrungsfonds IWF will die Kooperativen in Paraguay unterst?tzen. Dazu traf sich gestern eine Fachkomission zu Gespr?chen mit Vertretern dem Kontrollverband der Kooperativen INCOOP. Dabei wollten sie sich vor allem ?ber Fortschritte bei der Verwaltung von Wirtschafts- und Finanzdaten informieren. Neben einer Analyse der finanziellen Lage der Kooperativen wollen die IWF Vertreter die gr??ten Kooperativen besuchen und sich ein Bild von den Gesch?fts-F?hrungen machen. Wie der Pr?sident der INCOOP, Antonio Ortiz Guanes, mitteilte, sei es bereits der zweite Besuch der IWF-Delegation. F?r den 11. September ist zudem ein Seminar am Sitz der INCOOP geplant. Der Wirtschaftsexperte der Abteilung f?r Statistiken des IWF, Jos? Cartas, wird Vortr?ge halten. Zu dem Seminar sind vor allem die Buchf?hrer der gr??ten Kooperativen des Landes geladen. (abc)
Asuncion: Im Staats-Haushalt 2007 sind 107 Milliarden Guaranies f?r den Wohnungsbau vorgesehen. Weitere 91 Milliarden Guaranies sind f?r den Kauf von L?ndereien f?r Landlose Familien bestimmt. Die Finanzen f?r den Wohnungsbau werden von der Sozialbeh?rde SAS ?berwacht. Insgesamt sollen mi kommenden Jahr 1 tausend 670 Wohnungen f?r sozial schwache Familien gebaut werden. Zudem will der Nationale Wohnungsrat CONAVI weitere 34 Milliarden Guaranies in den Bau von Sozial-Wohnungen investieren. Dadurch sollen weitere 4 tausend 300 Familien ein Dach ?ber dem Kopf erhalten. So soll der Wohnungsmangel zumindest teilweise gedeckt werden. Zus?tzlich sollen 57 tausend Hektar Land an etwa 6-tausend Familien in l?ndlichen Gebieten verteilt werden. (abc)
Asuncion: In Asuncion findet heute ein Internationales Seminar zur Mutter-Kind-Gesundheit statt. An dem Treffen nehmen Vertreter aus Japan, Bolivien, M?xico, der Dominikanischen Republik, Guatemala und Nicaragua teil. Es handelt sich dabei Krankenpflege-Sch?ler, die gemeinsam mit ihren paraguayischen Kollegen ein Programm f?r integrale Betreuung im Bereich der Mutterkind-Gesundheit ausarbeiten wollen. Es soll vor allem in l?ndlichen Gebieten angewandt werden. Organisiert wurde das Seminar und der Einsatz der Freiwilligen von den Organisationen JICA und INEPO sowie dem Gesunstheits- uns Sozialministerium. (abc)
Asuncion: Der paraguaiysche Industrieverband UIP will die Regierung von der Notwendigkeit von Freihandelsabkommen ausserhalb des MERCOSUR ?berzeugen. Die Gewerkschaften, die der UIP angeh?ren, wollen einen entsprechenden Plan f?r ein Arbeitsgespr?ch erarbeiten, welcher der Regierung unterbreitet werden soll. Die Bem?hungen um ein Freihandelsabkommen mit L?ndern ausserhalb des MERCOSUR sollen besonders w?hrend der Woche der Industrie vorangetrieben werden. Aus Anla? des 70-j?hrigen Bestehens der UIP wurde diese Woche zur Woche der Industrie erkl?rt. In der vergangenen Woche war eine Delegation der Industrieunion nach Uruguay gereist, um die Bestrebungen Uruguays um ein Freihandelsabkommen mit den Vereinigten Staaten zu analysieren. Laut dem Leiter der UIP, Gustavo Volpes, soll festgestellt werden, ob Paraguay ebenfalls in der Lage sei, mit den USA ein solches Abkommen zu schlie?en. (lanacion)
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apolda01
Gast
Re: News aus Paraguay
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Antwort #19 am:
September 04, 2006, 11:19:00 »
Samstag, 02/09/2006
Asunci?n: Die Bearbeitungs-zeit der Dokumente f?r die Er?ffnung eines Unternehmens soll gek?rzt werden. Der Minister f?r Industrie und Handel, Jos? Mar?a Ib??ez k?ndigte dies gegen?ber den Mitgliedern des Verbandes der Werbe-industrie, CAP an. In 45 Tagen soll eine Verf?gung pr?sentiert werden, durch welche die Bearbeitungs-zeit von 72 Tagen bis auf 30 Tage reduziert werden soll. Der Staats-sekret?r sagte, dass die Einsetzung dieses Schemas Teil einer Politik zur Formalisierung der Wirtschaft und der Verbesserung des Handelsklimas sei. Dadurch soll eine Abteilung eingerichtet werden, bei der s?mtliche Formalit?ten f?r eine Unternehmens-gr?ndung ablaufen sollen. Die Herausforderung sei zun?chst, die Erlaubnis hinnerhalb von 30 Tagen fertigzustellen, sagte Ib??ez. Auf sp?teste im Januar oder Februar kommenden Jahres soll der Prozess bis 11 Tage verk?rzt werden. (ABC)
Asunci?n/Seoul: Die Stadtverwaltung von Asunci?n hat 50 Computer und 15 Motor-r?der erhalten. Die Schenkung mit einem Gesamt-wert von 70 tausend Dollar kam von der Munizipalit?t der koreanischen Stadt Song-Gu. Der B?rgermeister der Landesauptstadt, Enrique Riera erhielt den Beitrag vom koreanischen Botschafter, Byung Kwon Kim. Riera sagte, dass die Computer-einheiten in dem Bereich f?r Steuereinnahmen eingesetzt werden sollen, w?hrend die Motor-r?der f?r die Verkehrspolizei zur Verf?gung stehen werden. (uh)
Pedro Juan Caballero: In dieser Grenzregion wurde gestern ein Seminar zur Ausrottung der Maul- und Klauenseuche er?ffnet. An diesem nahmen Vertreter aus Paraguay, Brasilien und Bolivien teil. Wie Hugo Corrales, Leiter der Senacsa, mitteilte, komme es auf den Willen zur Zusammenarbeit in der Grenzregion an. Paraguay habe sich sehr stark f?r die Ausrottung der Seuche eingesetzt. Es sei nun an der Zeit, dass auch die Nachbarstaaten die gleiche Richtung einschlagen w?rden. Es helfe nichts, sich immer wieder nur gegenseitig f?r den Ausbruch eines Krankheitsherdes die Schuld in die Schuhe zu schieben. Die positiven Resultate in der Bek?mpfung der Krankheit habe Paraguay nur durch gut ausgef?hrte Ma?nahmen erhalten. Dr. Jamil Gomes de Souza, von der Direktion der Tiergesundheit in Brasilien sagte, sein Land sei wirtschaftlich stark beeintr?chtigt worden. Es m?sse sich nun neu f?r eine Bek?mpfung der Seuche einsetzen. Das Treffen lag im Rahmen von GIEFA, der interamerikanischen Gruppe zur Ausrottung der Aftosa. J?hrlich w?rden von GIEFA etwa 50 Millionen US-Dollar f?r die Bek?mpfung der Tier-Seuche ausgegeben. Das Seminar stie? bei den Viehz?chtern der Region auf gro?es Interesse. (abc)
Asunci?n: Laut einer Meldung des paraguayischen Verbandes f?r Internet, Capadi ist die paraguayische Kommunikations-gesellschaft, Copaco Schuld an den hohen Internetkosten. Copaco stellte vor Kurzem einen neuen Service f?r Internet vor, der die Preise der privaten Anbieter unterbot. Das Monopol habe der staatlichen Gesellschaft Vorteile gebracht, welche diese ohne Bedenken in gro?em Rahmen ausnutzte. Dass Copaco die bisher k?nstlich hochgehaltenen Preise nun senke, sei gesetzes-widrig, verlautete aus dem Kommunique. Im Gesetz stehe, dass ein staatliches Monopol-Unternehmen nicht Dienstleistungen anbieten d?rfe, die nicht in ?bereinstimmung der Bedingungen mit ihrer Konkurrenz seien. Diese Bestimmung m?sse eingehalten werden, fordert Capadi.
