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Autor Thema: Der Neid der Deutschen untereinander  (Gelesen 4197 mal)
JustNow2
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Beiträge: 579


« Antwort #10 am: August 24, 2009, 04:14:04 »

... eine abgeschwaechte Form? Ein "will-auch-haben?"


Sehr richtig.
.... auch!!
Nicht etwa "an seiner Stelle" und schon gar nicht in dem Sinne, dass es "jemandem abhanden kommen soll, damit ich es erlange".

Aber sogar diese abgeschwächte, doch keineswegs von Mißgunst getriebene Form des "auch haben wollens" reflektiert die Vielfalt des Neidgedankens.

JustNow
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Don Holiday
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« Antwort #9 am: August 23, 2009, 11:54:55 »


„Neid“ begünstige insbesondere die Entstehung von Ehrgeiz


Jetzt weis ich auch, warum ich keinen Ehrgeiz hatte!

Der Neid ist ja eine der Todsuenden. Dann ist es schwierig, gute Seiten an ihm zu sehen. Die Missgunst als haessliche Schwester des Neides, ist da noch einen Zahn schaerfer.

Fuer mich bremst der Neid die normale Entwicklung ab. Wie kann ich mich auf das Erreichen meiner Ziele konzentrieren, wenn mich der Neid von Innen auffrisst? Wenn ich nun einen Filmstar, Bankchef oder Fuersten und seinen Palast sehen und dann sage "So will ich auch leben!", dann wuerde mich der Neid daran hindern, dieses Ziel zu erreichen.

Ich konnte mein ganzes Leben nur Ehrgeiz entwickeln, wenn ich ein Ziel hatte. Ich vergass dann auch ganz schnell, welcher Occasion ich meinen Wunsch verdanke. Der Neid war gewiss nicht die Triebfeder, oder vielleicht eine abgeschwaechte Form? Ein "will-auch-haben?"

Ansonsten sehe ich das wie Christiane: Neid ist in meinen Augen nicht positiv.

Sonst koennte man ja auch sagen, gutes Essen waere automatisch Voellerei.
Oder dem Spendendiebverein nicht das Handwerk zu legen - Feigheit.
Aber Spenden zu stehlen ist Habgier!
Die Haare faerben ist Eitelkeit? Schon Straehnchen?
Das angeblich so tolle Pferdesteak beim Rancher in Piri - Genussucht (Wollust)?
Und die Wut ueber die Spendenunterschlagung die siebte Suende "Zorn"?

Schwierig, schwierig, schwierig!

Neid als Triebfeder zum Ehrgeiz?
Ich glaube, die Loesung liegt irgendwo in der Mitte.

Christiane und ich haben einen aehnlichen sozialen und landsmannschaftlichen Hintergrund. Dadurch auch aehnliche Werte. Ein Neider, Luegner, Dieb oder Hehler darf gar nicht erst in unsere Naehe kommen. Er wird gnadenlos verfolgt! Und da sind wir beide gleich: Ein bischen schwanger geht nicht!

Diese Einstellung kann zum geschaeftlichen Erfolg fuehren, wenn sich der gute Ruf rumspricht.

Aber meine Frage: Hat hier noch jemand Erfahrung mit Neid, speziell in PY?

Don H
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Christiane
Gast
« Antwort #8 am: August 23, 2009, 10:08:01 »

Christiane,
schon klar; negative Eigenschaften haben eh nur die anderen.

Das ist Deine Aussage, der ich mich nicht anschließen kann und will.

Meiner Meinung nach gibt es keinen konstruktiven bzw. positiven Neid. Es gibt einen positiven Anreiz genauso viel oder mehr zu erreichen als ein anderer, das ist aber in meinen Augen kein Neid. Positiver Neid wäre, wenn die Menschen sich für und mit dem Beneideten freuen könnten. Und das passiert wohl kaum, und ich würde es nicht Neid nennen sondern echte uneigennützige Teilnahme am erfolg Anderer.

