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Autor Thema: Die Kosten fuer ein Haus  (Gelesen 5743 mal)
Don Holiday
Gast
« Antwort #78 am: November 27, 2008, 06:58:35 »

...dass Du offensichtlich in Paraguay
ohne über den Importweg zu gehen , eine Bezugsquelle
für gusseiserne Platten gefunden hast....die im Land gefertigt
werden??!Ich wundere mich........ . Denn : nur ein Guss - nie ein
Blechkamin kann nach den hier - auch von Dir dargestellten - Mustern
funktionieren. Alles andere dürfte in kürzester Zeit "zerfetzen"!

Lieber EspaToPY,

daran habe ich bisher nicht gedacht!

Hier liegt wieder mal der Teufel im Detail.
Kein Gusseisen?
Mein Grill ist aus Blech. Gibts vielleicht dickeres?

Damit werde ich mich noch beschaeftiogen muessen.

Aber hier sieht man mal wieder deutlich, womit man sich in PY beschaeftigen muss. Die Quellen fuer Zulieferer von Materialien auftun, die die Benoetigten Teile oder zumindest Ersatz beschaffen koennen.

Don H
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Espatopy
Gast
« Antwort #77 am: November 26, 2008, 02:17:26 »

Sehr verehrter Don....ich konnte mich - scheinbar - nicht klar
genug ausdrücken ....mit folgendem Hinweis:

"die Verlegung von
verdeckten Alu-Flexrohren schon während der Bauphase in andere Räume....
wo sich die warme Luft dann bei langsamer Abkühlung automatisch
nach unten "verrieselt". "

Bedeutet : HIN ZU ANDEREN  RÄUMEN (Bad,SZ,WC etc.)....legt man die Aluflex-
Rohre....und wo man diese DORT per Luftgitter in der Mauer befestigt....
ist einem selbst überlassen....aber natürlich nicht....wie Du schreibst
5 m. hoch....sondern eben unten am Fussboden,ober aber versteckt
auf  "halber Höhe"oder wo auch immer.
Klar braucht man dann einen Hohlraum am Kamin,wie gezeichnet....und kann auch
-innen-ein Gebläse anbringen vor die Anschlussstutzen der Rohre um den
warmen Luftdruck zu erhöhen.
Funktioniert mit Aussenluft-Anzug und entsprechenden Querschnitten
so gut,dass ein ganzes Haus -auch bei geschlossenen Türen zu den
Resträumen-exzellent beheizt werden kann.

Hoffe,dass es jetzt deutlicher war!?

EspaToPy

P.S.übrigens...zum Hinweis Transportkosten von so einem Kamin....
erkenne ich erstaunt,dass Du offensichtlich in Paraguay
ohne über den Importweg zu gehen , eine Bezugsquelle
für gusseiserne Platten gefunden hast....die im Land gefertigt
werden??!Ich wundere mich........ . Denn : nur ein Guss - nie ein
Blechkamin kann nach den hier - auch von Dir dargestellten - Mustern
funktionieren. Alles andere dürfte in kürzester Zeit "zerfetzen"!
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Don Holiday
Gast
« Antwort #76 am: November 26, 2008, 06:43:21 »

....wo sich die warme Luft dann bei langsamer Abkühlung automatisch
nach unten "verrieselt".

Wie Du schon so richtig schreibst: Die warme Luft ist oben und faellt erst, wenn sie sich auf das Niveau weiter unten abgekuehlt hat.
Aber wir wollen doch die Waerme unten haben und nicht fuenf Meter hoch unterm Dach.

Hier mal eine Zeichnung, wie wir das sehr erfolgreich in Spanien hatten:



Ein oder zwei zusaetzliche Decken-Ventilatoren wuerden auch gut sein.
Leider drehen die hiesigen alle viel zu schnell. Im Winter soll die Luft doch nur in Bewegung gehalten werden.

...Fertig-Modelle dieser Art baut z.B. HAYGON.Billig-Kopien davon werden z.B
in Polen (ggfls. auch Tschechien)gefertigt...und in die ganze Welt verschifft....
sicherlich auch nach PY...

Leider der Transport, egal ob Spanien, DE oder Polen.