Asunci?n: Paraguay will Rindfleisch aus Brasilien und Argentinien importieren. Dadurch soll die Preis-steigerung auf dem Inlands-Markt gebremst werden. Ein entsprechendes Abkommen wurde gestern Abend von Regierungsvertretern und Unternehmern unterzeichnet. Unter anderem waren Mary LLorens, Leiterin der Fleischkammer und Angel Villalba von der Supermarktkammer, bei der Unterzeichnung des Abkommens zugegen. Auch Juan Carlos Granada von der L?ndlichen Vereinigung Paraguays, Hugo Idoyaga von Senacsa, und der Industrie- und Handelsminister, Jos? Mar?a Ib??ez, haben unterzeichnet. Ab n?chster Woche soll Fleisch zu Niedrig-Preisen angeboten werden. Wie Jos? Mar?a Ib??ez w?hrend einer Pressekonferenz mitteilte, seien die hohen Fleischpreises durch das geringe Angebot bedingt. Daher soll f?r eine ?bergangszeit Fleisch importiert werden. Auf diese Weise werde der Fleisch-Export nicht beeintr?chtigt. Rindfleisch werde derzeit zu H?chst-Preisen exportiert. Die Fleischeimporte werden unter Aufsicht der Senacsa stehen. Es soll auf keinen Fall der Status „Aftosa freies Land mit Impfung" gef?hrdet werden. Das Industrie- und Handelsministerium werde die Importgenehmigungen auf Anfrage vergeben. (abc)
Asunci?n: Landwirte beschweren sich ?ber von Brasilien auferlegte Exporthindernisse f?r Soja. Vertreter der Kammer der ?lverarbeitenden Betriebe, CAPRO, beklagten sich dar?ber bei Au?enminister, Rub?n Ram?rez Lezcano. Zudem baten sie den Kongress, das geplante Handelsabkommen zwischen Paraguay und Venezuela zu genehmigen. Der Soja-Anbau w?rde davon profitieren. Seit dem 1. Mai 2004 erhebt Brasilien Z?lle auf Sojaimporte in H?he von 9,25 Prozent des Warenwertes. Da Paraguay bis zu 60 Prozent der Soja-Ernte nach Brasilien exportiert, entstehen dadurch hohe Verluste. (abc)
Asunci?n/Rio de Janeiro: Die Wirtschafts- und Finanzminister des Mercosur trafen gestern in Rio de Janeiro zusammen. Dabei wurde ?ber die Abschaffung des US-Dollars als Leitw?hrung innerhalb des Mercosur gesprochen. Argentinien und Brasilien haben vorgeschlagen die eigenen W?hrungen f?r den Handel in S?damerika einzusetzen. 80 Prozent des Handels innerhalb des Mercosur werden zwischen den beiden L?ndern abgewickelt. Die Zentralbanken beider L?nder haben ein Pilotprojekt erarbeitet, das vorerst nur f?r den Handel zwischen Argentinien und Brasilien angewendet werden soll. Sp?ter soll es auf die ?brigen Mitgliedsl?nder ausgeweitet werden. Bei dem Gipfeltreffen des Mercosur, das f?r Dezember in Brasilien geplant ist, wird ein ausf?hrlicher Plan f?r den W?hrungswechsel vorgestellt werden. Ziel sei, dass bereits im Laufe des Jahres 2007 der Handel zwischen Argentinien und Brasilien entweder mit Reales oder Pesos abgewickelt werde. (abc)
Asunci?n: Der Botschafter von Taiwan, David Hu, k?ndigte gestern an, dass taiwanesische Investoren daran interessiert seien, in Paraguay Geld anzulegen. Bei einem Gespr?ch mit dem Au?enminister, Rub?n Ram?rez Lezcano, f?gte er hinzu, dass dies erst im n?chsten Jahr der Fall sein werde. Hu wies darauf hin, dass Paraguay und Taiwan stets darum bem?ht seien, den Wirtschafts-Austausch zu verst?rken. Beide L?nder m?ssten vermehrte Anstrengungen unternehmen, um taiwanesische Unternehmen f?r Investitionen in Paraguay zu gewinnen. Ram?rez Lezcano sagte zu, sich bei den Vereinten Nationen wieder f?r die Aufnahme Taiwans als Mitglied einzusetzen. Laut Lezcano habe sich der Inselstaat mit seinen 23 Millionen Einwohnern durch eine erfolgreiche Regierungspolitik ausgezeichnet. (abc)
Asunci?n: Der Vizepr?sident, Louis Castiglioni, appellierte an die ?ffentlichkeit mit den Naturresourcen verantwortungsbewu?t umzugehen. Bei der Er?ffnung des zweiten internationalen Forums ?ber verantwortlichen Soja-Anbau, wies er auf die immense Ausweitung der Anbaufl?chen hin. Im Departament Itap?a sei der Soja-Anbau besonders stark angestiegen. Paraguay sei durch den Einsatz moderner Technik und dem Engagement der Landwirte zum viert-gr??ten Sojaexporteur nach den Vereinigten Staaten, Brasilien und Argentinien aufgestiegen. Dadurch sei das Brutto-Inlands-Produkt um 65 Prozent angestiegen. Der wirtschaftliche Fortschritt habe gro?e Umweltsch?den mit sich gebracht. Die Artenvielfalt in Flora und Fauna sowie die Gesundtheit der Bev?lkerung seien dadurch beeintr?chtigt. Sheila Abed, vom Institut f?r Umweltrechte, wies darauf hin, dass in Paraguay die Umweltgesetze nur wenig beachtet werden. Im Sozialwesen werde kaum investiert. Zudem gebe es keine politischen Richtlinien f?r die l?ndlichen Entwicklung. (abc)
Asunci?n: Der Botschafter der Vereinigten Staaten, James Cason, beanstandet im Rahmen einer ersten Bilanz des Hilfs-Programms "Schwelle" die Haltung des paraguayischen Volkes. Es k?nne nicht von der Bek?mpfung der Korruption und des illegalen Warenhandels sowie einer Erh?hung der Steuereinnahmen gesprochen werden, ohne dass sich auch das Verhalten der Bev?lkerung ?ndere. Die geplanten Reformen erforderten nicht nur den Einsatz der ?ffentlichen Institutionen, sondern auch die Mitarbeit der gesamten Bev?lkerung. Paraguay bef?nde sich in einer Phase, in der schwerwiegende Entscheidungen getroffen werden m??ten. Die Regierung der Vereinigten Staaten habe ihr Vertrauen in Paraguay und seine Regierung gesetzt und Finanzen in H?he von 34,6 Millionen Dollar bereitgestellt. (abc)
Asunci?n/Dallas: Die US-amerikanische Flug-gesellschaft American Airlines will bald wieder den Flugverkehr nach Paraguay aufnehmen. Der Flug-Schalter von American Airlines am Flughafen in Asuncion wurde in den letzten Tagen komplett renoviert. Allerdings macht American Airlines die R?ckkehr von zwei Bedingungen abh?ngig. Die 6-prozentige Vermittlungs-geb?hr auf den Verkauf von Tickets m?sse beseitigt und die Flughafen-geb?hren reduziert werden. Die Nationale Direktion f?r zivile Luftfahrt Dinac hat bereits angek?ndigt, dass die Geb?hren erheblich gesenkt werden sollen.
Asuncion: Die Pastoren der Religionskonferenz in Paraguay organisieren heute und morgen die 4. Expo Carisma 2006. Mit der Konferenz sollen vor allem Jugendliche f?r ein christlichen Leben gewonnen werden. Die Veranstaltung findet im Colegio Teresiano statt. Die Organisatoren m?chten die Jugendlichen zum Nachdenken ?ber ein Leben mit Jesus Christus anregen. (abc)
NATIONALE ABENDNACHRICHTEN - FREITAG 01/09/06
Asunci?n: Am 14. September soll ?ber zwei Kredite abgestimmt werden. Es handelt sich hierbei um den Kredit der Interamerikanischen Entwicklungsbank, BID, in H?he von 30 Millionen US-Dollar und den Kredit der japanischen Bank f?r internationale Kooperation, in H?he von 186 Millionen Dollar. Das Geld der BID ist f?r die Finanzagentur f?r Entwicklung AFD bestimmt und der Kredit aus Japan f?r den Ausbau des Wasserkraftwerkes von Yguaz?. ?ber die Anleihe der BID konnte gestern nicht abgestimmt werden, da das gesetzlich vorgeschriebene Gutachten des Finanzministeriums nicht vorlag. (abc)
Guarambare: Um die 25 Millionen Guaranies wurden in der letzten Nacht aus den Gesch?ftsr?umen der Cooperative Emiliano R. Fernandez gestohlen. Dies meldete die ?rtliche Polizeidienst-stelle. Die Einbrecher hatten ein Loch in die Wand geschlagen und gelangten auf diese Weise in die Kooperative. Die Ortschaft Guarambare liegt etwa 35 Kilometer s?dlich von Asuncion. (abc)
Villa Hayes: Heute wurden in den Hoch-?fen der paraguayschen Eisenwerke ACEPAR in Villa Hayes an die 315 Kilogramm Kokain und 11 Tonnen Marihuana verbrannt. Das teilten Beamte des Nationalen Antidrogensekretariats mit. Die vernichteten Drogen waren bei verschiedenen Durchsuchungen sichergestellt worden. (abc)
Asuncion: 140 Medizinstudenten haben mi rahmen des 21. Kongress des Lateinamerikanischen F?rderverbandes f?r Wissenschaft und Medizin ihre Forschungsarbeiten vorgestellt. W?hrend drei Tagen haben die Studenten in sieben S?len des Hotels Excelsior um den ersten Preis konkurriert. Morgen soll das Ergebnis des Wettbewerbs bekanntgegeben werden. Die Bewerber hatten 6 Monate Zeit, um Daten zu sammeln, Thesen auszuarbeiten und Schlussfolgerungen zu ziehen. Die Teilnahme an dem Kongress ist f?r viele Medizinstudenten der erste Schritt in die Arbeitswelt der medizinischen Forschung. (uh)
Ciudad del Este: Im Departament Alto Paran? soll auch in diesem Jahr wieder das ?koabenteuer stattfinden. Am 29. September stellen sich die Teilnehmer dem harten Extremsport. Die Organisation "Abenteuer Paraguay" veranstaltet dieses Sportereignis, bei dem unter anderem ein Gel?ndelauf und verschiedene Klettertouren zu bew?ltigen sind. Die 175 Kilometer lange Route wurde von der freiwilligen Feuerwehr festgelegt. Drei Tage lang wollen die Teilnehmer sich schwersten Strapazen stellen. (abc)
Asuncion/Madrid: Ein paraguayischer Staatsb?rger wurde heute in Spanien festgenommen. Ihm wird die Misshandlung seines sieben j?hrigen Sohnes zur Last gelegt. Nachbarn hatten die Polizei verst?ndigt. Als die Beamten an der Wohnung eintrafen, erkl?rte der Vater des Kindes, dass er seinen Sohn nur zurechtgewiesen habe. Der Junge wurde in seinem Schlafzimmer mit Bluterg?ssen am ganzen K?rper aufgefunden. Nach einer medizinischen Untersuchung wurde festgestellt, dass die Verletzungen wahrscheinlich von Misshandlungen herr?hren. Der 42-j?hrige Beschuldigte wird der Strafjustiz ?bergeben. (EFE)
http://www.zp30.com.py/news/nat_6samstag.html
Apolda01
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apolda01
Gast
Re: News aus Paraguay
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Antwort #18 am:
September 04, 2006, 08:33:05 »
04/09/2006 13.05.01
Paraguay: Bisch?fe beklagen wachsende Armut
Die katholischen Bisch?fe haben wachsende Armut und Hunger in ihrem Land beklagt. Es ist nicht erkennbar, dass sich die politische F?hrung f?r die Entwicklung des Landes interessiere, hei?t es in einer Stellungnahme der Oberhirten zur Lage der Nation. Ein wirksames Mittel im Kampf gegen die Armut sei die Bildung m?glichst weiter Teile der Bev?lkerung. Hier sei die Kirche gefordert, erkl?rte er Episkopat von Paragay. Dies gelte nicht zuletzt f?r die pastorale Arbeit in den zw?lf Bist?mern und zwei Vikariaten des Landes.