Neid ist immer ein mieses Gefühl, solange man es nicht relativiert. Ähnlich wie Eifersucht. Man könnte ja auch analog dazu sagen, dass Eifersucht eine positive Seite hat, aber dem ist grundsätzlich nicht so weil sie auf derselben Egozentrik beruht wie der Neid.. Es ist immer ein destruktives Gefühl. Missgunst führt dann dazu dass man z.B. dem Beneideten schaden will.

Neid und Missgunst sind emotionale, irrationale Empfindungen die nur dadurch kompensiert werden können wenn der Mensch lernt, Distanz zu sich selber aufzubauen und relativ denken zu können. Dann wüsste er nämlich, dass er keinen Grund hat, neidisch zu sein. Das kann jeder der sich die Mühe macht und sein Hirn benutzt um sich zu informieren über seinen Zustand und die Schicksale derjenigen, die man beneidet.

Daher bleibe ich bei meiner Äußerung - Neid ist ein Eingeständnis der eigenen Minderwertigkeit - da ich mich nicht minderwertig fühle, kenne ich auch keinen Neid. Ob Dir das nun gefällt oder nicht.

Christiane
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JustNow2
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« Antwort #7 am: August 23, 2009, 09:04:00 »


ein kleiner Nachtrag noch:

neben der eher destruktiven (mit Missgunst einhergehenden) Form des Neides, existiert
wohl unbestritten, auch eine konstruktive , d. h. als Ansporn wirkende Variante.
Auch verwerflich?

Interessanterweise führt Wikipedia dazu / u. a. aus:

„Neid“ begünstige insbesondere die Entstehung von Ehrgeiz, um durch eigene Anstrengungen
und eigenen Erfolg mit dem „Beneideten“ gleichzuziehen. Dieser positive Wettbewerb erhöhe
die Überlebenschancen.

Der Psychoanalytiker Rolf Haubl unterscheidet zwischen dem negativen ...... und dem positiven
ehrgeizig-stimulierenden .... Neid, der das Gerechtigkeitsgefühl anrege und auf Veränderung dränge.


Nun stellen diese Interpretationen nur ein winziges Segment innerhalb eines gewaltigen Themenkreises
dar.
Deshalb darf auf die Frage, ob Deutsche neidisch sind, getrost geantwortet werden:

Jawohl, Deutsche sind neidisch!
Spanier, Engländer und Franzosen auch.
Alle anderen sowieso.

Neid wohnt jedem von uns inne. Bleibt zu hoffen, in der "guten" (s. oben) Variante!


JustNow
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« Antwort #6 am: August 23, 2009, 08:29:59 »

Christiane,
schon klar; negative Eigenschaften haben eh nur die anderen.

Und Don,
was meine Aufforderung einer "gründlicher(en) Auseinandersetzung" betrifft, hast Du mich
missverstanden.
Der Hinweis zielt auf Deine Betrachtung ab, die den Leitgedanken zwar aufgreift, aber leider nur
oberflächlich beleuchtet.

Deshalb darf ich (wie Du es gern formulierst) mich mal zitieren:
".... kann Neid auch als Triebfeder, als Motivationsschub und damit als durchaus konstruktives
Element verstanden werden".
Daran ist nicht verwerfliches!
Abgesehen davon ist der Neidgedanke elementar und eine nicht wegzudiskutierende Eigenschaft
der menschlichen Spezies (wenngleich mit einigen Ausnahmen, wie ich nun feststellen darf).

Aber glücklicherweise gibt es qualifiziertere Leute, als wir Schwadronierer es sind, die sich dem
Thema gewidmet und vielfältigen Formen des Neides eine seit Urzeiten bestehende, soziologische
Berechtigung zuerkannt haben.

http://de.wikipedia.org/wiki/Neid
(weiter unten) >>    Deutungen des Neides in Evolutionstheorie und Psychoanalyse

Ruhig mal aufmerksam lesen. Wenn der Anstoss dann immer noch nicht reicht, bleiben wir gern
auch  im seichten Gewässer.

