Warum sollte Spanien - trotz wirtschaftlicher Schwierigkeiten - nicht als Alternative (u. a. zu PY)
herhalten können?
Immerhin ist die weit überwiegende Mehrheit deutscher Residenten (in ihrem jeweiligen Gastland) ja
eh nicht auf Arbeitssuche.
Und wer sich aktuell mit Auswanderungsplänen befasst, muss den span. Crash mit deutlich nachgebenden
Grundstückspreisen, doch keineswegs als Nachteil werten.
Ich seh' das Gesamtpacket.
Hat man genuegend Geld, kann man sich in vielen Laendern der Welt sauwohl fuehlen.
Aber nehmen wir mal den normalen deutschen Rentner.
Rente zwischen 1000 und 1500 Euro.
In Deutschland:
Kosten fuer Lebensmittel die niedrigsten aller westeuropaeischen Staaten.
30% billiger als in Spanien.
Eine Krankenversicherung von der ein Spanier nur traeumen kann.
Auch als Kassenpatient ein Spitzensystem!
(Hier muss ich mal anfuehren, dass man erst in der Ferne dieses deutsche System zu wuerdigen versteht.)
In Spanien sind 20 Stunden im Wartesaal eines staatlichen Krankenhauses bei einem Herzinfarkt keine Ausnahme (je nach Region) und dann anschliessend 9 Monate auf den Termin fuer die Bypass-OP warten, auch.
Wer es sich leisten kann, hat zusaetzlich eine private KV, mit der man in privaten Krankenhaeusern ohne Wartezeiten behandelt wird.
Ich nehme mal an, Du auch, JustNow.
In DE laesst es sich vernuenftig leben.
ZB in der Innenstadt von Berlin brauchst Du keine Auto.
Alles: Theater, Kino, Restaurant, Laeden zu Fuss erreichbar.
In Spanien:
Essen teurer, KV schlecht.
In den zu schnell hochgezogenen Urbanisationen der letzten Jahre – und da sind ja die deutschen Einwanderer – schlechte Infrastruktur.
Schlechte Verkehrsanbindung, Schulunterricht im Container.
Die Politiker fuehlen sich fuer die von Auslaendern bewohnten Urbanisationen nicht zustaendig.
Sie kassieren zwar die tollen Steuern, geben sie aber lieber unter ihren Waehlern in den kleinen Staedten aus.
Die Strassen in den Urbanisationen verkommen, in den Staedten entstehen mit dem Geld der Auslaender wahre Prunk-Alstaedte.
Jedoch meilenweit von den Urbanisationen entfernt.
Jetzt kam die weltweite Finanzkrise, die spanische Immobilienkrise und in den naechsten zwei bis fuenf Jahren die spanische Finanzkrise.
Noch weniger Geld fuer Schulen, Strassen, die staatliche Krankenversicherung – zu der uebrigens auch die deutschen Rentner in Spanien gehoeren.
Auf den Kanaren kann es etwas anders aussehen, aber ich glaube nicht, dass die Lebensmittel (bis auf einige kanarische) billiger sind als auf dem Festland.
In Paraguay:
Der durchschnittliche deutsche Rentner lebt in PY auf hoeherem Niveau.
Empleada, Gaertner, essen gehen.
Sorgenkind ist die Krankenversicherung.
Aber da haben wir schon mehrfach drueber gesprochen: Im Ernstfall geht der Flieger nach DE.
Arbeit:
In Spanien derzeit unmoeglich, in PY sehr sehr schwierig, in DE auch schlecht, aber von diesen drei Laendern immer noch am „besten“.
Immo-Kauf:
Trotz der Krise in Spanien sind die Schnaeppchen rar gesaet.
Ich glaube von den Banken und den Makler werden die Preise kuenstlich hoch gehalten.
In DE (jetzt mal speziell in Berlin) waren die Immo-Preise am Boden.
Auch die Mieten.
In Wilmersdorf oder Charlottenburg konnte man Wohnungen fuer 20-30.000 Euro ersteigern.
Mieten ab 200 Euro.
Aber die Talsohle ist seit einem Jahr durchschritten, die Preise ziehen an.
In PY bekommt man immer noch fuer konkurrenzlos niedrige Preise Grundstuecke und Haeuser.
Ein Bekannter hat gerade fuer 100 Euro ein Haus mit Poolbenutzung (nur er und der Vermieter) gemietet. Inkl Wasser, aber Strom separat.
Don H