...einmal ein paar nicht zu komprometierende aber doch reale Fotos zu
zeigen...

Fotos kommen noch!

Don H
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Espatopy
Gast
« Antwort #75 am: November 25, 2008, 06:59:21 »

eine deutlich bessere Möglichkeit als ein Gebläse dort...ist allerdings die Verlegung von
verdeckten Alu-Flexrohren schon während der Bauphase in andere Räume....
wo sich die warme Luft dann bei langsamer Abkühlung automatisch
nach unten "verrieselt".
Viel wichtiger aber - auch - bei der Bauphase:
es sollte ein grosses Ansaugrohr für Kamin-Frischluft nach
daraussen gelegt werden....das dann dazu führt,dass der Kamin nicht schon
im Raum erwärmte Luft wieder abzieht...und es so im Fussbodenbereich
kühl bleibt. Dazu muss dann der geschlossene Kamin wirklich gut
und mit möglichst 2.Wärmekammer oberhalb des Brennraumes
installiert werden.
Fertig-Modelle dieser Art baut z.B. HAYGON.Billig-Kopien davon werden z.B
in Polen (ggfls. auch Tschechien)gefertigt...und in die ganze Welt verschifft....
sicherlich auch nach PY.

Don,nachdem nun scheinbar Dein "Starter-Haus" ein "Real-Haus"
geworden ist....und hier die m.E. gut-gemachte Baustory zuende
geht...wäre es doch sehr freundlich von Dir,hier einmal ein
paar nicht zu komprometierende aber doch reale Fotos zu
zeigen...wie das Ganze nun fertig aussieht!

Danke!
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Don Holiday
Gast
« Antwort #74 am: November 25, 2008, 06:31:38 »

Wir hatten diesen Einsatz vier Jahre lang. Nur mussten wir in Spanien das Holz teuer kaufen.

Hier haben wir Holz im Ueberfluss. Ich glaube, ich werde mir solche Einsaetze vom Schlosser bauen lassen.

Der einzige Nachteil: Die Temperatur laesst sich nur schwer steuern. Dafuer habe ich dann abends bei 30 Grad drinnen und fuenf Grad draussen gesessen - wir hatten das Haus ja mit Styropor verkleidet.

Don H

PS Egal ob offene Feuerstelle oder Einsatz, in den Schornstein kommt ein Rohr. Das wird fast gluehen. Ein Geblaese nochmals oben kurz unter der Decke blaest die Waerme ins Zimmer zurueck.
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XYZ
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« Antwort #73 am: November 23, 2008, 09:40:27 »

Zitat
Ich hoerte auch von einem Deutschen, der in der Gegend von Altos einen ganzen Container voller doppelwandiger Kamineinsaetze aus Spanien importiert haette.
Wir hatten in Spanien einen solchermassen ausgeruesteten Kamin und waren begeistert. Einen einzigen Kamin einzufuehren, waere zuviel Aufwand, aber wenn schon einer mehrere hat...

Weitere Moeglichkeit (ich dachte daran) ist, einem Schlosser/Schmied eine Zeichnung zu geben und einen solchen Kamineinsatz fertigen zu lassen. Die erforderlichen feuerfesten Glastueren sollten hier auch zu haben sein.

Ich sehe das mit dem Kamineinsatz auch so, wenn man feuerfestes Glas hier bekommt, ist der Rest für die hiesigen Eisenbändiger wohl kein Problem. Man muss sich noch was zum Rostschutz einfallen lassen, aber ansonsten...

Ich hab Angaben gefunden, wonach der Wirkungsgrad mit den Einsätzen von irgendwas von 5-10% auf 60% steigt.

Internet ist zur Schornstein-Dimensionierung nicht so recht ergiebig... oder ich hab flasch gesucht Sad

Hab aber gerade Richtwert Angaben im Volger/Laasch:Haustechnik gefunden. Aber ich kann hier schlecht 5 Seiten Kleingedrucktes samt Zeichnungen und Tabellen reintippern.  Undecided
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Don Holiday
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« Antwort #72 am: November 23, 2008, 07:25:22 »

Der Bau eines Kamins ist eine Wissenschaft fuer sich.
Was ich da bisher gesehen habe, laesst nicht darauf schliessen, dass man sich da Muehe gibt. Aber wenn man sucht wird man auch auf diesem Gebier einen Fachmann finden.
Wenn nicht - das Internet.