JustNow
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olliwahn
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« Antwort #5 am: August 23, 2009, 08:23:41 »

Habe hier in Paraguay von allen Deutschen die ich kenne oder Bekanntschaft mit gemacht habe, nur einen kennen gelernt der neidisch war. Neider benutzen leider häufig ihren Neid dazu, um ihre Scheiße, oder Betrügerrein die sie bauen zu Rechtfertigen. Nach dem Motto, der hat ja da kann man ihn auch verarschen! Noch schlimmer als Neider finde ich, sind Leute die sich als nicht Minderwertig fühlen, aber statt zu Argumentieren oft nur Beleidigen können. Das traurige ist, sie fühlen sich auch noch gut dabei. Das nenne ich, ohne Beleidigen zu wollen, Minderwertig!
Gruß Oliver
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Don Holiday
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« Antwort #4 am: August 23, 2009, 07:06:13 »


Die Komplexität des Neidgedankens schreit doch eigentlich nach gründlicher(er) Auseinandersetzung!
JustNow


Na, dann los!


Wie sagte schon Robert Lemke - Mitleid bekommt man geschenkt, Neid muss man sich verdienen - wo er recht hat, hat er recht  Cheesy
Christiane


Da hat der Schweindle-Fueller auch recht!

Don H
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Christiane
Gast
« Antwort #3 am: August 23, 2009, 07:02:15 »

Vor allem: Wer hätte noch nie Neid verspürt?
Ich schon!

Ich bin der Meinung - Neid ist ein Eingeständnis der eigenen Minderwertigkeit - da ich mich nicht minderwertig fühle, kenne ich auch keinen Neid.

Wie sagte schon Robert Lemke - Mitleid bekommt man geschenkt, Neid muss man sich verdienen - wo er recht hat, hat er recht  Cheesy

Christiane
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« Antwort #2 am: August 23, 2009, 06:12:45 »


Don,

das Thema verdient mehr Zuwendung, als Du ihm "auf die Schnelle" hast zuteil werden lassen.
Sog. Neid stellt sich in vielerlei Formen dar. Und nicht jede verdient unseren Abscheu.
Vor allem: Wer hätte noch nie Neid verspürt?
Ich schon!
Wenn Du ein wenig gründlicher in Dich hineinhörst, wird Dir ein solches Empfinden (wie den meisten,
um nicht zu sagen allen Menschen) vielleicht ja doch nicht so ganz unbekannt erscheinen.

Da Du dieses Thama eröffnet, also darüber nachgedacht hast, wird es Dich kaum überraschen,
dass Neid, viel mehr Facetten hat, als man ihm (oberflächlich betrachtet) zutrauen wollte.

Eine derartige Empfindung muss keineswegs bedeuten, dass man einem vermeintlichen Kontrahenten
nicht das Schwarze unterm Nagel gönnt; vielmehr kann Neid auch als Triebfeder, als Motivationsschub
und damit als durchaus konstruktives Element verstanden werden.

Die Komplexität des Neidgedankens schreit doch eigentlich nach gründlicher(er) Auseinandersetzung!

JustNow
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Don Holiday
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« Antwort #1 am: August 23, 2009, 01:08:04 »

Ich will mal auch gleich mit meinen Erfahrungen beginnen:

Ich schrieb ja, dass in meinem Bekannten- und Freundeskreis der Neid keine Rolle spielt. Ich selber bin noch nie auf jemanden neidisch gewesen, waeren Freunde oder Bekannte auf mich neidisch, wuerde das ein Verhaeltnis doch sehr stoeren.

Aber auch ich bin hier auf Neid gestossen!
Las ich doch im Tagebuch eines Ranchers-Hoteliers aus Piri:

„...Sie bauen sich Häuser wie Paläste, machen sich unentwegt Gedanken über Isolierungen derer und wo man am günstigsten sich voll Fressen kann...“

Die Aussage „...Sie bauen sich Häuser wie Paläste...“ ist doch purer Neid! Neidischer kann man doch gar nicht sein! Wenn sich da jemand einen Palast bauen sollte – wo liegt da ein Problem?
Ein Problem damit kann doch nur ein von Neid zerfressener Mitbuerger haben! Wenn dieser Palastbauer es doch gar nicht verdient hat! Sondern ich! Ich! Ich!