(Kirche in Not Austria 04.09.06 bg)
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apolda01
Gast
Re: News aus Paraguay
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Antwort #17 am:
September 04, 2006, 01:09:55 »
Mindestens vier Tote bei Schiffsuntergang in Brasilien
Rio de Janeiro. SDA/DPA/baz. Mindestens vier Menschen sind in Brasilien beim Untergang eines Schiffs der bolivianischen Marine ums Leben gekommen. Vier weitere M?nner w?rden noch vermisst, berichteten Medien am Sonntag (Ortszeit) in Brasilien unter Berufung auf die Beh?rden.
Das Ungl?ck habe sich bereits in der Nacht zum Samstag auf dem Fluss Paraguay im Bundesland Mato Grosso do Sul an der Grenze zwischen Brasilien und Bolivien ereignet. Die Leichen seien aber alle erst am Sonntag von brasilianischen Milit?rtauchern geborgen worden.
Die Bergungs- und Rettungsarbeiten w?rden fortgesetzt, bis alle Vermissten gefunden seien, versicherte ein brasilianischer Milit?rsprecher.
Das rund 20 Meter lange Schiff «Suarez Arana» war den Angaben zufolge vermutlich wegen der sehr schlechten Wetterbedingungen mit 18 Angeh?rigen der bolivianischen Marine und mit 4 Zivilisten an Bord untergegangen.
http://www.baz.ch/news/index.cfm?ObjectID=772431B2-1422-0CEF-70F8321697C32625
Apolda01
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apolda01
Gast
Re: News aus Paraguay
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Antwort #16 am:
September 03, 2006, 04:37:33 »
Hier kommen einige Infos/Links ?ber Deutsche Einwanderer in Lateinamerika, teilweise mit historischem Hintergrund, zudem noch einige Links ?ber verschiedene Landesinformationen.
http://www.kuwi.euv-frankfurt-o.de/~sw1www/publikation/lateinam.htm
http://www.club-paraguay.de/goerdeler.htm
http://www.is-koeln.de/matices/15/15ssiedl.htm
http://www.goethe.de/ins/mx/mex/acv/lhr/2006/de1105536.htm
http://de.wikipedia.org/wiki/Lateinamerika
http://www.adlaf.de/
http://www.ila-bonn.de/lateinamerika/home.htm
http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Aussenpolitik/RegionaleSchwerpunkte/Lateinamerika/DtSprache.html
http://www.lateinamerika-studien.at/de/links.htm
http://www.deutsch-hispanisch.de/
Viel Spa? beim st?bern.
Apolda01
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apolda01
Gast
Re: News aus Paraguay
«
Antwort #15 am:
September 02, 2006, 06:24:56 »
Hallo Paraguay2es,
vielen Dank f?r die Blumen, wenigstens einem dem es gef?llt.
W?nsche ebenfalls ein sch?nes Wochenende.
Gruss
Apolda01
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Paraguay2es
Gast
Re: News aus Paraguay
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Antwort #14 am:
September 02, 2006, 03:06:04 »
Einfach einmal "DANKE" ....Apolda ....f?r eine ausgezeichnete Idee und deren fleissige Umsetzung! "Nachrichten ?ber Paraguay" ist zur -t?glichen-Pflichtlekt?re geworden.
Gr?sse zum Wochenende!
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apolda01
Gast
Re: News aus Paraguay
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Antwort #13 am:
September 02, 2006, 12:52:56 »
Freitag, 01/09/2006
Asunci?n: Die staatliche Erd?l-raffinerie-anlage, Petropar wird in K?rze venezolanisches Roh?l raffinieren. In einer ersten Etappe sollen t?glich 4 tausend Kubikmeter verarbeitet werden, sagte Alejandro Takahasi, Vorsitzender von Petropar. Dies entspricht etwa 60 Prozent der Gesamtkapazit?t der Anlage. Der endg?ltige Vertrag mit der Staatlichen Erd?lgesellschaft von Venezuela in Bezug auf die Bezahlung des Roh?ls soll auf sp?teste heute unterzeichnet werden. (Lanacion)
Asunci?n/Washington: Der Nationale Tiergesunheits-dienst, Senacsa ist zur Zeit darum bem?ht, den Export von paraguayischem Rindfleisch in die Vereinigten Staaten in die Wege zu leiten. Der Botschafter der USA, James Cason machte aus diesem Grund einen Besuch beim Vorsitzenden der Senacsa, Hugo Corrales. Bei der Gelegenheit holte Cason sich mehr Einzelheiten ?ber die Bem?hungen von Seiten des paraguayischen Veterin?rdienstes ein. Er bot au?erdem seine Mitarbeit an, um die Erlaubnis f?r den Export des Fleisches zu beschleunigen. Wie Corrales informierte, h?tten sie am 30ten Mai ein Aktenb?ndel der von dem Inspektions-dienst f?r Lebensmittel, FSIS geforderten Dokumente geschickt. Nach einer Antwort von Seiten dieser Institution m?ssten weitere Dokumenten entsandt werden. Corrales kommentierte, dass durch die Mithilfe des Botschafters die Formalit?ten ziemlich beschleunigt werden k?nnten. Bis Ende 2007 sollten Exporte m?glich sein, sagte Corrales abschlie?end. (Abc)
Filadelfia/Zentral Chaco: Die in den letzten Tage registrierten Regenf?lle haben den zentralen und n?rdlichen Chaco nicht erreicht. Diese Zonen haben nun schon seit 4 Monaten keinen Regen erhalten. Im April diesen Jahres wurden in Filadelfia 81 Milimeter Niederschlag gemessen, seitdem fielen nicht mehr als 11 Milimeter Regen. Die Wasser-reserven in den meisten Haushalten neigen sich dem Ende zu, weshalb schon oft Wasser gekauft werden muss. Unterdessen haben der Governeur von Boquer?n, David Sawatzky und von Presidente Hayes, Isidro Roussill?n um Hilfe beim nationale Notstand-sekretariat, SEN gebeten. Der Koordinator der Institution, Ar?stides Gonz?lez entschied daraufhin, mehrere Lastwagen mit Lebensmitteln in verschiedene Siedlungen zu schicken. Wie Sawatzky erkl?rte, sei die Wasser-versorgung von Priorit?t im Chaco. Er wies darauf hin, dass die Departaments-regierung ?ber Tankwagen verf?ge, jedoch nicht gen?gend Mittel f?r den Brennstoff. Vom Notstand-sekretariat wurde f?r diese Zwecke die n?tigen Mittel bereitgestellt. Etwa 30 Siedlungen werden von der Departaments-regierung mit Wasser versorgt. Sawatzky erkl?rte, dass diese Zahl sich st?ndig erh?he. Gonz?lez seinerseits informierte, dass die betroffenen Zonen noch nicht zum Notstands-gebiet erkl?rt werden soll. Laut seinen Angaben gibt es noch gen?gend verf?gbare Mittel, um die Situation zu lindern. (Abc)
Asunci?n/Berlin: Die Paraguayische Kunsthandwerke finden in Deutschland einen Absatzmarkt. Ein komplett gef?llter Container mit Produkten dieser Art soll innerhalg der n?chsten Woche in das europ?ische Land exportiert werden. Der Gesamtwert der Artikel bel?uft sich auf 45 tausend Dollar. Produzenten dieser Ladung sind ?ber 100 Personen des Handwerk-zentrums des Ypacara?-Beckens. Dieses Zentrum wurde im Jahr 2001 gegr?ndet. Vor zwei Jahren wurden erste Export m?glich, bisher jedoch nur in kleinen Mengen. Dies sei die erste gro?e Ladung, informierte Gabriela Frers, Vorsitzende der Organisation. Vor einem Monat ist bereits eine kleinere Ladung an denselben Kunden verschickt. (UH)
Asuncion: Gestern nachmittag hat der Senat den lang umstrittenen Gesetzentwurf zur Neuregelung des Strom-Tarifs f?r den Chaco verabschiedet. Der Gestezentwurf wird an den Staatspr?sidenten weitergeleitet, der das Gesetz erwartungsgem?ss in den kommenden Tagen in Kraft setzen wird. Wie der Abgeordnete Hans Werner Thielmann gestern nachmittag gegen?ber Radio ZP-30 telefonisch mitteilte, ist nun gesetzlich festgelegt, dass auch die Verbraucher im Chaco lediglich den regul?ren Tarif der ANDE bezahlen m?ssen. Im Jahre 1998 wurde gesetzlich bestimmt, dass im Chaco der doppelte Stromtarif bis zum Jahr 2013 abzuf?hren ist. Mit den Mehreinnahmen sollte der Kredit f?r die Errichtung der Stromleitung von Vallemi in den Zentralen Chaco abgezahlt werden. Im Jahr 2001 wurde per Dekret beschlossen, dass auch die Verbraucher im Chaco den landesweit ?blichen Tarif bezahlen. Es wurde ein Sonderkonto eingerichtet, das mit der Differenz belastet wurde, bis eine gesetzliche Neurregelung gefunden sein w?rde. Sowohl diese angesammelte Rechnung als auch die zuk?nftige Differenz zwischen dem regul?ren Stromtarif und dem Doppelten Tarif f?r den Chaco werden ab sofort von der ?ffentlichen Hand getragen. Laut dem Abgeordneten Thielmann sei das Gesetz bereits im Mai von der Abgeordnetenkammer gebilligt worden und beende nun die Ungleichbehandlung der Stromabnehmer im Zentralen Chaco.
