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Autor Thema: Wirtschaftsdaten  (Gelesen 1315 mal)
apolda01
Gast
« Antwort #2 am: August 02, 2006, 02:35:31 »

Zentralbankpr?sidentin M?nica P?rez betreibt Finanzpolitik mit illegalen Parallelhaushalt
geschrieben von dfp In Paraguay - Wirtschaft - 11 Jul, 2006

[AR] ASUNCION - Die Entdeckung eines nicht vom Parlament bef?rworteten Parallelhaushalts in der paraguayischen Zentralbank f?hrte im vergangenen Jahr zum Streit der neuen Zentralbankpr?sidentin M?nica P?rez mit den ?brigen Vorstandsmitgliedern.

M?nica P?rez setzte sich resolut f?r die Legalit?t ein und forderte, dass der Parallelhaushalt verschwinden m?sse. Alle Kosten m?ssten im vom Parlament abgesegneten Haushalt vorgesehen sein. Der Parallelhaushalt war benutzt worden, um bei Kursschwankungen die notwendigen K?ufe und Verk?ufe von Devisen abzudecken. Mutma?lich hatte man sich aber auch f?r andere Dinge recht freiz?gig aus diesem Parallelhaushalt bedient.

Der Streit innerhalb des Zentralbankvorstands f?hrte schlie?lich zum R?cktritt von drei Vorstandsmitgliedern. Der Vorstand mit nur noch zwei verbleibenden Mitgliedern ist nicht mehr beschlussf?hig, so dass M?nica P?rez heute im Alleingang die Finanzpolitik des Landes leitet. Das Sonderbare ist dabei, dass sie bis heute den geschm?hten Parallelhaushalt benutzt. Der Rechnungshof hatte diesen bereits vor Monaten als illegal erkl?rt und sagt nunmehr, dass damit seine Pflicht erf?llt sei. Falls dem Staat durch die weitere Benutzung Schaden entstehe, falle dies allein in die Verantwortung der Zentralbank.

Wegen der neu aufgetauchten Inflationsgefahr sind die dem Parallelhaushalt belasteten Kosten inzwischen in die H?he geschossen. Seit Januar 2006 wurde bereits die doppelte Summe des gleichen Vorjahreszeitraums verbraucht. Einer der Kostenfaktoren war im April 2006 die Erh?hung der Leitzinsen um 2%, um die von der Zentralbank ausgegebenen "Regulierungswechsel" attraktiver zu gestalten. Diese Wechsel werden zum Zweck der Kaufkraftabsch?pfung an Handelsbanken verkauft. Die daf?r zu zahlenden Zinsen werden dem Parallelhaushalt belastet. Weitere Kosten entstehen durch die dem Parallelhaushalt belasteten Zinszahlungen f?r die Mindestreserven, die die Handelsbanken in der Zentralbank unterhalten m?ssen. Und schlie?lich wurden seit Jahresbeginn bereits 54 Mio. USD zur Kursst?tzung ausgegeben, haupts?chlich um die schw?chelnde Leitw?hrung USD vor weiterem Fall zu sch?tzen.


Apolda01
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apolda01
Gast
« Antwort #1 am: Juli 31, 2006, 10:57:39 »

Investieren in Paraguay
IAV informiert ?ber Gesch?ftsm?glichkeiten im Herzen des Mercosur

[Aus dem IXPOS-Archiv]

(IAV, 29.06.2006) Die M?glichkeiten, die Paraguay als Investitionsstandort im Herzen des Mercosur und des s?damerikanischen Kontinents bietet, sind nur wenig bekannt. Das Land, das etwas gr??er als Deutschland ist, verf?gt ?ber riesige Energieressourcen aus Wasserkraft. Pro Kopf ist deshalb Paraguay gr??ter Stromexporteur der Welt und die Einnahmen aus diesem Bereich sind gleichzeitig eine zentrale St?tze f?r den Staatshaushalt. In der s?damerika-nischen Wirtschaftsgemeinschaft Mercosur weist das Land mit Abstand die niedrigsten Energiekosten auf: Sie betragen gerade einmal ein Viertel der Kosten im benachbarten Brasilien. Au?erdem ist Paraguay reich an fruchtbarem Agrarland und an unterirdischen Wasserreserven. Bei den Zuwachsraten ?lhaltiger Nutzpflanzen belegt das Land weltweit den dritten Platz. Gleichzeitig ist es einer der f?nf gr??ten Soja-Exporteure der Welt.