Und die Aussage „...machen sich unentwegt Gedanken über Isolierungen derer...“ - ja, mein Gott, worauf ist er denn da neidisch? Dass diese denkenden Leute im Winter in ihren warmen Haeusern nicht frieren? Oder dass da ueberhaupt die Faehigkeit besteht, sich Gedanken zu machen? Setzt natuerlich voraus, dass genug Neuronen vorhanden sind.

Und dann der Neid, dass es Leute gibt, die sich Gedanken machen, wo man sich „...am günstigsten voll Fressen kann...“ – da muss der Rancher aber was in den falschen Hals gekriegt haben. Es geht darum, mit dem besten Essen – natuerlich zum angemessenen Preis – seinen Gaumen zu verwoehnen. Und seltsamerweise poppte die Tollpatschie-Ransch da nie auf. Obwohl doch EspaToPY auch nie muede wird, die fabelhaften Pferdesteaks zu loben.

Und dann schreibt der Hotel-Ranscher:

„...Baut sich angeblich ein Haus mit 1000 qm überdachter Fläche...“

Neid! Neid! Neid! - „...mit 1000 qm überdachter Fläche...“
Was wuerde dieser Neider erst an Neid fuehlen, wenn er erfuehre, dass ich mal soooo kurz davor stand, ein Haeuschen mit 1500 qm Wohnflaeche zu kaufen. Nur hatte ich rechtzeitig erfahren, dass dieses 250 Jahre alte Jagdschloss eines Duque unter Denkmalsschutz stand. Deshalb war es wahrscheinlich auch nur zu verkaufen.

Aber was interessiert es andere, ob man einen Salon, einen Empfangsraum, Buero, Spielzimmer, Bilbliothek, Naehzimmer, Pool mit Sauna und Sportraum im Keller, Fruehstuecksraum, Diner-Raum, Kaminzimmer und soviel Schlafzimmer hat, dass alle Kinder, deren Partner und Schwiegereltern und die Enkel unter kommen und man mit 30 Personen gemeinsam zu Weihnachten an der Tafel sitzen kann mit dem fuenf Meter hohen Weihnachtsbaum, waehrend in der Kueche von Kompanie-Groesse das dutzend Gaense angerichtet wird.

Ja, da kann ein drittklassiger Moechtegern-Hotelier schon neidisch werden.

Wenn ich mal meine Fotos sortiere, werde ich hier ein paar rein setzen, damit dieser neidische Mensch auch richtig was zum neidisch werden hat.

Don H

Und Eure Erfahrungen?
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Don Holiday
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« am: August 23, 2009, 01:03:27 »

Immer wieder in den letzten Monaten musste ich in den Foren PY's  (zu) oft lesen, wir Deutschen wuerden untereinander extrem neidisch sein und unseren Nachbarn nicht das Schwarze unter den Fingernaegeln goennen.

Ich rufe unsere Mitleser auf, sich darueber mal Gedanken zu machen und zu schreiben, wie sie den „Neid“ der deutschsprachigen Mitbuerger empfinden.

Also fange ich mal an:
Ich sehe in den Speicher meines Handys und finde da 75 Eintraege.
Das meisten sind Deutsche (oder Oesterreicher oder Schweizer) und hinter jeder Nummer stecken normalerweise zwei Personen.
Habe ich also rund einhundert Freunde und Bekannte.
Und bei keinem von ihnen sehe ich erkennbaren Neid.

Bin ich nun die Ausnahme oder liegt das daran, dass ich bestimmte Menschentypen automatisch meide?