Bei Uli und Lisa war vor ein paar Wochen ein Kaminbauer zu Gast. Er will in den naechsten Monaten wiederkommen und Kamine bauen. Meine zarte Anfrage ergab allerdings gepfefferte Preise, die er damit begruendete, die meisten Materialien aus DE zu beziehen.
Schamottsteine aus DE?
Ich bin der Meinung, mit paraguayischen Mitteln zu arbeiten, aber mit deutschem Wissen und Gruendlichkeit.
Dann bezahlt man eben nur den (hoeheren) Lohn, aber keine deutschen Steine.

Ich hoerte auch von einem Deutschen, der in der Gegend von Altos einen ganzen Container voller doppelwandiger Kamineinsaetze aus Spanien importiert haette.
Wir hatten in Spanien einen solchermassen ausgeruesteten Kamin und waren begeistert. Einen einzigen Kamin einzufuehren, waere zuviel Aufwand, aber wenn schon einer mehrere hat...

Weitere Moeglichkeit (ich dachte daran) ist, einem Schlosser/Schmied eine Zeichnung zu geben und einen solchen Kamineinsatz fertigen zu lassen. Die erforderlichen feuerfesten Glastueren sollten hier auch zu haben sein.

Don H
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« Antwort #71 am: November 22, 2008, 11:56:36 »

Bei dem Einbau eines Kamines muss man aber besonders aufpassen.
[...]
Wissen diese Architekten-Slash-Baufirmen eigentlich, was ein Kamin tun soll?
Wohl wahr :-(

Ich geb nur angelesenes wieder, habe keinerlei Erfahrung mit eigenen Kaminen:

Die Seitenwände des Kamins müssen nach vorne abgeschrägt werden, also der Kamin
ist hinten schmäler als vorne. Grund die Wärmestrahlung soll nicht Ping-Pong zwischen
den Seitenwänden spielen, sondern den Kamin zum Raum hin verlassen. Schräge in
der Draufsicht etwa 15-30°. Rechtwinklige Wände braucht man für einen Grill!
Oberer Teil der Rückwand muss auch nach vorne geneigt sein, auch wegen der
Wärmestrahlung. Vorderkante ca 45cm überm Boden. Schornstein hinterm Kamin
hochmauern sonst geht die ganze Last des Schornsteins auf den Kamin.

Zu kleiner Kamin nutzt nix, zu groß auch nicht! So 50x60cm Öffnung scheint ein
gutes Mass zu sein.

Im Fundament des Kamin oder Schornstein gehört ein Aschefangkasten. Klappe
im Kamin zum verschliessen des Schornsteins, sonst pfeift da immer der Wind durch.

Querschnitt des Schornsteins und Höhe passend. Hab leider nichts dazu als
Daumenregel gefunden. Es gibt in D wohl etliche Kaminbauer (nicht umsonst ein
Lehrberuf!) die einem sowas ausrechnen können. Aber in PY?

Höhe zu klein, er zieht nicht und Bude verqualmt (u.U. mit giftigem CO!), zu groß
gibt es ein Schmiedefeuer. Genauso wie der Querschnitt: zu groß, zieht nicht, zu
klein auch nicht :-(

Zuviel Wind(undichtigkeiten) im Haus kann Überdruck im Haus erzeugen (eher besser)
aber auch Unterdruck. Üble Sache, die Abgase werden ins Haus gezogen. Gleiches
kann der Wind bei unterschiedlichen Dachneigungen und Windrichtungen erzeugen
und ist auch abhängig von der Lage und der Höhe über Dach. Also mal qualmts in
die Bude, mal aus dem Schornstein!

Auch eine nach aussen gehende Dunstabzugshaube in der Küche kann Brandgase
aus dem Kamin in die Bude saugen. Sehr gefährlich!

Mit ner brennenden Kerze als Strömungsdetektor kommt man schon mal weiter.