Die strategisch sehr g?nstige geographische Lage des Landes spiegelt sich in der Verkehrsanbindung wieder. Das Wasserstrassen-Netzwerk der Fl?sse Paraguay und Paran? ist vergleichbar mit dem des Mississippi und verbindet 5 L?nder zu durchaus konkurrenzf?higen Transporttarifen. Die Schiffbarkeit betr?gt 2.422 km. Entlang der gesamten Strecke von Nord nach S?d sind Hauptst?dte und wichtige H?fen gelegen. Daneben existiert ein Netzwerk von allerdings nicht immer optimal instand gehaltenen inl?ndischen und internationalen Schnellstra?en zu den Produktions-, Vertriebs- und Konsumzentren der gesamten Region. Die Autobahnverbindung zwischen dem Atlantischen und Pazifischen Ozean f?hrt ebenfalls durch Paraguay.

Paraguays Bev?lkerung ist mit rund 5,6 Mio. Menschen relativ klein. Dagegen ist die Wachstumsrate hoch: 70% der Paraguayer sind j?nger als 30 Jahre. Die Armut konnte zwar in den letzten Jahren verringert werden, befindet sich trotzdem weiter auf einem relativ hohen Niveau. Daf?r sind die Lebenshaltungskosten extrem niedrig: Die Hauptstadt Asunci?n gilt nach eine Untersuchung von Mercer Human Resource Consulting inzwischen als „billigste“ Gro?stadt der Welt. Ethnische, religi?se oder rassische Konflikte sind in diesem Land S?damerikas unbekannt. Insgesamt gibt es etwa 120.000 deutschst?mmige Paraguayer, darunter 30.000 Mennoniten. Viele von ihnen haben durch Flei? und Eigeninitiative in der Landwirtschaft und im Handel Karriere gemacht. Ein Doppelbesteuerungsabkommen und ein Vertrag ?ber die F?rderung und den gegenseitigen Schutz von Kapitalanlagen zeugen von harmonischen Beziehungen zu Deutschland.

Im Jahr 2006 erreichte Paraguay ein BIP-Wachstum von knapp 3%. F?r das laufende Jahr wird eine leichte Be-schleunigung des Wirtschaftswachstums auf 4% erwartet. Die Landwirtschaft ist mit einem Anteil von rund 27% am BIP wichtigster Wirtschaftszweig und Arbeitgeber. Handel und Finanzen sind mit 19% am BIP beteiligt und die verarbeitende Industrie mit 14,5%. Der Agrarsektor ist f?r fast zwei Drittel der Exporterl?se verantwortlich. Soja und Sojamehl liegen bei den Ausfuhren an der Spitze, gefolgt von Fleisch. Paraguay ist Gr?ndungsmitglied der s?damerikanischen Wirtschaftsgemeinschaft Mercosur und k?nnte in einem zuk?nftigen gemeinsamen Markt zu einem zentralen Produktionsstandort werden. Derzeitig gibt es jedoch in Argentinien und Brasilien f?r paraguayi-sche Produkte immer noch Einfuhrhemmnisse. Die Pr?sidenten der beiden gro?en Nachbarl?nder haben aber auf dem letzten Mercosur-Gipfeltreffen eine Verringerung dieser Probleme angek?ndigt.