Unserem Vielschreiber EspaToPY geht das offensichtlich anders. Wird er doch nicht muede, zu betonen, dass doch viele Deutsche hier vor Neid verbrennen wuerden.
Und bestimmt fuenf mal hat er geschrieben, dass einige Leute besonders neidisch auf einen bekannten Ranchero-Pistolero aus dem Beritt Piribebuy waeren.
Dieser edle Mensch meint, er waere Hotelier.
Er muss also morgens aufstehen, den Gaesten das Fruehstuck kredenzen, den Vormittag ueber fuer die Sauberkeit der Zimmer sorgen, die Badezimmermuelleimer nach Haar-Faerbemitteln und Potenzmittel-Packungen durchsuchen, etwaige Verstopfungen wegen Baumaengel in den Abflussrohren beseitigen, den Mittagstisch vorbereiten, danach den Grosseinkauf fuer morgen erledigen, nachmittags die Lebensmittel aussortieren, deren Verderblichkeitsdatum zu nahe gerueckt ist und eben diese Zutaten fuer das Essen der eigenen Familie verwenden (sofern man nicht Gaeste hat, denen man dieses Essen aufs Auge, pardon. den Magen, druecken kann „Das Steak ist heuer besonders gut!“). Dann liest man noch ein wenig mit geballter Faust die Beitraege des unsaeglichen Don H in Herbert's Forum und aergert sich die Platze ueber Nachbarn und Makler in Piri.

Ja, lieber EspaToPY, glaubst Du wirklich, dass es auch nur einen Menschen in PY gibt, der auf dieses Leben neidisch ist?

Willst Du den anderen ihre Scheisse weg wischen?
Dein Sodbrennen mit Bullrichsalz bekaempfen, wenn Du Belgier oder Polen siehst?

Ich begreife wirklich nicht, wer darauf neidisch sein soll!

Oder, EspaToPY,  koenntest Du Dir vorstellen, Du muesstest wegen einer Kontroll-Zwangs-Psychose lauter Haeuschen um Dich herum bauen, deren Terrassen von Deiner Terrasse aus kontrolliert werden koennen? Das bedeutet natuerlich auch, dass Dich diese Gaeste genauso beobachten koennen.
Bist Du darauf neidisch?
Oder meinst Du, andere koennten darauf neidisch sein?

Oder wenn Du wieder mal diese aetzenden Kommentare ueber Dein gutes Werk lesen musst, Du keine gute Miene zum boesen Spiel mehr machen kannst und ausrastest. Deine Frau die Nacht wieder im Stall verbringst und alle Gaeste, ja wirklich alle das mit kriegen – eben weil Du ja alle ueberwachen musst, bist Du ja selbst sichtbar, wie auf dem sprichwoertlichen Praesentierteller.
Bist Du darauf neidisch, EspaToPY?
Oder meinst Du, andere koennten darauf neidisch sein?

Also ich spuere keinen Neid und kenne auch niemanden, der hier neidisch ist.
Im Gegenteil, waere dieser Mensch ein liebenswerter Zeitgenosse, man wuerde Mitleid empfinden mit diesem Harleyfahrer.

Harleyfahrer – jetzt hast Du mich erwischt, ich bin ja doch neidisch!
Kontraer, mon ami!
Ich bin passionierter Motorradfahrer. Die schoensten Urlaube meines Lebens verbrachte auf meinem Motorrad bei meiner jaehrlichen „Tour de España – Portugal“. Bei solchen Touren von 7-9.000km ist es erforderlich, ein zuverlaessiges Motorrad zu benutzen. Ich hatte immer Honda und bin niemals liegen geblieben (ausser einer Reifenpanne). Freunde mit Harleys mussten bei jedem Tanken Schrauben ueberpruefen und nachziehen. Ich hatte noch nicht mal Werkzeug dabei! Habe mir in all den Jahren nie (bis auf die Reifenpanne) die Finger schmutzig machen muessen. Eine Gruppe hamburger Hells Angels, die ich mal in Marbella traf, taten mir auf ihren knatternden, schuettelnden Kisten leid – waehrend ich seidenweich auf meiner 4-Zylinder dahin glitt. Sie hatten einen VW-Bus dabei mit einer kleinen Werkstattausruestung.
Neid auf eine Harley? Gott bewahre!

Also Leute, ich fordere Euch auf, mal Eure Erfahrungen mit Neid zu schildern.
Nicht auf dem Niveau von EspaToPY, der ja immer vom Neid von X und Y auf Z (faelschlicherweise – wie wir oben lesen koennen) berichtet, sondern von Neid von anderen auf Euch oder den Neid von Euch auf andere.

Gibt’s den?

Don H
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