Zu(g)luft ist auch so ein Kapitel: quer durch den Raum und man hat Zugluft an den
Füssen, Seitlich ist wohl besser. Je nach Holzart fliegen auch schon mal die Funken.
Besonders lustig, wenn man auf dem Bärenfell schmusend vorm Kamin liegt. So ein
Funken auf dem Hintern sorgt für echte Temperamentsausbrüche  Grin

teilwissende Grüsse XYZ




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Don Holiday
Gast
« Antwort #70 am: November 22, 2008, 07:46:47 »

Bisher gaben wir
Grundstueck 8.000 - Strom 4.000 - Wasser 6.000 - Zaun 4.500 - Fundamente 550 – Bodenplatte 1.600 – Waende 2.600 - Dach 1.500 - Elektrische Anlage 500 – Bad und Wasser 700 – Fenster und Tueren 1.200 – Malern 350 – Kueche 350 – Fliesen 400 Euro aus.

Damit ist das Haus fertig.
Bauzeit zwei bis fuenf Monate.

Machen wir jetzt ein paar Zahlenspielchen:

Der erste Teil – unabhaengig vom Haus – aber ohne alledem geht ja nichts, sind:

Grundstueck
Stromanschluss
Wasseranschluss oder Brunnen
Zaun/Mauer
Hier lass ich jetzt mal die Preise weg,
da die Geschmaecker zu verschieden sind,
die Spanne reicht von ganz wenig (kleines
Grundstueck, auf dem Wasser, Strom und
Zaun bereits vorhanden sind) bis ganz viel.

Das Haus selbst besteht aus:

Fundamenten – 550 Euro
Bodenplatte – 1.600 Euro
Waende – 2.600 Euro
Dach – 1.500 Euro
Elektrische Anlage – 500 Euro
Bad und Wasser – 700 Euro
Fenster und Tueren – 1.200 Euro
Malern – 350 Euro
Kueche – 350 Euro
Fliesen – 400 Euro
Gesamtpreis – 9.750 Euro

Also der Komplettpreis fuer ein Haus in einer Qualitaet, wie man sie hier in PY wohl nicht findet. Aber nur fuer das Haus! Materialien und Arbeiterloehne. Keine Gewinne fuer Architekten, Bauleiter oder Vermittler.

Die paraguayische Rechenweise nimmt die ueberdachte Flaeche. In unserem Fall steht das Dach auf jeder Seite 50cm ueber. Also 9750 Euro fuer 77qm = .126,60 Euro oder derzeit 160 Dollar pro qm. Aber doppelte Waende, tolles Dach, Spitzenfenster und Tueren, beste Fundamente und Bodenplatte, komplette Kueche und Bad, inkl. Wasser- und Stromleitungen sowie allerbeste Waermedaemmung und Isolierung.

Es ist relativ klein, als Starterhaus genuegt es! Auch sollte es dem einen oder anderen als Dauerwohnhaus genuegen. Die Geschmaecker und Ansprueche sind nunmal verschieden.

Einem intelligenten Bauunternehmer oder Vorarbeiter sollte ein Nachbau dieses Musterhauses gelingen. Aber wenn man jemandem den Auftrag gibt, es zu bauen, will der natuerlich auch dran verdienen. Er will einen Aufschlag fuer sich machen und er wird an den Materialien auch verdienen wollen.
Zudem wird er sparen und weniger der teuren Dinge, wie Eisen und Zement, verwenden. Das wird er natuerlich fuer sich sparen, nicht fuer Dich!

Ein dauerhaftes Erscheinen vor Ort ist fuer Dich Pflicht! Jeden Tag! Zementsaecke zaehlen, Eisen zaehlen und messen.


Hier nochmal der Grundriss des Starterhauses:



Will man groesser bauen, so bietet sich an, das Haus zu verlaengern. Ein Verbreitern wuerde eine andere Dachkonstruktion erfordern und den Preis deutlich erhoehen.