Die Regierung ist sich im klaren dar?ber, dass die Rechtssicherheit gerade auch im Interesse einer st?rkeren ausl?ndischen Investitionst?tigkeit verbessert werden muss. Es gibt aber eine Reihe von Faktoren, die ein Direkt-engagement in Paraguay attraktiv machen k?nnten. Der gesetzlicher Mindestlohn liegt bei umgerechnet rund US$ 210 im Monat. Der Mehrwertsteuersatz von 10% ist mit Abstand der niedrigste in der gesamten Region, einschlie?lich Chile. In Paraguay existiert auch keine Einkommenssteuer. Neben einer niedrigen Steuerlast, nied-rigen Energiekosten und einem niedrigen Lohnniveau gibt es verschiedene staatliche Investitions- und Produkti-onsanreize, wie z.B. das Maquila-Programm, das Investitionsf?rderungsgesetz (Gesetz 60/90) und das Freihan-delszonen-Regime.

I. Maquila-Programm
Es handelt sich dabei um ein exportorientiertes System. In den Binnenmarkt d?rfen max. 10% des Exportvolu-mens des Vorjahres geliefert werden. Voraussetzung ist ein Vertragsverh?ltnis zwischen einem ausl?ndischen Unternehmen und der Maquiladora in Paraguay. F?r den Import von Produktionsg?tern, Rohstoffen, Teilen und Komponenten aus Nicht-Mercosur-L?ndern gibt es umfangreiche Zollverg?nstigungen bzw. -befreiungen. Erfor-derlich ist grunds?tzlich ein regionaler Mercosur-Zulieferungsanteil von 40% bis 2008, von 50% von 2009-2014 und von 60% ab 2014, um die Importzollbefreiung in Anspruch nehmen zu k?nnen. Dazu sind aber Sonderrege-lungen beim Fehlen nationaler Produktion oder im Falle „unzul?nglicher“ nationaler Produktion aus qualitativer und / oder quantitativer Sicht m?glich. Erhoben wird lediglich eine 1%ige Maquila-Steuer.

Im Rahmen des Maquiladora-Programms hat das brasilianische Unternehmen Mega Pl?sticos im Mai 2006 die Produktion von Plastikfolien in Paraguay aufgenommen. Insgesamt wurden US$ 20 Mio. in das Werk in Ciudad del Este investiert. Die Exporte gehen in die Mercosur-L?nder sowie nach Chile, Venezuela, Ecuador und die USA. Die Wahl des Standortes wurde vom Gesch?ftsf?hrer des Unternehmens, Fernando Assad Barrak, mit den vielen Vorteilen begr?ndet, die Paraguay im „Maquiladora“-Sektor anbietet. Mega Pl?sticos k?nne jetzt vom Preis her sogar mit asiatischen Produkten konkurrieren. F?r 2007 seien Erweiterungsinvestitionen von US$ 10 Mio. vorgesehen. Ebenfalls in Ciudad del Este hat sich vor kurzem im Rahmen des Maquiladora-Programms ein brasi-lianischer Sportartikelhersteller niedergelassen. In nur zwei Jahren ist somit der Lohnveredelungssektor zu einer der dynamischsten Branchen Paraguays geworden. In den ersten f?nf Monaten 2006 realisierten die in Paraguay ans?ssigen Maquiladora-Unternehmen Exporterl?se in H?he von US$ 20,9 Mio. Das war das Dreifache der Aus-fuhreinnahmen des Gesamtjahres 2005. Bis Ende des Jahres 2006 wird ein Anstieg der Exporte des Sektors auf mehr als US$ 50 Mio. erwartet.