Asuncion/Bogot?: Das brasilianische Unternehmen Petrobras und die venezolanische Firma PDVSA wollen noch in diesem Jahr ein Abkommen mit Paraguay ?ber die Suche nach Roh?l abschlie?en. Dies teilte der Vizeminister f?r Minen und Energie, Hector Ru?z D?az, gestern mit. Das Abkommen soll in etwa zwei Monaten unterzeichnet werden. Laut Ruiz D?az zeigte sich ein weiteres Unternehmen mit taiwanesischem Kapital an Bohrarbeiten in Paraguay interessiert. (abc)
Asuncion: Das Gesundheitsministerium hat einen landesweiten Impfplan gestartet. Damit sollen bis Dezember 95 Prozent aller Kinder im Land erreicht werden. Laut Angaben des Direktors der Gesundheits?berwachung, Gualberto Pi??nez, sollen die Impfungen vor allem in den Departamenten angewandt werden, in denen bisher nur ein geringer Bev?lkerungsteil immunisiert worden war. In Itap?a, Alto Paran?, Central, Caaguaz? und in der Landeshauptstadt Asuncion sind lediglich 8 bis 10 Prozent der Kinder gegen Infektionskrankheiten geimpft. Pi??nez wies auf die Bedeutung der Tuberkulose-Impfung und der sogenannten Pentavalente-Impfung hin. Pentavalente ist eine Schutzimpfung gegen Diphterie, Wundstarrkrampf, Keuchhusten, Influenza und Hepatitis B. Zudem werde eine Schutzimpfung gegen Kinderl?hmung und die Triple verabreicht, die Kinder zus?tzlich gegen Mumps, Masern und R?teln inmunisiert. (Lanacion)
Asuncion/Buenos Aires: Das R?tselraten um die in Argentinien sichergestellten Abf?lle hat ein Ende. Die M?ll-Lieferung besteht haupts?chlich aus Alt-Glas und Papier. Das Alt-Glas ist f?r eine Flaschen-Fabrik in Paraguay bestimmt, wo es wiederverwendet wird. Gestern waren Ger?chte aufgekommen, wonach es sich bei der Lieferung um Gift- oder Atomm?ll handeln k?nnte. Daraufhin hatte das Nationale Umweltsekretariat Fachleute nach Argentinien entsandt, welche die Lieferung ?berpr?ften. Die Ger?chte wurden vom Gesch?ftsf?hrer der Glasfabrik, Pablo Pereira, zur?ckgewiesen. Laut Pereira sei der Import von Alt-Glas f?r die Herstellung von Glasflaschen ein normaler Vorgang. Zwar werde auch im Inland Glas aufgekauft, doch k?nnten damit lediglich 40 Prozent des f?r die Produktion notwendigen Materials gedeckt werden. Die ?brigen 60 Prozent der ben?tigten Materialien w?rden importiert. (uh)
Asuncion: Etwa 2 Millionen 250 tausend Menschen in Paraguay haben keinen direkten Zugang zu Trinkwasser. Obwohl Paraguay reich an Wasser ist, verf?gt ein gro?er Teil der Bev?lkerung nicht ?ber einen Trinkwasseranschlu?, wie aus einem Bericht des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen, PNUD verlautet. Vor allem im Chaco ist die Trinkwasserversorgung unzureichend. Die indigene Bev?lkerung leidet allj?hrlich in der Trockenzeit unter Wassermangel. Der Bericht wurde im Carmelitas Center von Asuncion von dem Koordinator der PNUD, Julio Fern?ndez, vorgestellt. Fernandez hob dabei hervor, dass es notwendig sei mehr in die Wasserversorgung zu investieren. Laut Fernandez seien keine astronomisch hohen Summen n?tig. Die Gelder m?ssten lediglich sinnvoll eingesetzt werden. Nach Angaben der PNUD verf?gten im Jahr 2004 60 Prozent der paraguayischen Haushalte ?ber einen Wasseranschlu?. Im Jahr 2005 waren es 63 Prozent. Im Rahmen der Milleniumsziele sollen bis zum Jahr 2008 70,5 Prozent der paraguaiyschen Bev?lkerung Zugang zu einem Trinkwasseranschlu? erhalten. Daf?r sind Investitionen in H?he von 74 Millionen US-Dollar notwendig. (abc)
Asunci?n: Das Projekt zur Modernisierung der ?ffentlichen Verwaltung ist bislang nicht vorangekommen. Bereits seit Monaten l?uft Paraguay Gefahr, eine Schenkung der Europ?ischen Union in H?he von von 6 Millionen Euro zu verlieren. Wie William Hanna, Botschafter der EU Kommission in Paraguay, mitteilte, sei das Geld f?r die Restrukturierung des Staates bestimmt. Paraguay sollte 1,5 Millionen Euro beisteuern. Hanna k?ndigte gestern an, dass das Projekt noch vor Jahresende umgesetzt werden m?sse. Andernfalls werde das Geldangebot zur?ckgezogen. Ziel des Projektes ist, die Beziehungen zwischen der ?ffentlichen Verwaltung, der Bev?lkerung und den kleinen und mittelst?ndischen Unternehmen zu verbessern. Dazu sollen Rechtssicherheit Transparenz und eine effiziente Verwaltung geschaffen werden. (abc)
Asunci?n: Im Kongress-saal der Paraguayischen Zentralbank hat heute Vormittag das sechste Globale Kindheits- und Jugendforum begonnen. Unter dem Motto "Paraguay in Bewegung: Die Herausforderung, Menschenrechte Wirklichkeit werden zu lassen" wird die Veranstaltung bis zum 9. September andauern. Vertreter verschiedener Organisationen, die sich f?r die Rechte von Kindern und Jugendlichen einsetzen, werden erwartet. In diesem Jahr soll insbesondere ?ber die mit der Auswanderung vieler Eltern verbundenen Probleme gesprochen werden. Viele Eltern verlassen ihre Kinder, um bessere Arbeit im Ausland zu suchen. Laut Expertenmeinungen werden diese Kinder eher Opfer von Misshandlungen, Nachl?ssigkeit und Gewalt. Der Zutritt zu den verschiedenen Vortr?gen ist frei.
ABENDNACHRICHTEN DONNERSTAG 31/08/06
Asuncion: Heute nachmittag hat der Senat den lang umstrittenen Gesetzentwurf zur Neuregelung des Strom-Tarifs f?r den Chaco verabschiedet. Der Gestezentwurf wird an den Staatspr?sidenten weitergeleitet, der das Gesetz erwartungsgem?ss in den kommenden Tagen in Kraft setzen wird. Wie der Abgeordnete Hans Werner Thielmann heute nachmittag telefonisch mitteilte, ist nun gesetzlich festgelegt, dass auch die Verbraucher im Chaco lediglich den regul?ren Tarif der ANDE bezahlen m?ssen. Laut dem Abgeordneten Thielmann sei das Gesetz bereits im Mai von der Abgeordnetenkammer gebilligt worden und beende nun die Ungleichbehandlung der Stromabnehmer im Zentralen Chaco. (zp)
Asuncion: Das Industrie- und Handelsministerium und die Paraguayische Industrieunion UIP wollen einen Plan zur Bek?mpfung des illegalen Warenhandels erarbeiten. Laut der Tageszeitung ABC-Color hat der Minister f?r Indusrie- und Handel, Jos? Mar?a Ib??ez, die UIP beauftragt, einen Entwurf f?r die Schaffung einer neuen Beh?rde zu erstellen, die ausschlie?lich f?r die Bek?mpfung des illegalen Schmuggels zust?ndig sein soll. Die neue geschaffene Beh?rde soll eine ?hnliche Funktion wie die Unidad Tecnica Especializada UTE erf?llen, die f?r die Bek?mpfung von Markenf?lschungen zust?ndig ist. Nur durch eine effektive Unterbindung illegaler Einfuhren k?nne die nationale Industrie gesch?tzt werden, sagte Ib??ez. Wie es hiess, habe die UTE trotz eines niedrigen Budgets gute Resultate bei der Eind?mmung der Markenf?lschung erzielt. (abc)
Asuncion: Mitte September sollen die Wirtschafts- Umwelt- und technischen Studien f?r den Plan zum Bau des Aqu?dukts im Chaco pr?sentiert werden. Das k?ndigte der Governeur des Departaments Boquer?n, Herr David Sawatzky, heute laut ABC-Color an. Die Kosten f?r den Bau der Wasserleitung vom Paraguayfluss sollen sich auf etwa 20 Millionen US-Dollar belaufen. (abc)
Asuncion: Die Situation des Waldbestandes in Paraguay wird von internationalen Umweltsch?tzern als besorgniserregend bezeichnet. Trotz der Auszeichnung, die Paraguay von dem Weltfonds f?r Natur, WWF f?r die Einf?hrung und Durchsetzung des Null-Rodungsgesetz erhalten hat, ?usserten die WWF-Vertreter ihre Sorge ?ber den geringen Waldbestand im Land. Sie wiesen darauf hin, da? die Regierung noch ?ber keinen konkreten Wieder-auf-forstungsplan verf?gt. Nach Einsch?tzungen der Weltbank und der japanischen Regierung m??ten 10-tausend Hektar pro Jahr aufgeforstet werden, um die gerodeten Fl?chen auszugleichen. Bisher werden Aufforstungsprojekte lediglich von Privatunternehmen durchgef?hrt. Laut dem Direktor des Nationalen Forstdienstes, Juan Andr?s Alvarenga, m?sse die Regierung das Null-Rodungsgesetz neu ?berdenken. (uh)
Asuncion: Am Samstag findet in der Landeshauptstadt die zweite Fericabra statt. Auf der Ausstellung von Ziegenmilch, K?se, Jogurt, Fleisch und andere Erzeugnissen werden auch andere Produkte wie Schafsfleisch, H?hnchen und H?hnereier pr?sentiert und zum Kauf angeboten. Organisiert wird die Ausstellung von der Kooperative der Ziegenmilchproduzenten, Cooprokal und der Kooperative f?r Gefl?gelz?chter Covisa. Die Fericabra findet am Samstag auf dem Gel?nde der Covisa an der Avenidas Eusebio Ayala statt. Parallel zu der Ausstellung wird ein Fortbildungskurs f?r Gefl?gelz?chter veranstaltet, auf dem unter anderem die Haltung, Ern?hrung und Gesundheit von Gefl?gel behandelt wird.