Auf dem obigen Bild haben wir einfach das Wohnzimmer / Kueche verlaengert und brauchen daher zwei Fenster mehr (200 Euro), 18 qm mehr Wandflaeche (450 Euro) und 24 qm mehr Dach (400 Euro). Auch 6 lfd m mehr Fundamente (70 Euro) und 18 qm mehr Bodenplatte (500 Euro), 18 qm Fliesen (140 Euro), Malerarbeiten (80 Euro), Styropor (50 Euro). Fuenf Arbeiter eine Woche 260 Euro
Der Gewinn von 21 qm ueberdachter oder ca 17,5 qm Wohn-Flaeche kostet uns also 2.080 Euro mehr.

Gleiche Groesse wie oben, aber die Erweiterung wird fuer ein Gaeste- oder Arbeitszimmer genutzt:



8 lfd m mehr Fundamente (100 Euro), 28 qm mehr Innenwaende (300 Euro), zwei Innentueren (260 Euro), Stromarbeiten (50 Euro), Malerei (150 Euro). Fuenf Arbeiter drei Tage ( 160 Euro)
Dieses zweite Zimmer wuerde also nochmals ca 1.000 Euro mehr kosten.

Nochmals luxurioeser ist der gleiche Grundriss, aber mit einem zusaetzlichen Gaestebad und dem Hauptbad En Suite und wenn wir schon dabei sind, haben wir gleich noch einen Innen- und einen Aussenkamin eingeplant:




4 lfd m Innenwaende (50 Euro), kompl. Bad (100 Euro), Anschluesse (40 Euro), kleines Fenster (60 Euro), 8 qm Fliesen (100 Euro), Kamin (300 Euro), Fuenf Arbeiter eine Woche (260 Euro)
Summe 910 Euro

Bei dem Einbau eines Kamines muss man aber besonders aufpassen. Was ich da bisher gesehen habe, liess meine Kinnlade runterklappen. Da wurde sogar in Haeusern, die weit jenseits der 100.000 Euro (nur das Haus!!) kosteten, einfach ein simples Loch mit Mauerumrandung gelassen.
Der Wind pfiff durchs Haus und zog die muehsam erarbeitete Waerme gleich durch den Schornstein raus. Keine Moeglichkeit den Kamin zu schliessen. Der groesste Teil des Feuers erwaermte den „Schornstein“.
Sieht man solche „Bauwerke“ laesst das einen doch sehr am Koennen der Paraguayischen Architekten zweifeln.
Wissen diese Architekten-Slash-Baufirmen eigentlich, was ein Kamin tun soll?

Den schlimmsten Fall dieser absoluten Unwissenheit (oder ist es denen einfach egal – Hauptsache Geld?) fand ich bei einer „Deutschen-Qualitaet-Baufirma“ mit richtig hohen Preisen!

Eine weitere Art das Haus groesser zu bauen, waere ein zweites Stockwerk.
Dazu muessten allerdings von vornherein die tragenden Innenwaende von einem Stein Dicke auf zwei verstaerkt werden.
Das Erdgeschoss kann dann gaenzlich ohne Innewaende bleiben (Kueche und Salon), oben koennte man Bad und zwei Zimmer anlegen.
Die Decke zwischen Erdgeschoss und erstem Stock muss richtig aufwaendig gebaut werden.

Ein Bekannter in ASU fragte mich, was ich davon hielte, wuerde er ein Wasserbett im ersten Stock aufstellen. Nun muss man wissen: Wasserbett plus Orgien-Besatzung = 1.500 Kilo.
Ich meinte, in DE kein Problem, hier wuerde ich das nur aufstellen, wenn ich das Haus selbst gebaut haette.

Kueche und Bad, auch die Dachkonstruktion wuerden gleich bleiben. Ich habe jetzt keine Lust, das auch noch durchzurechnen. Also wen's interessiert, der rechnet mal selbst!

Schoenes Wochenende, over and out!

Don H
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Christiane
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« Antwort #69 am: November 21, 2008, 09:19:59 »

Das "Ufo" (haben wir so genannt) hatten wir damals in Luque für den Pool gekauft. Der Pool hat etwas über 100 m³ Wasser gefasst. Hat einwandfrei gearbeitet. Wir mussten nur an starken Regentagen etwas Chlor rein geben, ansonsten total ohne  Grin War nicht ganz billig, hat sich aber gelohnt. Ist doch angenehmer in einem chlorfreien Pool zu schwimmen.  Cheesy

Christiane

http://www.energiaalternativa.com.py/pj_ecopas.html
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Don Holiday
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« Antwort #68 am: November 21, 2008, 08:30:56 »

www.energiaalternativa.com.py

aber ich war noch nie auf deren Website, habe das Bild in einer Zeitschrift gefunden.