II. Investitionsf?rderungsgesetz Nr. 60/90
Durch dieses Gesetz beg?nstigte Investitionen k?nnen in unterschiedlicher Form vorgenommen werden: Geld, Finanzierung, G?ter, Rohstoffe und Vorprodukte, Transfer von Technologie (Warenzeichen, Designs und Indust-rieprozesse), Beschaffung von Maschinen sowie technische und Experten-Dienstleistungen. Investoren, die die Vorteile des Gesetzes Nr. 60/90 nutzen wollen, sollten beitragen zur Steigerung der Produktion von G?tern und Dienstleistungen im Lande, zur Schaffung von nachhaltigen Arbeitspl?tzen, zur F?rderung von Export und Import und zum Technologietransfer, um die Gewinnung von Rohstoffen, den Qualifikationsgrad der Arbeitskr?fte und die Weiterverarbeitung und die Nutzung nationaler Ressourcen zu verbessern.

Investitionen werden u.a. in folgenden Bereichen gef?rdert. Industrie, Bergbau und Steinbr?che, Wasserwirt-schaft, Weiterverarbeitung von landwirtschaftlichen Erzeugnissen, Biotreibstoffe, Transport, Lagerhaltung, Ban-ken und Versicherungen, Wissenschaft, Gesundheit, Radio, Fernsehen und Presse, Bildung, Telekommunikation, Einkaufszentren, Tourismus und Rentensysteme.

Die Investitionsanreize umfassen u.a. eine vollst?ndige Steuerbefreiung bei Gesellschaftsgr?ndungen und Kapi-talerh?hungen, bei der Ausgabe, Zeichnung und ?bertragung von Rechtstiteln oder Aktien, bei der ?bertragung von Eigentum der Gesellschafter sowie bei der Ausgabe, dem Kauf und Verkauf von Obligationen und Schuldver-schreibungen und sonstigen festverzinslichen Wertpapieren von Gesellschaften und Unternehmen. Weitere Vor-teile sind der Erlass von 95% der Einkommenssteuer von 1,5% f?r 5 Jahre, Vorzugs-Bankkredite oder andere Finanzierungen f?r 5 Jahre sowie die freie ?berweisung von Dividenden und Gewinnen ins Ausland, falls die Person nicht im Lande wohnt. Eine Ausweitung der Vorteile auf 10 Jahre ist m?glich, wenn die Investition in ge-f?rderten Entwicklungsgebieten stattfindet.

In den ersten f?nf Monaten 2005 wurden nach Angaben des zust?ndigen Ministeriums f?r Industrie und Handel im Rahmen des Investitionsf?rderungsgesetzes Nr. 60/90 Projekte im Gesamtwert von umgerechnet US$ 145 Mio. genehmigt. Davon entfielen 53,5% auf Auslandsinvestitionen.

III. Freihandelszonen
Es handelt sich um „Gebiete des Paraguayischen Territoriums, die durch die Regierung als Freihafen autorisiert sind, unter Aufsicht der Steuerbeh?rden und unter staatlicher Kontrolle, reguliert durch das Gesetz Nr. 523.“ Zu den Vorteilen geh?ren: zollfreie Importe, niedrige Transportaufwendungen, g?nstige Produktionskosten, Steuer-befreiungen, lange Steuerzahlungsfristen bei der Nationalisierung bzw. unkomplizierter Re-Export ohne Nationali-sierung. Nicht wenige Maquiladora-Unternehmen haben sich in den Freizonen niedergelassen, um die Vorteile beider Systeme zu nutzen.

Den Orginaltext findet ihr hier: http://www.ixpos.de/nn_7652/Content/de/01__Aktuelles/News/2006/III/IAV__060703.html

Gruss

Apolda01
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aisa
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« am: Mai 30, 2006, 07:46:45 »

Aus dem folgendem Bericht k?nnen interessante Wirtschaftsdaten entnommen werden die Einwanderer f?r ihre Existenzgr?ndung verwenden k?nnen.

http://www.mic.gov.py/templates/mic/desc/info-gest-2005.pdf

Sky und Till glauben in PY kann man nichts verdienen. Gl?cklicherweise irren sie sich. Die Frage ist nur wie man am Kuchen mitnaschen kann. Wer t?chtig ist wird dazu auch eine M?glichkeit finden.

HH
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