http://www.zp30.com.py/news/nat_5freitag.html
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Re: News aus Paraguay
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Antwort #12 am:
August 31, 2006, 09:25:15 »
31. August 2006
Deutschland, einig Auswandererland: Die Bundesb?rger ziehen weg
Von Lena Scholz
Knapp 145 000 Bundesb?rger kehrten nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden im Jahr 2005 Deutschland den R?cken. Etwa 13 500 Auswanderer zog es in die USA. Lediglich in die Schweiz wanderten mehr Deutsche (14 400) aus. Auch L?nder der Europ?ischen Union waren als Auswanderungsziele beliebt. Allen voran standen ?sterreich (9300), Polen (9200) und Gro?britannien (9000).
So verschieden wie die L?nder sind auch die Motive: «Manche wollen mehr Geld verdienen, andere packt die Abenteuerlust, wieder anderen hat es in dem Land im Urlaub gut gefallen, oder sie wollen der Arbeitslosigkeit in Deutschland entkommen», z?hlt Doris Schneider, Beraterin beim Raphaels-Werk in Hannover, auf.
Sprachkenntnisse vor allem wichtig
Generell gilt dort: «Wir raten weder dazu auszuwandern, noch dazu es nicht zu tun», erl?utert Schneider. Das Raphaels-Werk m?chte lediglich Entscheidungshilfen bieten und beratend zur Seite stehen. Kommen die Auswanderwilligen jedoch mit falschen Vorstellungen oder haben sie keine Sprachkenntnisse, so gebe sie den Rat, die Entscheidung noch einmal zu ?berdenken. Stehen einer Auswanderung auf den ersten Blick keine Einw?nde entgegen, kann der n?chste Schritt in Angriff genommen werden: Informationen sammeln.
Dabei sollten sowohl geographisches und kulturelles Wissen ?ber das ausgew?hlte Land als auch gesundheitliche Informationen wie zum Beispiel notwendige Impfungen eine Rolle spielen. Ein wichtiger Schritt sei au?erdem, die pers?nlichen Voraussetzungen wie etwa Sprachkenntnisse zu pr?fen. «Versteht man die Sprache zu 100 Prozent, versteht man trotzdem nur 80 Prozent des Landes», sagt Schneider.
Ohne Jobzusage kein Wechsel ins Ausland
F?r eine Berufst?tigkeit im Ausland sind Kenntnisse der Landessprache ohnehin unverzichtbar. Je gr??er die Anforderungen im Job, desto wichtiger sind die Sprachkenntnisse, sagt Sabine Seidler, Pressesprecherin der Zentralstelle f?r Arbeitsvermittlung (ZAV) in Bonn. Die ZAV hilft vor allem Arbeitslosen, zun?chst f?r einige Jahre eine Stelle im Ausland zu finden. «Manche bleiben danach jedoch f?r immer», so Seidler.
Besonders deutsche Baufachkr?fte wie Maurer und Dachdecker oder Ingenieure und Handwerker gelten im Ausland als sehr gut qualifiziert und werden laut Seidler gerne eingestellt. Auch Besch?ftigte aus der Hotellerie und dem Gastgewerbe w?rden immer gesucht. In Europa h?tten auch Bewerber aus dem medizinisch-pflegerischen Bereich, etwa Physiotherapeuten, gute Chancen. Doch auch f?r diese Bereiche gilt: «Ohne Jobzusage w?rde ich niemandem raten, ins Ausland zu gehen.»
Krankenversicherung ruhen lassen
Hinzu kommt, dass nicht alle deutschen Berufsabschl?sse ?berall anerkannt sind. Krankenschwestern in den USA absolvierten zum Beispiel eine Art Studium, die deutsche Ausbildung sei deshalb nicht unbedingt ?bertragbar. Ausgebildete Altenpfleger k?nnen nicht in Norwegen arbeiten, nennt Seidler ein weiteres Beispiel. Wenn auch zumindest in Europa die Abschl?sse auf Dauer angeglichen werden sollen, so sei es doch unabdingbar, sich vorher ?ber die pers?nlichen M?glichkeiten im Ausland zu informieren.
Mit Sprachkenntnissen und einem Job ist die Auswanderung jedoch noch lange nicht abgesichert. Alle Versicherungen m?ssten gepr?ft werden, um dann entweder gek?ndigt oder beibehalten zu werden. Die Krankenversicherung sollten Auswanderer allerdings auf jeden Fall ruhen lassen und nicht k?ndigen, r?t Doris Schneider vom Raphaels-Werk. Falls irgendwann doch eine R?ckkehr nach Deutschland ansteht, sei ein Wiedereinstieg sonst unter Umst?nden nicht mehr m?glich.
Kontakt zu Einheimischen gelingt gut ?ber Kinder
Auch Fragen der Aufenthaltsgenehmigung m?ssten noch von Deutschland aus gekl?rt werden. «Auswanderer sollten immer versuchen, das l?ngstm?gliche Visum zu bekommen und nicht zun?chst mit einem Touristenvisum einreisen», empfiehlt Schneider. In den ersten Jahren m?sse jedoch immer damit gerechnet werden, dass die Aufenthaltsgenehmigung nicht verl?ngert wird. «Auswandern f?r immer gibt es zun?chst nicht», weist Schneider auf ein h?ufiges Missverst?ndnis hin. Die Beraterin empfiehlt deshalb, den Kontakt zur Heimat aufrechtzuerhalten.
Sind alle organisatorischen Zweifel aus dem Weg ger?umt, sollte auch der psychologische Aspekt nicht untersch?tzt werden. «Um ein neues Leben im Ausland zu beginnen, muss man stabil und stark sein», sagt Schneider. Auswanderungen mit der Familie oder dem Partner seien h?ufig einfacher. Und gerade ?ber Kinder gelinge der Kontakt zu Einheimischen oft schneller. (N24.de, dpa)
http://www.n24.de/politik/inland/index.php/a2006083019535916734
30. August 2006
Weg aus Deutschland - aber niemals geht man so ganz
Von Matthias Schr?ter
Auswanderer sind auch nicht mehr das, was sie einmal waren. Wer Deutschland verl?sst, bleibt nicht mehr unbedingt f?r ewig fort. Aber ein Teil kommt tats?chlich nicht wieder. Einer dieser klassischen F?lle ist Schwabe und hei?t J?rgen Klinsmann. Als Spieler lernt er das Ausland kennen - Mailand, Monaco, London. Er heiratet eine US-Amerikanerin, und dann entscheidet er sich f?r den Lebensmittelpunkt in ?bersee.
Klinsmann entspricht dem Muster, das die G?ttinger Soziologin Claudia Diehl aufzeichnet: Wer im Ausland lebt, der bleibt dann irgendwann kleben. Und "immer dann, wenn generell die Mobilit?t zunimmt, dann nimmt auch die dauerhafte, die permanente Abwanderung zu". Sie hat vor allem Abwanderung in die USA beobachtet und auch festgestellt, dass viele dorthin gehen, weil ihr Partner dort lebt.
Die Arbeitsmigration nimmt zu
Was bei Klinsmann anders ist: er h?tte sicherlich als Fu?baller bei vielen Vereinen in Deutschland eine Anstellung gefunden, also nicht in die Fremde gehen m?ssen. Vielen Bundesb?rgern geht es nicht mehr so. Die Arbeitsmigration hat in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen. 2005 suchten 15.000 Auswanderungswillige Rat beim Raphaels-Werk in Hamburg. Als Grund f?r das Verlassen des Landes nannten etwa 70 Prozent berufliche oder wirtschaftliche Gr?nde.
"Dahinter steckt, dass Leute auf dem deutschen Arbeitsmarkt f?r sich keine wirkliche Perspektive mehr entdecken k?nnen", sagt die Gesch?ftsf?hrerin des kirchlichen Beratungsvereins, Gabriele Mertens. Auch Soziologin Diehl geht mit Blick auf ?rzte oder Handwerker von einer zunehmenden Wanderung durch den europ?ischen Binnenmarkt aus.