Und das mit dem Keller...im grossen Haus ist schon was dran!
Wie wir Englisch-Koenner zu sagen pflegen:
I put you in the Cellerloch that you never see the Tageslicht!

Don H
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maeggi
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« Antwort #67 am: November 20, 2008, 12:45:50 »

Du hast natürlich völlig recht Don,

obwohl ich Deine Kosten-Berechnung mit großem Interesse verfolge, ist es mir entfallen, daß Du ganz am Anfang mal Dein Starterhaus skizziert hattest. Und aus diesem Grundriß geht ja eigentlich auch klar ersichtlich hervor, dass Du ein Wohnzimmer mit offener Küche geplant hast.

Also nehme ich hiermit die "Falltür-Idee" wieder zurück (obwohl ich mir sowas schon für meinen Küchenmeister vorstellen könnte  Grin )  und damit verbunden auch die Frage nach den Fenstern und Türen.  Roll Eyes

Schöne Grüße auch an alle anderen Leser,
maeggi
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mamodent
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« Antwort #66 am: November 20, 2008, 08:43:44 »

Hallo Don Holiday, ob Du wohl mal die genaue URL von dem Calefon Solar Prospekt hier schreiben könntest.
Den hast Du als Bild eingestellt. Die Adresse ist nicht vollständig sichtbar.
Ich hab mal gegoogelt und erfahren, das schon viele Brasilianer das heisse Wasser mit einer Solaranlage herstellen.

mamodent
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Don Holiday
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« Antwort #65 am: November 20, 2008, 05:48:21 »

Bisher gaben wir
Grundstueck 8.000 - Strom 4.000 - Wasser 6.000 - Zaun 4.500 - Fundamente 550 – Bodenplatte 1.600 – Waende 2.600 - Dach 1.500 - Elektrische Anlage 500 – Bad und Wasser 700 – Fenster und Tueren 1.200 – Malern 350 – Kueche 350 Euro aus.

Jetzt wird gefliest.

Das wissen wir ja schon aus Deutschland: In diesem Bereich kann man richtig Geld loswerden.
Bei meinem Haus in DE wollte ich schoenere Fliesen haben. Man rechnete mir 15 DM pro qm fuer die weissen Fliesen an. Wir suchten dann was huebsches aus, was auch nur 25 DM kostete, ABER die Baufirma wollte zusaetzlich 50 DM pro qm mehr haben, weil man ja einen groesseren Materielaufwand (Kleber?) habe.
Denen zeigte ich den Vogel!
Und ich bin immer noch der Meinung, dass eine schoenere Fliese nicht mehr Arbeitsaufwand bedeutet!

Paraguay hat keine eigene Fliesenherstellung. - Jedenfalls habe ich ausser den „Comun“ nichts gesehen. Die Fliesen werden normalerweise aus Brasilien eingefuehrt und sind gleich erheblich teurer.
Wenn man noch die Auswahl und Preise von Spanien in Erinnerung hat...

Fliesen „Hecho in España“ gibt’s auch, aber da ist man schnell mal ueber 100 Euro/qm.

Das waere doch eine Geschaeftsidee! Erst mal die vorhandenen Tonerden testen und dann mit den richtigen Brennoefen eine Fliesenproduktion aufbauen.
Derzeit Konkurrenzlos!

So sehen die „Comun“ lackiert aus:



Sie sind recht dick und werden anschliessend lackiert.
Im ganzen Haus (inkl. Bad) und auf der Terrasse nehmen wir durchgehend diese Fliesen, macht gerade bei kleineren Haeusern den besten Eindruck. Beim richtigen Haus kann man sogar im 120qm-Wohnzimmer zwei Fliesenarten verwenden.

Es gibt Aehnliche aus Brasilien gleich mit Glasur versehen.
Auch hier wieder: Extra, 1A, 1B, 2 und 3.

