Zum Welt-Wassertag am 22. Maerz hier nun mein letzter Beitrag ueber den pH-Wert:
Ich versteh jetzt Deinen Aufstand nicht, XYZ.
Wir sind doch absolut einer Meinung!
Ich will Deinen Satz:
8. es gibt natürlich kaum Untersuchungen von Wasser mit pH=5,5 und die Auswirkung auf den Körper, da es kaum eine Auswirkung hat
nicht aus dem Zusammenhang reissen, sondern unterstreiche ihn! Ich bin da Deiner Meinung!
Und stellen wir doch diese Aussage auf ein wissenschaftlich-mathematisches Fundament.
„Kaum“ Auswirkung ist mir nicht wissenschaftlich genug. Was ist „kaum“? Nehmen wir mal an, „kaum“ waeren ein Prozent, kaum = 1%.
Also waeren die Auswirkungen, die der
regelmaessige, ueberwiegende Verzehr von Wasser mit pH 5,5 auf Dich, mich und alle anderen in 1% zu Problemen fuehren
koennen – wie ich sie in den ersten Beitraegen dieses Threads aufzaehlte.
Oder anders ausgedrueckt: 1% der Einwanderer hier
koennen die geschilderten Probleme bei
regelmaessigem, ueberwiegenden Verzehr von Wasser mit pH 5,5 entwickeln.
Da ich persoenlich drei Leute kenne, die moeglicherweise gesundheitliche Probleme durch den
regelmaessigen, ueberwiegenden Verzehr von Wasser mit pH 5,5 bekommen haben, halte ich die „1%“ fuer sehr niedrig angesetzt. - aber wir brauchen ja eine Basis, um zu beginnen.
Wenn man dann noch die ca 10 Symptome zu Grunde legt, die ich in den ersten Beitraegen nannte, kommen wir da auf eine Wahrscheinlichkeit von 0,1%, dass sich eine dieser Symptome zeigt.
Aber jetzt gehen wir mal einen Schritt weiter: Wir besuchen einen gemeinsamen Bekannten. Als ich bei jeder sich bietenden Gelegenheit die pH-Werte der Waesserchen bei allen moeglichen Leuten ueberpruefte, stellte ich bei einem unserer gemeinsamen Bekannten fest, dass sein Trinkwasser einen pH von 4,5 hatte.
Da Du ja so richtig geschrieben hast, der pH wuerde nach einem logarithmischem Mass berechnet, steigt also „kaum = 1%“ auf den zehnfachen Wert, 10%. Also nicht mehr „kaum“, sondern schon „vorhanden“. Wir sind bei Trinkwasser von 4,5 schon fast im Bereich des Magensaftes (oder Magensaeure), der einen pH von 1 bis 4 aufweist.
Und noch einen Schritt weiter: Was passiert, wuerde man
nur noch Coca Cola trinken? PH ca 3,5 – jeden Tag 3-4 Liter Cola, keine anderen Fluessigkeiten,
nur noch Coca Cola.
Wenn man dann nach – sagen wir drei Jahren – ins Krankenhaus eingeliefert wird, mit Magen-
oder Darm-
oder Leber-
oder Nieren-
oder Herz-
oder oder Blut-
oder Speiseroehren-
oder Blasenproblemen, was sagt dann der Arzt?
„Sind Sie verrueckt? Wollen Sie sich umbringen?“
Oder sagt er:
„Das Trinken von dreitausend oder viertausend Liter Cola schadet nicht.“?
Ich sehe den
regelmaessigem, ueberwiegenden Verzehr von Wasser mit pH 4,5 irgendwo zwischen „kaum“ und „gefaehrlich“ an.
Und dann haben wir noch einen weiteren Faktor: Die Zeit = t.
Im ersten Jahr oder bei Langzeittouristen wird der Koerper mit den niedrigen pH-Werten wahrscheinlich keine Probleme haben. Nehmen wir mal an, der Faktor „kaum = 1%“ kommt erst
nach einem Jahr zum Zuge. Steigert sich dann nach dem zweiten und dem dritten Jahr. Also zweites Jahr = 1%, drittes Jahr = 2%, viertes Jahr = 3%. Aber immer bei
regelmaessigem, ueberwiegenden Verzehr von Wasser mit niedrigem pH. Danach hoffen wir mal, dass der Koerper sich an den niedrigen pH gewoehnt oder andere Wege gefunden hat, diesen auszugleichen.
Trinkt man eine Fluessigkeit, so kommt sie in den Magen und wird dann weiter gereicht an Darm, Blut, Nieren, Leber und Blase. Der Magen produziert den Magensaft und mischt
winzige Mengen in die Fluessigkeit. Das Gros wird fuer die Aufbereitung der Nahrung verwendet. So muss Fleisch bis zu
acht Stunden aufbereitet werden.
Interessant aber: Sinkt der pH im Magen auf unter 4, setzt der Magen aus der Leber gezogenes Bikarbonat zur Anhebung des pH ein. Wuerden wir jetzt
regelmaessig, ueberwiegend den Magen mit zu niedrigen pH-Werten fuellen, kommt die Leber ins Stottern.
Trinkt der typische Deutsche in DE sein 7,5-Trinkwasser, senkt eine winzige Zugabe von Magensaft den Wert im Promille-Bereich. Das Wasser kommt mit immer noch deutlich ueber Sieben zur weiteren Verarbeitung in die dafuer vorgesehenen Bereiche.
Was passiert
hier ? Mit dem Wasser von 4 bis 5,5 ?
Und ich rede immer von
regelmaessigem, ueberwiegenden Verzehr von Wasser mit zu niedrigem pH.
Tatsaechlich sind Untersuchungen auf diesem Gebiet nicht bekannt. Was kostet es mich persoenlich einfach auf Nummer sicher zu gehen und moeglichst nicht mehr Wasser mit so niedrigem pH zu trinken? 10 Cent in der Woche? Oder 30 Cent? Oder gar nichts?
Zu bedenken gebe ich aber noch Folgendes: Regen hat einen pH von 5,5 – der „saure“ Regen weist noch 4-4,5 auf. Dieser saure Regen hat ganze Seen in Skandinavien zerstoert. Nicht nur die Fische starben, ganze Kolonien von Mikroorganismen verschwanden. Die Pflanzen gehen ein. Das Oekosystem gibt seinen Geist auf.
Die Figuren am Koelner Dom werden vom Regen zerstoert, ganze Landstriche von jeglichem Leben befreit, aber wir Menschen brauchen uns um den pH-Wert unseres Trinkwassers nicht zu kuemmern? Unsere Koerper sind zum Glueck staerker, als Steinfiguren, Metallrohre, Fische und ganze Oekosysteme?
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Hier hast Du einen weiteren Hinweis geliefert:
Das wahre Problem mit dem PY Wasser könnte sein, dass es so arm an Mineralien ist und Du unter den Mangelerscheinungen leidest. Statt das Wasser zu kontrollieren, solltest Du Deinen Mineralstoff-Haushalt kontrollieren.
Aber ich habe keine Lust, mir nach wochenlangem Suchen im Netz auch noch weitere Angriffe anhoeren zu muessen und bitte Dich, doch selbst etwas ueber etwaige Mangelerscheinungen heraus zu finden und gegebenenfalls Vorschlaege zur gesundheitlichen Verbesserung zu machen.
Meine Aufklaerungsarbeit sehe ich mit diesem Beitrag zum Welt-Wassertag als beendet an.
Don H