Die Zentralstelle f?r Arbeitsvermittlung (ZAV) der Bundesagentur f?r Arbeit in Bonn best?tigt diesen Trend. Auch sie registrierte in den vergangenen drei Jahren eine starke Zunahme bei der Vermittlung von Arbeitslosen ins Ausland. Fr?her wurden viel mehr Personen vermittelt, die aus einer Arbeitsstelle in Deutschland wechselten, wie ZAV-Sprecherin Sabine Seidler sagt. 2005 brachte die ZAV fast 13.000 Menschen ins Ausland, davon mehr als 8000 langfristig in EU- L?nder. Drei Viertel von ihnen waren zuvor arbeitslos gewesen.
Negativer Wanderungssaldo
Erstmals verlie?en im vergangenen Jahr mehr Deutsche das Land als sich Bundesb?rger hier zur?ckmeldeten. Nach Angaben des statistischen Bundesamtes gingen 145.000, es kamen 128.000. Daraus entsteht zum ersten Mal seit Beginn der Z?hlung des Statistischen Bundesamtes Anfang der 1950er Jahre ein negativer Wanderungssaldo von 17.000 Deutschen. "Der Wanderungssaldo ist ja weitaus weniger beeindruckend als die Auswanderungszahlen", sagt Soziologin Diehl.
Dazu kommt: "Was das Statistische Bundesamt erfasst, ist nur die Spitze des Eisbergs. Die tats?chliche Zahl der Abwanderer liegt ja weit h?her, weil viele Abwanderer aus diversen Gr?nden in Deutschland noch eine Postadresse haben", sagt Mertens vom Raphaels-Werk.
Was sind die Gr?nde?
Was also ist faul im Staate Deutschland? Schon der Chefredakteur der Jugendillustrierten "Bravo", Tom Junkersdorf, zeichnet "existenzielle ?ngste" auf: "Die Jugendlichen wachsen in Zeiten auf von Arbeitslosigkeit und Hartz IV." Und es sind genau diese Gr?nde, die einen Teil der Deutschen aus der Heimat fort treiben.
Doch im Urteil der Migrationsexperten ist die Bundesrepublik noch kein Auswanderungsland. Die Fachleute sind aber auch besorgt, dass immer mehr hoch qualifizierte ins Ausland gehen - Spitzenforscher, die die Bundesrepublik nach vorne bringen k?nnten. Auch da sieht die Migrationsbilanz schlecht aus. Eine OECD-Studie zeigt: Deutsche Experten h?lt es nicht im Land der Dichter und Denker, ausl?ndische Spitzenforscher zieht es nicht hierher.
Die "gef?hlte Auswanderung"
F?r den Arbeitsmarkt erscheint es noch positiv, wenn Deutsche im Ausland Arbeit finden. Doch f?r das pers?nliche Wohlbefinden kann das ganz anders sein. Das Raphaels-Werk kennt zahlreiche Beispiele. Mertens: "Der 47-j?hrige CNC-Fr?ser hat die Wahl zwischen Hartz IV oder Arbeiten in Norwegen. Der pendelt, weil sein Reihenhaus noch nicht abbezahlt ist und seine drei Kinder noch schulpflichtig sind." Aber er kommt nicht jedes Wochenende in die Heimat, weil das zu teuer ist. "Der pendelt einmal im halben Jahr." Es ist eine Art gef?hlte Auswanderung, bei der man nie so ganz wei?, wann sie endg?ltig ist. (dpa)
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Re: News aus Paraguay
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Antwort #11 am:
August 29, 2006, 04:05:02 »
Zitat von: apolda01 am August 29, 2006, 08:46:09
29. August 2006, Neue Z?rcher Zeitung
Tief verankerte Korruption in Paraguay
Der Staat als Revier von J?gern und Sammlern
Um das historische Zentrum der paraguayischen Hauptstadt Asunci?n zieht sich ein G?rtel des Elends. Zu viele - unter ihnen auch Politiker - haben ein Interesse daran, das Elendsviertel zu bewahren. Dies entspricht der paraguayischen Mentalit?t der J?ger und Sammler - f?r die Hege und Pflege des Gemeinguts dagegen fehlt der Sinn.
B. A. Asunci?n, Mitte August
Gegen?ber dem soeben renovierten Stadttheater von Asunci?n erstreckt sich an der Plaza del Congreso das alte Parlamentsgeb?ude, ein harmonischer Palast mit S?ulengang. Am Horizont gleisst der R?o Paraguay, der das Land weiter n?rdlich in zwei Teile scheidet, hier aber die Grenze zu Argentinien bildet. Beidseits des Parlaments begrenzen Balustraden den Platz; jenseits f?llt das Gel?nde ab in das Schwemmland des Flusses. Ein Denkmal ehrt den Befreier S?damerikas, Sim?n Bol?var. In Stein gehauen steht Juan de Salazar y Espinosa, der 1537 Asunci?n gr?ndete, jene Stadt, von der die Besiedlung des riesigen Einzugsgebiets des R?o de la Plata ausging. Er tr?gt ausser dem Schwert eine Schriftrolle, das Symbol der Gerechtigkeit. Gestank liegt in der Luft.
Identifikation der Armut
Die Aussicht auf den Fluss lockt zur Balustrade. Beim N?herkommen schl?gt einen nicht l?nger die Sch?nheit des fernen Stroms in Bann, sondern die ins Blickfeld kommende Elendssiedlung Chacarita, die sich an die Stadt heran dr?ngt, m?glichst fern vom Fluss. Wegen des Gef?lles ist sie vom Platz aus nicht zu sehen, nur zu riechen: Moder, Dreck und Haufen schwelenden Abfalls. Die Favela lehnt sich an der ?stlichen Ecke des Platzes an das Geb?ude der Katholischen Universit?t, zieht sich hinter dem alten Parlament vorbei, umkurvt das enorme Reiterstandbild eines Vaterlandshelden und schwappt auf den Platz vor dem neuen Parlament, einem protzigen, von Taiwan finanzierten Bau, wo keine Balustrade die Welten trennt. Der Aufgang zum neuen Parlament ist mit schwarzen Platten belegt, die nach dem sonnigen Wintertag in der D?mmerung angenehme W?rme abstrahlen.
Unter den B?umen glimmt aus Bretterbuden Licht. Die Bewohner von Chacarita siedeln zu F?ssen der Volksvertreter, die wohl fast t?glich ?ber die Bek?mpfung der Armut beraten. Die Regierung hat in einer Absichtserkl?rung gegen?ber dem Internationalen W?hrungsfonds bekannt gegeben, sie werde ein zentralisiertes System einf?hren, um jene «zu identifizieren, die im Elend leben». Wer will, weiss Bescheid. Laut der Urbanistin Mabel Causarano ist schon auf Pl?nen aus dem 18. Jahrhundert zu sehen, dass das Schwemmland von Zuwanderern oder Ausgestossenen bewohnt war, damals Indios. In den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts, als Hochwasser rar war, begann Chacarita rasch zu wachsen. Heute zieht sich laut Causarano ein etwa zwei Kilometer langer G?rtel des Elends um das historische Zentrum von Asunci?n.
Symbiotische Beziehungen
Der Plan, die Flusslandschaft zu befestigen und der Stadt das Ufer zu erschliessen, scheiterte laut Causarano unter anderem daran, dass diverse Kr?fte darauf bestanden, Chacarita zu bewahren. Nicht einmal die Bewohnerinnen und Bewohner selbst wollten umgesiedelt werden, da sie im Stadtzentrum mit allerlei Handel ihren Lebensunterhalt zusammenkratzen. Kirchliche Organisationen h?tten kein Interesse daran gezeigt, ihre Sch?fchen aus Chacarita abwandern zu sehen. Andere hingegen hofften, in der Favela billig Boden kaufen zu k?nnen, der dank dem Projekt zu einer s?ndteuren Parzelle mit freiem Blick auf den Fluss mutiert w?re. Politiker, so erz?hlt Causarano, h?tten schliesslich die Baupl?ne im Gegenzug f?r Stimmen und R?ckhalt der W?hlerschaft von Chacarita hintertrieben.
Um den Einwohnern des Elendsviertels einen Verdienst zu erm?glichen und sie nicht in die Kriminalit?t zu dr?ngen, toleriert man im Stadtzentrum den informellen Handel auf Trottoirs und Pl?tzen. Dies sch?digt die eingesessenen Gesch?fte, Arbeitspl?tze gehen verloren. Die wegen der Verkehrsprobleme bestehende Abwanderung von Firmen hinaus in die Vorstadt verst?rkt sich. Die Entleerung des Zentrums vermindert den Anreiz, Chacarita zu sanieren. Somit wirkt alles darauf hin, dass die Favela bleibt, wo sie ist, und die Armen arm bleiben, wie sie sind. Die B?rokraten k?nnen sich in klimatisierten B?ros mit zentralen Systemen besch?ftigen, um dem Elend nie auf die Schliche zu kommen.
Der Agronom Antonio Spiridonoff erz?hlt, der R?o Paraguay werde von primitiv lebenden Fischern brutal gepl?ndert. Die Netze w?rden immer engmaschiger, die f?r die Erholung der Best?nde gedachten Schutzzeiten dank Politikern, die sich die Fischer als ihre Klientel halten, immer k?rzer. ?hnliches ist vom Paran? bekannt, wo oberhalb des argentinisch-paraguayischen Kraftwerks Yaciret? mafiose Banden mit Schleppnetzen den Fluss durchk?mmen, um den Fang zu Fischmehl zu verarbeiten. Die Beh?rden kassieren offenbar mit. Ein lukratives Gesch?ft, wenn auch mit Ablaufdatum. Laut dem jesuitischen Gelehrten Bartolomeu Meli? verh?lt sich Paraguay wie eine steinzeitliche Gesellschaft von J?gern und Sammlern. Spiridonoff sagt, das ?ffentliche, der Staat, sei das Revier der J?ger und Sammler. Niemand hege und pflege Gemeingut. Er vergleicht dies mit der Nahrungskette in freier Natur: Gefressen wird stets der Schwache.
