Durch meinen Bau bin ich komplett ausgelastet und melde mich hier nur zu Wort, weil der Bericht des SPIEGEL fuer mich einen Alarm bedeutet.
Die Ueberschrift lautet:
Schmutziges Spiel mit dem Hunger: Boliviens mächtige Agrarbarone haben die Lebensmittelpreise künstlich aufgebläht, um die ungeliebte Regierung von Präsident Morales aus dem Amt zu zwingen.Der ganze Bericht ist unter
www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,555675,00.htmlnachzulesen.
Soviel zum Demokratie-Verstaendnis der Maechtigen.
Erwartet uns das in PY auch? Die Agrarbarone sind auch hier mehrheitlich konservativ und auf Coloradoseite. Die Lebensmittelpreise steigen stark, die wichtigen Bus-Preise auch. Das wird natuerlich mit angezogenen Dieselpreisen begruendet. Aber wer wirtschaftlich rechnen kann, wird feststellen muessen, dass die Buspreise (und auch die Lebensmittelerhoehungen, die mit dem Diesel erklaert werden) nur zu 5% haetten erhoeht werden duerfen. Meine Arbeiter erklaerten mir aber, dass einige Collectivo-Preise verdreifacht wurden.
Lugo ist noch nicht Praesident, aber die Maechtigen des Landes bereiten sich auf einen Kampf vor, den die armen Leute bezahlen muessen.
Zement und Baustahl wird kuenstlich verknappt. Einen Tag nach der Wahl liessen die Arbeiter der Stromgesellschaft ANDE (bei uns im Ort) alle Loeffel und Spaten fallen. Ebenso der angefangene Strassenbau einfach eingestellt. Die Baumaschinen abgezogen.
Ist ja auch logisch - die Ortschaft hat ueberwiegend liberal gewaehlt. Sind doch die Bewohner selber Schuld, dass sie jetzt abgewatscht werden. Von den Firmen, die noch von Colorados kontrolliert werden.
Don