In Paraguay werden Testfahrer f?r Traumautos gesucht.
Heute erreichte mich eine Spammail mit Werbung f?r Testfahrer:
http://www.autostudie.com/http://www.fahrergesucht.com/http://www.fahrergesucht.com/agb.phphttp://www.fahrergesucht.com/impressum.phpMit etwas googlen habe ich weiter Angaben zum Thema gefunden:
http://www.paraconstruccion.com/http://www.xeratec.com/index.htmlhttp://www.pff-online.de/index.php?dir=http%3A//www.pff-online.de/wbb2/thread.php%3Fthreadid%3D2646852 [owner-c] fname: Michael
[owner-c] lname: Altevogt
[owner-c] org: Xeratec Technologies S.R.L
[owner-c] address: Gabriel Casaccia 204
[owner-c] city: Aregua
[owner-c] pcode: 110
[owner-c] country: PY
[owner-c] state: PY
[owner-c] phone: +595-991-343399
[owner-c] fax: +595-991-343399
[owner-c] email:
info@xeratec.comTestfahrer gesucht – auf dem Weg zur hohen Rechnung
Ein tolles Angebot, die Preise winzig klein gedruckt – schon rollt der Rubel. Seit gut einem Jahr ?berschlagen sich dubiose Anbieter regelrecht, um mit diesem Trick im Internet das gro?e Geld zu machen. Besonders dreist treibt es jetzt ein Herr aus Frankfurt. Oder Paraguay. Oder Bottrop. Wie man's nimmt. Der Mann sucht auf zwei Webseiten „Testfahrer“ und verspricht ihnen die kostenlose Nutzung der Luxuskarossen f?r mehrere Jahre. Autohersteller und Fachzeitschriften, die er dabei als Referenzen anf?hrt, reagieren verschnupft. Denn zum einen ist das Angebot ?berhaupt nicht kostenlos, zum anderen ist die angebotene Leistung mehr als fragw?rdig.
„GESUCHT: Testfahrer f?r deutsche Automobilindustrie. VERG?TUNG: Freies Testfahrzeug f?r den Zeitraum der Studie (1-3 Jahre)“, hei?t es auf den Seiten autostudie.com und fahrergesucht.com, die seit einigen Tagen online sind. Und dann erz?hlt Betreiber Michael A., dass Automobilhersteller „wie Audi, BMW, Mercedes, und Porsche“ f?r Studien Testfahrer suchten, „vorwiegend f?r Fahrzeuge aus dem Luxus-Segment“. Die Bewerbung sei nat?rlich „kostenlos“, und wof?r man sich bewerben soll, sieht man auch gleich drunter. Bilder von Audi A6, 6er Bmw, Mercedes M-Klasse und Porsche Boxter prangen dort – neben den Logos von „Auto Bild“, „Auto Motor Sport“, „CNN“ und „Gmx“, bei denen fahrergesucht.com schon empfohlen worden sei. Gew?nschtes Auto anklicken gen?gt, dann muss man in einem Formular noch Alter und Bundesland eingeben – schon stellt die „Datenbank“ von Michael A fest: „Es wurden verf?gbare Fahrzeuge in Ihrer Umgebung gefunden.“ Dabei ist ?brigens egal, welches Alter und welches Bundesland man eingibt, "verf?gbar" sind Fahrzeuge angeblich immer. Als n?chstes soll man sich f?r die „Studien-Testfahrer Anfrage“ anmelden. „Bitte f?llen Sie das Formular innerhalb der n?chsten 15 Minuten aus, anderenfalls verf?llt Ihre Anfrage und reservierte Pl?tze werden wieder freigegeben“, hei?t es w?rtlich.
Dass Michael A. bei der Reservierung auf die Tube dr?ckt, kommt nicht von ungef?hr. Denn wer sich l?nger auf den Seiten umsieht, wird ganz unten im Kleingedruckten auf einen richtig gro?en Haken sto?en. So „kostenlos“, wie es auf der Seite versprochen wird, ist der dubiose Service n?mlich gar nicht. Im Gegenteil: „F?r den fahrergesucht.com Service zahlen Sie einmalig sechsundneuzig Euro“, hei?t es pl?tzlich in schwarzer Schrift auf dunkelblauem Hintergrund. Und auch vom Testfahrzeug f?r mehrere Jahre ist im Kleingedruckten nicht mehr die Rede: „Nach Anmeldung bei fahrergesucht.com beauftragen Sie fahrergesucht.com f?r Sie kostenlose Testfahrten in Autos der "gehobenen" Kategorie zu organisieren.“ Auf Deutsch: Man soll 96 Euro zahlen f?r einen Service, den man bei jedem Autoh?ndler kostenlos bekommt.
"Haben damit nichts zu tun"
Die Masche, Internetnutzer mit Tests von teuren Autos in die Kostenfalle zu locken, ist nicht neu. Nach einem ?hnlichen Prinzip arbeiten auch Seiten wie testcars.de oder testcars.ch. So dreist wie Michael A. und seine Firma „Xeratec Technologies“, die sich als Partner von Automobilkonzernen ausgeben und Fachzeitschriften als Referenz angeben, waren andere Anbieter bisher aber nicht. Vermutlich ahnten die, was auf sie zukommen k?nnte: ziemlich gro?er ?rger. Die Redaktion von „Auto Bild“ zum Beispiel hat entschieden etwas dagegen, auf Seiten wie diesen als Werbung missbraucht zu werden. „Nat?rlich hat Auto Bild mit diesem Angebot nichts zu tun“, betonte Redaktionsleiter Ralf Bielefeldt gegen?ber Dialerschutz.de. „Unsere Rechtsabteilung ist bereits informiert.“ Und auch der Daimler-Chrysler-Konzern besch?ftigt sich bereits mit den fragw?rdigen Angeboten, auf denen ihr Name steht. "Wir stehen mit dieser Seite und ihrem Betreiber in keiner Beziehung", erkl?rte Pressesprecherin Marina Raptis. "Wir suchen keine Testfahrer, wie dort behauptet wird, au?erdem haben wir nicht genehmigt, dass dort unser Name verwendet wird." Auch bei der Daimler-Chrysler AG liege der Fall nun in der Rechtsabteilung, so die Sprecherin weiter: "Wir pr?fen, wie wir gegen diese Seite vorgehen."
Auf seiner Testfahrt zum schnellen Geld k?nnte Michael A. also wom?glich bald ins Schleudern kommen. Dann h?tte er vielleicht mehr Zeit, sich um seine anderen Gesch?fte zu k?mmern. Seine „Xeratec Technologies“ hat ihren Sitz angeblich in Aregua in Paraguay. Dort sitzt auch die Firma Paraconstruccion. Bei dieser Baufirma f?hrt er nach eigenen Angaben ebenfalls die Gesch?fte. Erreichbar ist Michael A. wiederum unter anderem ?ber eine Nummer in Bottrop. Der Mann ist offensichtlich viel unterwegs. Vermutlich in einem Auto der "gehobenen Kategorie"...
HH