Bedingung der Perversit?t
Die Tageszeitung «ABC» fand k?rzlich eine andere Metapher: Paraguay sei ein Flugzeugtr?ger, auf dem eine Vielzahl von R?ubern aller Art stationiert seien, die ihre Ausf?lle lancierten und dann auf das sichere Deck zur?ckkehrten, wo sie unbehelligt blieben. Der fr?here Finanzminister Dionisio Borda z?hlt zu jenen Vielen, die einen darauf hinweisen, dass Paraguays Gesellschaft die Korruption als Teil des Lebens akzeptiert habe. Daher, so der Autor und Radio-Journalist Benjam?n Fern?ndez Bogado, gebe es hierzulande praktisch keine Verleumdungsklagen. Jemanden als korrupt zu bezeichnen, ist banal. Das Land ist in gewisser Hinsicht wehrlos: Brasilianische Unternehmer bauen auf paraguayischem Boden in grossem Stil Soja an, bringen alles - inklusive die Arbeiter - aus ihrer Heimat mit und benehmen sich, so heisst es, wie Raubritter. Es sei f?r sie in Paraguay so leicht, wie gegen eine Mannschaft ohne Torh?ter Fussball zu spielen. Aus brasilianischer Sicht erscheint Paraguay manchem als ein Gliedstaat Brasiliens.
Laut dem ?konomen Borda ist es in Paraguay ein Symbol der Macht, Willk?r zu ?ben; wer sich an die Regeln h?lt, ist schwach und f?r andere keine Quelle von Beistand oder Privileg. Der Psychologe und Sozialwissenschafter Melqu?ades Alonso, der an einem jesuitischen Universit?ts- Institut lehrt, sieht das gleiche Ph?nomen aus umgekehrter Perspektive. Die Inexistenz des Konzeptes des ?ffentlichen erlaube es den Politikern, den Leuten als eine Beg?nstigung, als einen Gefallen anzudrehen, was verbrieftes Recht sei, etwa Bildung oder Krankenpflege. Daher seien Armut und Analphabetismus notwendige Ingredienzien der Aufrechterhaltung des bestehenden, laut Alonso perversen Systems.
Hallo Apolda,
diesen Artikel las ich heute mit leicht geoeffneten Mund. So schlimm habe ich mir Paraguay nicht vorgestellt. Ich dachte immer, die Politik dort sei etwas transparenter.
Aber wie es aussieht ist ALLES verfilzt. Aber EWIG wird das auch nicht gut gehen. Irgendwann kommt wer, sammelt Leute um sich u. sagt: "Hasta ah?"
Gruss
Santiago
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EIN GANZ NEUER FOTOBLOG UEBER JALISCO, MEXICO.
http://lmk-photography.blogspot.com/
apolda01
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Re: News aus Paraguay
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Antwort #10 am:
August 29, 2006, 09:36:51 »
BERICHTE DEUTSCHER AUSWANDERER
"Nie mehr zur?ck!"
Von Anne Seith
Immer mehr Deutsche wandern aus, sagt die Statistik. Doch was treibt sie, was erleben sie, und: Kommt irgendwann das gro?e Heimweh? SPIEGEL ONLINE bat Auswanderer, ihre Erfahrungen in der Ferne zu beschreiben. Eine Auswahl.
Hamburg - Manche Leser-Geschichten klingen wie moderne Fassungen der Legende vom Tellerw?scher, der in der Ferne zum Million?r wird. Ein Leser schrieb per Mail, er habe erst einen Tintenfischgro?handel er?ffnet - in Thailand. Sp?ter sei er dort Immobilienh?ndler geworden.
Eine andere Leserin tr?umte eines Nachts, sie m?sse nach London gehen, also packte sie ihre Sachen - ohne jemals zuvor in England gewesen zu sein. Heute arbeitet sie nach diversen Abendstudienprogrammen immer noch in London in einer EU-Agentur. In Deutschland h?tte sie die Karriere, die jetzt hinter ihr liegt, ohne Abitur nicht machen k?nnen, glaubt sie.
Fast alle Leser betonen, dass die Jobbedingungen in vielen L?ndern im Vergleich zu Deutschland besser seien. Ein Heizungs-, L?ftungs- und Klimatechniker ging nach zerm?rbender Arbeitssuche in Deutschland mit dem Wohnmobil in der Schweiz auf Bewerbungstour. "Ich hatte zw?lf Gespr?che und, ob man es glaubt oder nicht, ich h?tte ?berall anfangen k?nnen."
Ein Informatiker suchte in Deutschland sieben Monate vergeblich, dann stellte er seinen Lebenslauf bei der Internetjobb?rse monster.com ein: "Innerhalb kurzer Zeit hatte ich diverse Angebote aus der ganzen Welt." Die Wahl fiel auf die USA, dort verdiene er nun doppelt so viel wie in Deutschland, zahle aber nur einen Bruchteil der Steuern, schreibt er. "Bereits nach einem Jahr war ich in der Lage, ein anst?ndiges Haus mit gro?em Garten und Pool zu erwerben."
Die verlockenden Jobangebote scheinen so manchen Kulturschock in der neuen Heimat wettzumachen. Eine Frau, die ebenfalls in die USA zog, schreibt: "Man muss sich hier an einiges gew?hnen: An Leute, die mit einer Knarre in den Supermarkt gehen, um eine Packung Eier zu kaufen, an Autoversicherungen, die einen hochstufen, weil einem vor der Ampel ein Besoffener hintenreinf?hrt."
Vor allem m?sse man sich mit dem Status als ewiger Ausl?nder von vornherein abfinden, schreiben viele. "Man wird Sie immer als Ausl?nder erkennen, sei es an Ihren blonden Haaren, Ihrem Akzent oder Ihren Gesten", berichtet etwa ein nach Trinidad ausgewanderter Leser. "Und das L?cherlichste, was man machen kann, ist, sich total den einheimischen Br?uchen zu unterwerfen. Auch Einheimische wissen, dass es keine blonden Rastafaris gibt."
An R?ckkehr denken trotzdem die Wenigsten, egal, welche Probleme sie vor Ort haben. Stattdessen hegen die meisten heftigen Groll gegen ihre alte Heimat. "Thema Rente! In Deutschland steht meine Generation vor einem bankrotten Rentensystem und drohender Altersarmut", schimpft etwa ein Mann, der in der Schweiz inzwischen in einer Werbeagentur arbeitet.
Der Leser, der bis nach Trinidad zog, erkl?rt, es seien vor allem die Kleinigkeiten, die ihm in Deutschland unertr?glich erscheinen. "Beispielsweise wenn man am fr?hen Morgen, bevor man zur Arbeit f?hrt, seinen Nachbarn in der M?lltonne stehen und darin herumtrampeln sieht, weil seit Neuestem die F?llh?he der Tonnen zur Abrechnung gemessen wird." Nachdem die ersten f?nf Jahre seines neuen Lebens in Trinidad nun um seien, "kann ich als Fazit sagen: Nie mehr zur?ck, wenn es nicht unbedingt sein muss. Gr??e aus Trinidad am Morgen bei 28 Grad, leichtem Wind aus S?dost und strahlend blauem Himmel. Dem ist nichts mehr hinzuzuf?gen!"
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,433589,00.html
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apolda01
Gast
Re: News aus Paraguay
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Antwort #9 am:
August 29, 2006, 08:46:09 »
29. August 2006, Neue Z?rcher Zeitung
Tief verankerte Korruption in Paraguay
Der Staat als Revier von J?gern und Sammlern
Um das historische Zentrum der paraguayischen Hauptstadt Asunci?n zieht sich ein G?rtel des Elends. Zu viele - unter ihnen auch Politiker - haben ein Interesse daran, das Elendsviertel zu bewahren. Dies entspricht der paraguayischen Mentalit?t der J?ger und Sammler - f?r die Hege und Pflege des Gemeinguts dagegen fehlt der Sinn.
B. A. Asunci?n, Mitte August
Gegen?ber dem soeben renovierten Stadttheater von Asunci?n erstreckt sich an der Plaza del Congreso das alte Parlamentsgeb?ude, ein harmonischer Palast mit S?ulengang. Am Horizont gleisst der R?o Paraguay, der das Land weiter n?rdlich in zwei Teile scheidet, hier aber die Grenze zu Argentinien bildet. Beidseits des Parlaments begrenzen Balustraden den Platz; jenseits f?llt das Gel?nde ab in das Schwemmland des Flusses. Ein Denkmal ehrt den Befreier S?damerikas, Sim?n Bol?var. In Stein gehauen steht Juan de Salazar y Espinosa, der 1537 Asunci?n gr?ndete, jene Stadt, von der die Besiedlung des riesigen Einzugsgebiets des R?o de la Plata ausging. Er tr?gt ausser dem Schwert eine Schriftrolle, das Symbol der Gerechtigkeit. Gestank liegt in der Luft.
Identifikation der Armut
Die Aussicht auf den Fluss lockt zur Balustrade. Beim N?herkommen schl?gt einen nicht l?nger die Sch?nheit des fernen Stroms in Bann, sondern die ins Blickfeld kommende Elendssiedlung Chacarita, die sich an die Stadt heran dr?ngt, m?glichst fern vom Fluss. Wegen des Gef?lles ist sie vom Platz aus nicht zu sehen, nur zu riechen: Moder, Dreck und Haufen schwelenden Abfalls. Die Favela lehnt sich an der ?stlichen Ecke des Platzes an das Geb?ude der Katholischen Universit?t, zieht sich hinter dem alten Parlament vorbei, umkurvt das enorme Reiterstandbild eines Vaterlandshelden und schwappt auf den Platz vor dem neuen Parlament, einem protzigen, von Taiwan finanzierten Bau, wo keine Balustrade die Welten trennt. Der Aufgang zum neuen Parlament ist mit schwarzen Platten belegt, die nach dem sonnigen Wintertag in der D?mmerung angenehme W?rme abstrahlen.