Wir hatten in Spanien 3. Wahl in unserem ersten Haus. Die Fliesenleger-Kuenstler haben das traumhaft verlegt! Hier wuerde ich die 3. Wahl als Bruchreste bezeichnen.
Man kann nur Extra (zur Not 1A) nehmen!

Dafuer ist es preiswert. 20.000 Gs der qm. 60qm plus Verschnitt 1,4 Mio

Kleber, Zement, Fugenmittel, Farbe (auf dem Foto sind die Fugen schwarz eingefaerbt) 250.000 Gs

Lackieren der Fliesen drei mal! 100.000 Gs

Zwei Mann eine Woche 600.000 Gs

Fehlt eine Scheuerleiste? Geschmackssache. Ist es ordentlich gearbeitet, kann es auch so gut aussehen. Aber hier faellt natuerlich eine fehlende oder schlechte Feuchtigkeitssperre doppelt auf, denn am Treffpunkt Boden und Wand tritt die Feuchtigkeit als erstes auf.

Beim Wischen kommt man doch haeufiger an die Wand und das kann unschoene Flecken geben – aber muss jeder selbst entscheiden.

Gesamtpreis 400 Euro

Eine gleichpreisige Alternative gaebe es noch: Die Verwendung von Natursteinen. Ich habe sie bei unserem Steinbruch-Nachbarn in 4-5cm Dicke bestellt. Sie sind natuerlich, da natuerlich – also natur belassen, uneben. Wie die Natur sie eben schuf! Die Platte auf dem Bild ist 4-5cm dick und ca 30 X 20 cm Breite X Laenge:



Werden sie anschliessend lackiert, dunkeln sie etwas nach und sehen sehr huebsch aus. Aber uneben!

Es gibt sie auch als relativ glatte Platte, da sind sie aber nur 1-2cm dick. Die koennten glatter verlegt werden, aber ich weiss nicht, ob diese duennen Platten auf Dauer halten.

Don H
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Don Holiday
Gast
« Antwort #64 am: November 19, 2008, 08:06:27 »

Bisher gaben wir
Grundstueck 8.000 - Strom 4.000 - Wasser 6.000 - Zaun 4.500 - Fundamente 550 – Bodenplatte 1.600 – Waende 2.600 - Dach 1.500 - Elektrische Anlage 500 – Bad und Wasser 700 – Fenster und Tueren 1.200 – Malern 350 Euro aus.

Die Kueche.

Es ist das Starterhaus. Wollen wir es als Starterhaus benutzen oder laenger drin wohnen?
Die preisguenstigste Art ist, eine Komplett-Kueche in ASU bei einem grossen Anbieter zu kaufen. Gibt es ab 1,5 Mio. Nicht schoen aber brauchbar.

Diese Form waere natuerlich noch billiger (30 Euro):



Zweite Moeglichkeit ist, den Auftrag einem Tischler zu geben. Man kauft die Geraete separat und laesst vom Schreiner das drumherum fertigen.
Auch das kann bei 1,5 Mio bleiben – je nach dem, welche Holzarten, Groesse und Ansprueche man hat.

Die Arbeitspaltte kann das ganze verteuern – aber eben die Frage: Starterhaus oder Dauer-Domizil?

Auf jeden Fall sollte wegen der Sauberkeit der „Spiegel“ gefliest werden.
3 qm weisse Fliesen mit Kleber und Fugenweiss 200.000 Gs

Ein Arbeiter drei Tage 200.000

Alles zusammen 350 Euro

Eine sehr praktische, schoene und nicht teure Kuechenbauweise ist, die tragenden Teile der Kueche zu mauern und darueber eine Granitplatte zu setzen.
Man nimmt die typischen „Comun“-Steine und laesst sie als Sichtmauerwerk bauen.
Dann kommt der Tischler und passt noch Rahmen und Tueren in die Zwischenraeume zwischen den Mauern.
Das obere Stockwerk kann man durch Verlaengerung der Sichtmauern auch aus Stein fertigen oder man laesst den Tischler komplette Oberschraenke bauen oder eine Kombination aus beidem.

Kostet etwas mehr und dauert laenger, aber gerade Leute, die das Individuelle moegen, koennen sich hier austoben.

Don H
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