Unter den B?umen glimmt aus Bretterbuden Licht. Die Bewohner von Chacarita siedeln zu F?ssen der Volksvertreter, die wohl fast t?glich ?ber die Bek?mpfung der Armut beraten. Die Regierung hat in einer Absichtserkl?rung gegen?ber dem Internationalen W?hrungsfonds bekannt gegeben, sie werde ein zentralisiertes System einf?hren, um jene «zu identifizieren, die im Elend leben». Wer will, weiss Bescheid. Laut der Urbanistin Mabel Causarano ist schon auf Pl?nen aus dem 18. Jahrhundert zu sehen, dass das Schwemmland von Zuwanderern oder Ausgestossenen bewohnt war, damals Indios. In den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts, als Hochwasser rar war, begann Chacarita rasch zu wachsen. Heute zieht sich laut Causarano ein etwa zwei Kilometer langer G?rtel des Elends um das historische Zentrum von Asunci?n.
Symbiotische Beziehungen
Der Plan, die Flusslandschaft zu befestigen und der Stadt das Ufer zu erschliessen, scheiterte laut Causarano unter anderem daran, dass diverse Kr?fte darauf bestanden, Chacarita zu bewahren. Nicht einmal die Bewohnerinnen und Bewohner selbst wollten umgesiedelt werden, da sie im Stadtzentrum mit allerlei Handel ihren Lebensunterhalt zusammenkratzen. Kirchliche Organisationen h?tten kein Interesse daran gezeigt, ihre Sch?fchen aus Chacarita abwandern zu sehen. Andere hingegen hofften, in der Favela billig Boden kaufen zu k?nnen, der dank dem Projekt zu einer s?ndteuren Parzelle mit freiem Blick auf den Fluss mutiert w?re. Politiker, so erz?hlt Causarano, h?tten schliesslich die Baupl?ne im Gegenzug f?r Stimmen und R?ckhalt der W?hlerschaft von Chacarita hintertrieben.
Um den Einwohnern des Elendsviertels einen Verdienst zu erm?glichen und sie nicht in die Kriminalit?t zu dr?ngen, toleriert man im Stadtzentrum den informellen Handel auf Trottoirs und Pl?tzen. Dies sch?digt die eingesessenen Gesch?fte, Arbeitspl?tze gehen verloren. Die wegen der Verkehrsprobleme bestehende Abwanderung von Firmen hinaus in die Vorstadt verst?rkt sich. Die Entleerung des Zentrums vermindert den Anreiz, Chacarita zu sanieren. Somit wirkt alles darauf hin, dass die Favela bleibt, wo sie ist, und die Armen arm bleiben, wie sie sind. Die B?rokraten k?nnen sich in klimatisierten B?ros mit zentralen Systemen besch?ftigen, um dem Elend nie auf die Schliche zu kommen.
Der Agronom Antonio Spiridonoff erz?hlt, der R?o Paraguay werde von primitiv lebenden Fischern brutal gepl?ndert. Die Netze w?rden immer engmaschiger, die f?r die Erholung der Best?nde gedachten Schutzzeiten dank Politikern, die sich die Fischer als ihre Klientel halten, immer k?rzer. ?hnliches ist vom Paran? bekannt, wo oberhalb des argentinisch-paraguayischen Kraftwerks Yaciret? mafiose Banden mit Schleppnetzen den Fluss durchk?mmen, um den Fang zu Fischmehl zu verarbeiten. Die Beh?rden kassieren offenbar mit. Ein lukratives Gesch?ft, wenn auch mit Ablaufdatum. Laut dem jesuitischen Gelehrten Bartolomeu Meli? verh?lt sich Paraguay wie eine steinzeitliche Gesellschaft von J?gern und Sammlern. Spiridonoff sagt, das ?ffentliche, der Staat, sei das Revier der J?ger und Sammler. Niemand hege und pflege Gemeingut. Er vergleicht dies mit der Nahrungskette in freier Natur: Gefressen wird stets der Schwache.
Bedingung der Perversit?t
Die Tageszeitung «ABC» fand k?rzlich eine andere Metapher: Paraguay sei ein Flugzeugtr?ger, auf dem eine Vielzahl von R?ubern aller Art stationiert seien, die ihre Ausf?lle lancierten und dann auf das sichere Deck zur?ckkehrten, wo sie unbehelligt blieben. Der fr?here Finanzminister Dionisio Borda z?hlt zu jenen Vielen, die einen darauf hinweisen, dass Paraguays Gesellschaft die Korruption als Teil des Lebens akzeptiert habe. Daher, so der Autor und Radio-Journalist Benjam?n Fern?ndez Bogado, gebe es hierzulande praktisch keine Verleumdungsklagen. Jemanden als korrupt zu bezeichnen, ist banal. Das Land ist in gewisser Hinsicht wehrlos: Brasilianische Unternehmer bauen auf paraguayischem Boden in grossem Stil Soja an, bringen alles - inklusive die Arbeiter - aus ihrer Heimat mit und benehmen sich, so heisst es, wie Raubritter. Es sei f?r sie in Paraguay so leicht, wie gegen eine Mannschaft ohne Torh?ter Fussball zu spielen. Aus brasilianischer Sicht erscheint Paraguay manchem als ein Gliedstaat Brasiliens.
Laut dem ?konomen Borda ist es in Paraguay ein Symbol der Macht, Willk?r zu ?ben; wer sich an die Regeln h?lt, ist schwach und f?r andere keine Quelle von Beistand oder Privileg. Der Psychologe und Sozialwissenschafter Melqu?ades Alonso, der an einem jesuitischen Universit?ts- Institut lehrt, sieht das gleiche Ph?nomen aus umgekehrter Perspektive. Die Inexistenz des Konzeptes des ?ffentlichen erlaube es den Politikern, den Leuten als eine Beg?nstigung, als einen Gefallen anzudrehen, was verbrieftes Recht sei, etwa Bildung oder Krankenpflege. Daher seien Armut und Analphabetismus notwendige Ingredienzien der Aufrechterhaltung des bestehenden, laut Alonso perversen Systems.
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Eala Freya
Gast
Re: News aus Paraguay
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Antwort #8 am:
August 29, 2006, 04:36:01 »
Hallo Santiago u. Apolda,
sorry, wenn ich mich einfach so in Euren Smaltalk reinh?nge.
Aber Santiago sprach gerade den B?cker an und dazu fiel mir die Geschichte von meinem Vetter in Australien ein.
Der hat nach seinem Schulabschlu? im Baugesch?ft seines Vaters das H?userbauen gelernt bzw. sich angeeignet.
Nach ein paar Jahren in dem Gewerbe ist er dann Selbst?ndig losgezogen und hat H?user gebaut.
Ein paar Jahre sp?ter ist er dann ins Immobiliengesch?ft eingestiegen und hat sein Kapital f?r weitere Pl?ne aufgestockt.
Als es soweit war, zog er dann von der Gold-Coast nach Cairns kaufte sich eine B?ckerei und hat mittlerweile dort zwei Filialen.
Dieses ist in D ?berhaupt nicht zu bewerkstelligen und weil es nicht funktionieren darf haben sich die meisten Menschen das denken in Bezug Brainstorming gar nicht erst angeeignet.
Diese Arbeitsweise kann nur in L?nder funktionieren wo die freie Marktwirtschaft vorherrscht.
In Deutschland wird dieses von den Lobbyisten und deren politischen Helfer strikt unterbunden und der Bev?lkerung etwas von Qualit?tssicherung durch den Meisterbrief vorgegaukelt.
Weil dies (wie viele glauben) schon immer so war kommt eine andere Denkweise gar nicht erst auf.
Sie machen sich auch keine Gedanken dar?ber das ein Fladenbrotb?cker hier in D seiner T?tigkeit ohne Gesellen- od. Meisterbrief nachgehen darf.
Ja Apolda, nur die Qualit?t, der Service und der faire Preis regelt den Markt automatisch und erzeugt die beste Werbung, n?mlich die Mundpropaganda.
Das Problem der M?belproduktion in Paraguay sehe ich nicht im Handwerklichen Bereich, sondern eher im Technischen und dem vielleicht fehlenden Designverst?ndnis.
Ebenso kannst du hier (in E) M?bel aus Echtholz auch nur selten von der Stange kaufen.
Wir werden nur von der Produktion aus minderwertigem Rohstoff geblendet.
Aber aus meinem o.g. Beispiel kann man ersehen, wenn man will, kann und vor allen Dingen darf kann jeder etwas bewegen und seines Gl?ckes Schmied werden.
Gru?
Horst
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apolda01
Gast
Re: News aus Paraguay
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Antwort #7 am:
August 29, 2006, 02:05:08 »
Hallo Santiago,
ich sehe die Sache so, es gibt ?berall Firmen die das machen, was man selbst vorhat und das nicht nur in Paraguay.
Um sich als Firma behaupten zu k?nnen muss man halt besser sein wie die anderen. Das Produkt oder die Dienstleistung muss in Qualit?t und Service die der Mitbewerber ?bertreffen und das zu fairen Preisen, nur so hat man eine Chance.
Die beste Werbung ist ein zufriedener Kunde!
Der Vorteil eines Europ?ers liegt nun mal in der z.B. Handwerklichen Ausbildung, im M?belbereich sieht es in Paraguay recht traurig aus, gute M?bel sind sehr schwer zu bekommen, die gibt es nicht oder selten von der Stange.
Gruss
Apolda01
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